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Die generelle Arbeitslosenzahl befindet sich in Deutschland seit Jahren schon auf Rekordtiefen. Trotzdem können nicht alle von dem Boom auf dem Arbeitsmarkt profitieren. Für viele, die arbeitslos geworden sind, ist es schwer wieder in ein Arbeitsverhältnis zu kommen und sind in Folge dessen längerfristig auf Staatshilfe bzw. Hartz IV angewiesen. Rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland, das sind mit 45,8 % knapp die Hälfte aller Arbeitslosen, beziehen die Hartz IV-Leistungen seit bereits mehr als vier Jahren. Welche Bevölkerungsgruppen besonders gefährdet sind durch Langzeitarbeitslosigkeit soll im Folgenden dargestellt werden.

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Übersicht:

  • Hartz IV nach Geschlecht
  • Hartz IV nach Alter
  • Hartz IV nach Familienstatus
  • Hartz IV nach Nationalität
  • Zusammenfassung

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Hartz IV nach Geschlecht

Grundsätzlich gibt es kaum feststellbare Unterschiede in den Arbeitslosenquoten für Frauen und Männer. Doch haben es arbeitslose Frauen erkennbar schwerer eine Arbeit zu finden als männliche Arbeitslose. So sind mit einem Anteil von 50,8 % knapp mehr als die Hälfte aller arbeitslosen Frauen im erwerbsfähigen Alter bereits seit mehr als vier Jahren Hartz IV-Empfänger. Unter den arbeitslosen Männern liegt dieser Anteil mit 45,2 % etwas unter der Hälfte.

Hartz IV nach Alter

Während vor allem die südeuropäischen Länder seit Jahren hohe Jugendarbeitslosigkeiten zu beklagen haben, sieht die Arbeitsmarktsituation für Jugendliche in Deutschland deutlich besser aus. Die generelle Arbeitslosenquote für unter 25-jährige liegt hierzulande bei deutlich unter 10 %. Darunter beziehen lediglich 39,9 % der unter 25-jährigen Arbeitslosen Hartz IV seit bereits mehr als vier Jahren. Ganz anders sieht die Situation für über 50-jährige Arbeitslose aus. 63,5 % dieser beziehen die Sozialleistungen seit mehr als vier Jahren. Für ältere Menschen scheint der Wiedereinstieg in eine Arbeit aus der Arbeitslosigkeit heraus also besonders schwer zu sein.

Hartz IV nach Familienstatus

Kaum einer Bevölkerungsgruppe tut Arbeitslosigkeit mehr weh als für alleinerziehende Eltern. Trotzdem liegt die Quote derer arbeitslosen Alleinerziehenden, die die Hartz IV-Leistungen seit bereits länger als vier Jahre in Anspruch nehmen müssen, bei 46,6 %, also knapp der Hälfte. Allerdings ist dieser Anteil sogar höher für arbeitslose Verheiratete ohne Kinder. Über die Hälfte, genauer gesagt 53,1 %, der arbeits- und kinderlosen Paare sind seit mehr als vier Jahren Hartz IV-Empfänger. Für arbeitslose Ehepaare mit Kindern liegt dieser Anteil bei lediglich 41,9 %.

Hartz IV nach Nationalität

Generell ist die Arbeitslosenquote für erwerbsfähige Ausländer in Deutschland deutlich höher als die für erwerbsfähige Deutsche. Interessant ist aber der Vergleich der Langzeitquoten für beide Gruppen. So beziehen nur 39,8 % der arbeitslosen Ausländern Hartz IV für mehr als vier Jahre. Bei deutschen Arbeitslosen tut dies mit einer Quote von 50,9 % knapp jeder Zweite. Sind also Ausländer allgemein anfälliger für Arbeitslosigkeit, so bleiben die meisten davon aber zumindest nicht längerfristig Hartz IV-Empfänger in Deutschland.

Zusammenfassung

Vor allem für ältere Menschen ist es extrem schwer nach dem Verlust einer Arbeit wieder Fuß zu fassen auf dem Arbeitsmarkt. In Folge dessen bleiben sie längerfristig angewiesen auf Hartz IV-Leistungen. Die meisten Jugendlichen, die in die Arbeitslosigkeit rutschen, haben dagegen gute Chancen innerhalb von vier Jahren in ein neues Arbeitsverhältnis zu kommen. Auch die klare Mehrheit der Ausländer bezieht die Hartz IV-Leistungen nicht langfristig. Hintergrund dessen könnte aber auch der einfache Wegzug (entweder freiwillig oder von Amts wegen) dieser aus Deutschland sein.

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