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Wieder machen Forscher im Kampf gegen den Krebs eine unglaubliche Entdeckung. Untersuchungen einer bestimmten Wespenart haben nun ergeben, dass ihr Gift erfolgreich für die Krebsbekämpfung eingesetzt werden könnte. Die Wirkungsweise ist geradezu unglaublich…

Übersicht:

  • Das erwartet Sie in diesem Artikel
  • „Polybia paulista“ – das ist die Wespe, die Krebs heilen kann
  • Wie funktioniert die Krebsheilung mit dem Wespengift?
  • Wie genau kann der Krebs mit dem Gift bekämpft werden?
  • Neue Medikamente mit Wespen-Wirkstoff?
  • Von der Studie bis zum Medikament – wie lange dauert es?
  • In der Medizin wird schon seit langer Zeit auf Gift aus der Tier- und Pflanzenwelt zurückgegriffen
  • Darum sind Tiergifte für die Menschheit so nützlich!

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Sie sind nicht gerade die beliebtesten Tiere dieser Welt und dennoch von unfassbarer Bedeutung für den Planeten und sein ökologisches Gleichgewicht – und mittlerweile sogar viel mehr als das: Kaum vorstellbar, dass ausgerechnet eine Wespe nun auch ein wertvolles Mittel gegen Krebs liefern soll…

Doch es ist wahr: Forscher bestätigen diese unglaubliche Entdeckung!

„Polybia paulista“ – das ist die Wespe, die Krebs heilen kann

Natürlich dreht sich das Forschungsergebnis nicht um die gewöhnliche Wespe hier bei uns, sondern um eine ganz bestimmte Art: Die sogenannte „Polybia paulista“. Sie ist eine Wespenart aus Brasilien, die mit ihrem Gift scheinbar die Tumorzellen von Krebsgeschwüren gezielt angreift. Alle andere gesunden Zellen bleiben jedoch verschont – schöner kann es doch gar nicht sein, oder?

Wie funktioniert die Krebsheilung mit dem Wespengift?

Das Gift der Wespe dockt an einer speziellen Stelle an den Zellwänden der Tumorzellen an. Anschließend greift es an – die gesunden Körperzellen bleiben durch diesen Vorgang verschont.

Hieraus erhoffen sich Mediziner nun eine völlig neuartige Art von Medikamenten.

Wie genau kann der Krebs mit dem Gift bekämpft werden?

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Endlich gibt es wieder Hoffnung im Kampf gegen den Krebs. Bislang schien es kaum möglich, Krebs auch nur annährend langfristig zu besiegen. Und schon gar nicht, die Tumorzellen gezielt anzugreifen, ohne dabei auch die gesunden Zellen in Mitleidenschaft zu ziehen.

Heutige Krebsmedikamente können den Unterschied zwischen gesunden und krebskranken Zellen nicht sehen und greifen daher alle an!

So wirkt das Gift

Die Wissenschaftler der Sao Paolo State University konnten mithilfe von Laborversuchen nachweisen, dass das Gift der besagten Wespe tatsächlich Krebszellen töten kann.

Das Ziel der Forscher war es, herauszufinden, wie das Gift genau wirkt und wie es sein kann, dass es nur die Krebszellen angreift. Bei der Forschung stellte sich heraus, dass das Gift der Wespe (von den Forschern mit „MP1“ bezeichnet) mit der Lipidschicht der Tumorzellen reagierte.

Die Lipidschicht ist eine Schicht der Flüssigkeit, welche die Krebszellen umgibt – also mit speziellen Fettmolekülen. Diese sind an der Oberfläche von Krebszellen anders verteilt als an der Oberfläche von gesunden Zellen.

Nun lässt das Gift der Wespe in den Krebszellenwänden große Löcher entstehen. Dadurch treten die Moleküle aus dem Zellinneren heraus, sodass die Krebszelle nicht mehr funktionieren kann und schließlich stirbt. Die umliegenden, gesunden Zellen konnte das Gift in den Laborversuchen jedoch nichts anhaben…

Näheres zur Wespe

Bei der Wespenart „Polybia paulista“ handelt es sich um eine in Brasilien Beheimatete Insektenart, die als äußerst aggressiv gilt. Mithilfe ihres Gifts jagt und verteidigt sie sich. Den toxischen Wirkstoff, den die Wespe ausscheidet, nennen die Forscher „MP1“.

Neue Medikamente mit Wespen-Wirkstoff?

Die Forscher sind der Meinung, dass der Wespenwirkstoff völlig neue Wege für die Bekämpfung von Krebszellen ermöglichen würde. Krebstherapien, welche die Flüssigkeitszusammensetzung der Zellmembran von Krebszellen angreifen, gab es bislang noch nicht. Es wäre also ein Weg einer ganz neuen Klasse von Medikamenten gegen Krebs.

Weitere Studien sollen folgen

Die Wissenschaftler betrachten diesen Forschungsansatz als noch nicht ausgereift. Viele weitere Studien seien noch notwendig, bis Krebs mit einer neuartigen Medikamentenzusammensetzung bekämpft werden könnte. Im Grunde genommen müsse außerdem erst noch überprüft werden, ob ein solches Medikament überhaupt für einen Einsatz am Patienten geeignet wäre.

Von der Studie bis zum Medikament – wie lange dauert es?

Bis diese Methode wirklich als sicher und zuverlässig eingestuft werden kann, wird es vermutlich noch viele Jahre dauern. Denn heute weiß man schätzungsweise, dass von 5.000 bis 10.000 Substanzen, die auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden, es nur eine bis zum Medikament schafft.

Dieser Richtwert hat sich im Laufe vieler Jahre als recht zuverlässig erwiesen. Er zeigt, dass viel Forschung notwendig ist, um aus einem interessanten Wirkstoff ein Medikament zu machen.

In der Medizin wird schon seit langer Zeit auf Gift aus der Tier- und Pflanzenwelt zurückgegriffen
Gifte, die für den Menschen normalerweise hoch bedrohlich und teilweise auch tödlich sind, werden schon lange von der Medizin so verwendet, dass sie plötzlich das Gegenteil bewirken und den Menschen sogar heilen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die folgende Geschichte eines jungen Mannes, der von einem Skorpion gestochen wurde – ohne die richtige Hilfe und ein toxisches Gegenmittel aus der Tierwelt wäre der Mann heute vermutlich nicht mehr am leben.

Und mehr noch: Der Stich selbst hat ihn vermutlich von einem schlimmen Rückenleiden befreit!

Wenn das Gift zum Gegengift wird

Es war ein glühend heißer Tag im Bundesstaat Guerrero Mexikos. Ein junger Mann, der gerade mit seiner Familie zum Urlaubmachen eingetroffen ist, möchte sich abkühlen und springt mit einer Badehose bekleidet in den angenehm kühlen Pool.

Plötzlich krampft er vor Schmerzen zusammen: An seinem Bein hat er unerträgliche Schmerzen. Er reißt sich die Hose vom Leib und sieht ein im Wasser zappelndes, kleines, gelbes Wesen – er schubst es in eine Plastikdose und zeigt es den Hausverwalter, der ihn daraufhin umgehend in die örtliche Rotkreuz-Station befördert.

Die Ärzte erkennen sofort, wer ihn attackiert hat:

Das Tier, dass ihm einen gefährlichen Gift-Cocktail verpasst hat, ist ein Rindenskorpion – eines der giftigsten Tiere in Nord- und Mittelamerika!

Glück im Unglück

Der junge Mann hatte mächtiges Glück: Da die Rindenskorpione in der Gegend recht häufig vorkommen, haben die Ärzte ein entsprechendes Gegenmittel parat. Schon 30 Stunden nach der Injektion sind die Schmerzen weg…

Dann geschah etwas Unfassbares!

Der junge Mann konnte sich nicht erklären, was als nächstes geschah:

Seit acht Jahren litt er an einer chronischen rheumatischen Erkrankung der Gelenke. Die Vermutung der Ärzte war immer gewesen, dass es etwas mit seinem Immunsystem zutun habe. Im schlimmsten Falle würde sich die Wirbelsäule langsam krümmen, verwachsen und versteifen…

Normalerweise wachte der Mann jeden Morgen mit Schmerzen im Rücken auf – an schlimmen Tagen konnte er sich überhaupt nicht mehr bewegen – doch nur wenige Tage nach dem Stich des Skorpions verschwanden die Rückenbeschwerden.

Inzwischen sind zwei Jahre vergangen – der junge Mann hatte seitdem keine Beschwerden im Rücken mehr! Die Medikamente, die er sonst immer nehmen musste, konnte er fast alle absetzen.

Darum sind Tiergifte für die Menschheit so nützlich!
Ironischerweise ist die tödliche Wirkung der Gifte aus der Tierwelt genau das, was für die Medizin so unfassbar wertvoll ist! Viele der Toxine richten sich gegen dieselben Moleküle, die bei der Behandlung von Krankheiten unter Kontrolle gebracht werden müssen.

Die Moleküle der Gifte wirken im Prinzip wie ein Schlüssel im Türschloss – sie bewirken eine Reihe ganz bestimmter Funktionen. Jedes Gift hat seine eigene Wirkungsweise. Und in der Medizin ist es mit den Medikamenten genauso.

Sie passen in Schlösser auf der molekularen Ebene und sperren sie, um Krankheitssymptome zu stoppen.

Das hat man mit Tiergiften schon geschafft

Folgende Krankheitsbilder konnten dank des Einsatzes von Giften aus dem Tierreich erfolgreich bekämpft werden:

  • Herzleiden
  • Diabetes
  • Autoimmunkrankheiten
  • Krebs
  • Schmerzen

Bildquelle: © Nonwarit – Fotolia.com

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