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Schöne Zähne sind etwas Feines. Doch machen sich die schönen Ersatzzähne nicht von selbst. Das Genie hinter den hochanspruchsvollen Prothesen oder Zahnklammern ist der Zahntechniker. Er sorgt dafür, dass es im Mund zu hundert Prozent passt. Was der Zahntechniker verdient, was seine Aufgaben sind und wie man sich weiterbilden kann – all das erfahren Sie in diesem Artikel.

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Das sind die Aufgaben des Zahntechnikers

In der Regel dauert die Ausbildung zum Zahntechniker (oder auch Zahnprothetiker genannt) 3 Jahre und 6 Monate. In Österreich ist sogar eine Ausbildungsdauer von rund 4 Jahren üblich, bevor man seinen Beruf offiziell ausüben darf. Nach der Ausbildung ist man entweder in einem gewerblichen Dentallabor tätig oder aber in einem Praxislabor angestellt.

Als Zahntechniker fertigt man den Zahnersatz für Patienten an, ebenso wie Zahnspangen, Aufbissschienen und Antischnarch-Apparate. Wie vielfältig das Ganze am langen Ende ist, wird einem dann bewusst, wenn man bedenkt, wie viele Behandlungsmöglichkeiten es gibt: Zahnkronen, Brücken, Stiftkronen, Teil- oder Vollprothesen, Einlagefüllungen, etc. All das und noch viel mehr gehört zum Repertoire des ausgelernten Zahntechnikers.

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Besonders wichtig ist für den Zahntechniker in höchster Präzision zu arbeiten. Jeder einzelne Auftrag setzt voraus, dass das Patientengebiss abgeformt wird. Dadurch entsteht zunächst einmal eine Negativform des Gebisses. Diese sogenannte „Passivform“ ist die Arbeitsgrundlage des Zahntechnikers. Anschließend wird die Prothese modelliert. Auch beim Anfertigen von Zahnspangen muss auf feinste Maßeinhaltung geachtet werden.

Was verdient man als Zahntechniker?

Gehalt während der Ausbildung

Die Ausbildung zum Zahntechniker dauert tatsächlich etwas länger als die der meisten anderen erlernbaren Berufe. Das wiederum bedeutet, dass man dreieinhalb bis vier Jahre lang ein Ausbildungsgehalt erhält. Dieses beginnt mit einer Höhe von rund 370 Euro pro Monat während des ersten Lehrjahres. Das zweite Lehrjahr wird monatlich mit 410 Euro vergütet. Nach dem zweiten Lehrjahr steigert sich der monatliche Verdienst auf etwa 460 Euro. Im vierten und letzten Lehrjahr schließlich erhält man als angehender Zahntechniker jeden Monat ein Ausbildungsgehalt von 510 Euro. Sonderlich viel ist das leider nicht, doch wem die Arbeit an sich Freude bereitet, der wird wohl darüber hinweg sehen können.

Übrigens: In Ausnahmefällen kann man die Ausbildung sogar durch zusätzliches Engagement verkürzen. Dieser Fall würde dazu führen, dass man die genannten Gehälter auf die verkürzte Ausbildungszeit gestaffelt bekommt.

Einstiegsgehalt

Als fertiger Zahntechniker erwartet einen zum Berufsstart ein monatliches Gehalt, das sich zwischen 1.400 und 1.700 Euro brutto bewegt. Die 1.400 Euro ergeben sich ab dem Jahr 2015 vor allem durch den dann gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn.

Durchschnittsgehalt eines Zahntechnikers

Ist man bereits einige Jahre dabei und verfügt über ausreichend Berufserfahrung, so kommt endlich eine Gehaltssteigerung auf einen zu. Im Durchschnitt verdient der Zahntechniker in Deutschland rund 1.900 Euro im Monat, und das bei einer 40-Stunden-Woche.

Laut einer Erhebung des Zahntechnikerverbandes herrscht im Dentalgewerbe in Deutschland ein Durchschnittslohn von 2.100 Euro brutto. Im Laufe der Berufslaufbahn soll es allerdings auch möglich sein, auf ein Monatsgehalt von 3.000 Euro brutto zu kommen.

Höheres Gehalt als Zahntechniker durch Weiterbildung

Wem der Verdienst als einfacher Zahntechniker nicht ausreicht, der hat natürlich auch die Möglichkeit, sich weiterzubilden, um dadurch mehr Geld zu verdienen. Besonders lohnenswert ist es, sich als Zahntechniker zum Fach- oder Betriebswirt weiterzubilden. Der Technische Fachwirt verdient pro Monat nämlich bereits durchschnittlich 2.800 Euro brutto. Das Einstiegsgehalt des Fachwirts liegt bereits bei 2.100 Euro oder mehr! Eine Fortbildung könnte sich also definitiv lohnen.

Natürlich besteht auch immer die Möglichkeit, den Meister seines Berufs zu machen: Als Zahntechnikermeister steigert sich das Gehalt nochmals und liegt dann zwischen 2.200 und 3.700 Euro pro Monat.

Wie wird man Zahntechniker?

Wie bereits erwähnt dauert die Ausbildung zum Zahntechniker drei Jahre oder gar länger. Unter bestimmten Umständen lässt sie sich allerdings auch verkürzen. Die Ausbildung findet dual statt. Das bedeutet, dass man abwechselnd in Betrieb und Berufsschule ausgebildet wird. Zum zweiten Lehrjahr hin gibt es noch eine Zwischenprüfung sowie eine Abschlussprüfung zum Ende der Ausbildung.

Bildquelle: © tunedin – Fotolia.com

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