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Sie haben ein Auge fürs Detail, arbeiten präzise und scheuen sich weder vor körperlicher Arbeit noch vor Computerarbeit? Wenn Sie überdies gerne einen technisch-handwerklichen Beruf ausüben möchten, wäre eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker für Sie genau das Richtige!

In diesem Artikel erfahren Sie nicht nur etwas über die duale Berufsausbildung zum Zerspanungsmechaniker. Wir vermitteln Ihnen überdies sehr viel Wissen rund um diesen Beruf. Außerdem erfahren Sie, wie hoch die Ausbildungsvergütung ist und was Sie als ausgebildeter Zerspanungsmechaniker verdienen können.

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Ohne Zerspanungsmechaniker/innen geht es in fast keinem Bereich    

Zerspanungsmechaniker ist ein krisensicherer Job, denn ohne ihn bzw. dessen Produkte kommt die Industrie nicht aus. Zahlreiche Ausbildungsbetriebe möchten auf ihren Zerspanungsmechaniker, der in der Firma sein Berufspraktikum gemacht hat, nicht mehr verzichten und stellen ihn deswegen ein. Zwei gute Gründe, eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker zu machen.

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Hauptsächlich sollte großes Interesse an Maschinentechnik vorhanden sein. Ebenso müssen einige Kriterien stimmen, denn heute suchen viele junge Menschen nach einer Lehrstelle mit hervorragenden Berufsaussichten. Bevor Sie sich entscheiden, eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker zu beginnen, sollten Sie sicher sein, dass es für Sie der perfekte Beruf ist.

Was tun Zerspanungsmechaniker?

Die Arbeit eines Zerspanungsmechanikers ist alles andere als langweilig. Sie verlangt neben Fingerspitzengefühl ebenso sehr viel Geduld und einen geschulten Blick für jedes noch so kleine Detail. Aufmerksamkeit ist demnach gefragt. Genauigkeit bei der Bearbeitung von Gegenständen steht an erster Stelle.

Da Zerspanungsmechaniker sowohl Zahnräder, Uhrengehäuse, Kurbelwellen als auch Piercingschmuck herstellen und sogar Metallteile von Prothesen anfertigen, sind Präzision und Fingerfertigkeit gefragt. Immerhin bewegen sich Zerspanungsmechaniker im Mikrometerbereich. Also unterhalb des Millimeterbereiches (1 Mikrometer entspricht 0,001 mm).    

Zerspanungsmechaniker/innen stellen ebenso Bauteile her, die sowohl in Maschinen zum Einsatz kommen als auch in Flugzeugen oder Fahrzeugen notwendig sind. Überdies fertigen Sie Werkstücke und Kleinteile (wie z. B. Schrauben und Winkel) an, die im Handel zum Verkauf angeboten werden. Bevor Bauteile oder Werkstücke entstehen, müssen jene exakt „geplant“ werden. Was wiederum zunächst auf dem Papier vonstattengeht. Deswegen sollten angehende Zerspanungsmechaniker-Azubis bereits Grundkenntnisse im technischen Zeichnen besitzen.

Hinweis:

Da Zerspanungsmechaniker regulär im Schichtbetrieb arbeiten, sollten sich junge Menschen, die nicht bereit sind, Nachtschichten und Wochenenddienste zu leisten, gar nicht erst um einen Ausbildungsplatz bemühen. In Werkhallen geht es ziemlich laut zu. Maschinen verursachen viel Lärm. Für geräuschempfindliche, sensible Personen kann dies ein Problem darstellen. Es gilt daher zu bedenken, ob eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker infrage kommt.       

Die besten Voraussetzungen, um Zerspanungsmechaniker/in zu werden

Bevor ein junger Mensch mit seiner Lehre beginnt, muss er die Schule abgeschlossen haben. Der Schulabschluss spielt eine entscheidende Rolle und bestimmt quasi den beruflichen Wertegang. Jener nimmt in der Ausbildung seinen Anfang.

Sofern Sie also den Beruf des Zerspanungsmechanikers erlernen möchten, sollten Sie entweder die mittlere Reife besitzen oder wenigsten einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben. Diesbezüglich kommt es natürlich auf die bestmöglichsten Noten in den wichtigsten Fächern an, die für eine Lehre als Zerspanungsmechaniker/in relevant sind. In dem Fall sind es hauptsächlich die Schulfächer Mathematik, Physik und Werken. Wichtig ist ebenso der naturwissenschaftliche Bereich. 

Spezialwissen kann von Vorteil sein!

Als angehender Zerspanungsmechaniker-Azubi sollten Sie wissen, was eine „Blaupause“ ist. Damit ist nicht etwa das „Blaumachen“ gemeint und gleich gar nicht hat der Begriff etwas mit einer Pause zu tun. Einfach ausgedrückt handelt es sich um eine weiße Zeichnung auf blauem Hintergrund (Lichtpause).

Wissen Sie, was unter „Läppen“ zu verstehen ist? Es handelt sich nicht etwa um einen Putzlappen, der eventuell in irgendeinem Dialekt als „Läppen“ bezeichnet wird, sondern um eine Schleiftechnik mit losen, gleichgroßen Körnern. Jene sorgen dafür, dass die Oberflächen der Werkstücke geschliffen und gestärkt werden. Um dies zu erreichen, werden die Körner beim Läppen zusammen mit einer Lösung verrieben.   

Duale Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker 

Haben sie den heiß begehrten Ausbildungsplatz erhalten, müssen die Azubis „standhaft“ bleiben, wenn sie Zerspanungsmechaniker/in werden möchten. Die Lehrzeit umfasst in Gänze 3½ Jahre. Dual bedeutet, dass sowohl eine schulische als auch eine praktische Ausbildung stattfindet. Entweder arbeiten die Lehrlinge schichtweise im Ausbildungsbetrieb und besuchen in festgelegten Zeiträumen die Berufsschule, wo sie das theoretische Grundwissen vermittelt bekommen. Oder aber es findet wöchentlich eine Art „fliegender Wechsel“ zwischen Schultagen und Betriebspraktikum statt.

Im ersten Jahr der Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker werden die Auszubildenden zunächst in die Theorie eingeführt. Schließlich gilt es, erst einmal die Maschinen, an denen sie später eingesetzt werden, kennenzulernen und zu „verstehen“. Zudem müssen angehende Zerspanungsmechaniker genau wissen, welche Eigenschaften die unterschiedlichsten Materialien (sei es Metall oder Plastik) haben und mit welchen Werkzeugen sie bearbeitet werden. Das theoretische Wissen ist stets Grundlage für die Praxis.

Im Ausbildungsbetrieb können Zerspanungsmechaniker-Azubis dann ihr Können unter Beweis stellen, in dem sie zunächst einmal Probestücke anfertigen. Wenngleich auch diese Werkstücke der Übung dienen, so müssen sie dennoch sorgfältig bearbeitet werden. Schließlich müssen sie in die entsprechenden Geräte oder in die Maschinen passen, für die sie gedacht sind. Die Lehrlinge sollten sich daher von Anfang an große Mühe geben und Präzisionsarbeit leisten. 

Während der 3,5 Jahre dauernden Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker durchlaufen die Azubis mehrere Abteilungen im Praxisbetrieb, lernen die verschiedensten Bearbeitungsverfahren der unterschiedlichsten Werkzeuggruppen kennen. Sie stellen nicht nur Werkstücke und Produkte in Handarbeit her, sondern lernen auch das exakte Programmieren der CNC-Maschinen, welche Werkstücke wesentlich schneller produzieren können.

Wie hoch ist das Zerspanungsmechaniker-Ausbildungsgehalt?

Wer über drei Jahre eine Lehre absolviert, möchte natürlich auch Geld verdienen. Die Ausbildungsbetriebe lassen sich diesbezüglich nicht „lumpen“. Zerspanungsmechaniker-Azubis erhalten einen ziemlichen hohen Ausbildungslohn.

  • Im 1. Ausbildungsjahr liegt das Lehrlingsgeld im Bereich von 782,00 bis 808,00 Euro pro Monat.
  • Im 2. Ausbildungsjahr beträgt der Lohn für auszubildende Zerspanungsmechaniker 833,00 bis 851,00 Euro.
  • Das Ausbildungsgehalt im 3. Lehrjahr bewegt sich zwischen 891,00 und 914,00 Euro.
  • Zwischen 936,00 bis 971,00 Euro können Zerspanungsmechaniker-Lehrlinge im 4. Ausbildungsjahr verdienen.

Einstiegslöhne für ausgebildete Zerspanungsmechaniker

Die 3,5-jährige Lehre geht schneller vorbei, als manch Azubi glauben möchte. Hat er die Abschlussprüfung mit Bravour bestanden, wird er schnell eine Arbeitsstelle finden, sofern er nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen wird. Da auf diesem Gebiet in Deutschland enormer Fachkräftemangel herrscht, sind die Chancen sehr hoch, eine gut bezahlte Anstellung in einem Unternehmen zu finden.

Die Einstiegslöhne für Zerspanungsmechaniker Facharbeiter können sich sehen lassen. Sie bewegen sich zwischen 1.500,00 und 2.500,00 Euro (brutto). Sofern eine tarifliche Vergütung zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber ausgehandelt wurde, kann es durchaus sein, dass das Anfangsgehalt eines Zerspanungsmechanikers bis zu 2.800,00 Euro monatlich beträgt.

Mehr Geld in der Lohntüte!

In ziemlich allen Berufszweigen steigen die Löhne der Mitarbeiter mit der Anzahl der Arbeitsjahre. So erhalten auch Zerspanungsmechaniker im Laufe der Jahre, in denen sie beschäftigt sind, mehr Geld. Wie hoch der Verdienst schlussendlich ausfällt, ist von vielen Faktoren abhängig. Vom Arbeitgeber, vom Tarifvertrag (sofern ausgehandelt), vom jeweiligen Bundesland als auch von der eigenen Qualifikation.

Selbstverständlich können qualifizierte Zerspanungsmechaniker ebenso ihr Gehalt verhandeln. Sofern sie sich in einem neuen Unternehmen bewerben, sollten sie diesbezüglich die Anzahl der Mitarbeiter des Betriebes in Betracht ziehen, den Arbeitsort ins Auge fassen und die zu jenem Zeitpunkt herrschende Wirtschaftssituation. Sein Bruttoeinkommen kann ein Zerspanungsmechaniker ebenfalls steigern, wenn er die Karriereleiter erklimmt bzw. an Umschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen teilnimmt.

Wie in allen anderen Ausbildungsberufen üblich können ausgebildete Zerspanungsmechaniker ebenfalls eine Meisterprüfung ablegen. Die Voraussetzung, um den Meister zu machen, ist eine gewisse Anzahl an Jahren Berufserfahrung. Wer den Meisterbrief erworben hat, kann mehr Lohn fordern. Überdies ist es möglich, sich selbstständig zu machen, eine Firma zu gründen und eigene Lehrlinge auszubilden.

Fazit:

Der Beruf des Zerspanungsmechanikers ist krisensicher, hat somit Zukunft und gilt als einer der bestbezahltesten Jobs. Gleichwohl sind die Aufstiegschancen sehr gut. Aufgrund des herrschenden Fachkräftemangels in Deutschland werden Zerspanungsmechaniker/innen nicht so schnell arbeitslos.

Bildquelle: © Kadmy – Fotolia.com

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