Hartz 4News am

Ja, es ist so, unbestritten und durch Landessozialgerichte entschieden: Das Jobcenter darf Arbeitslosen Hartz IV verweigern und sie in die zwangsweise Rente schicken. Frühzeitig in Rente zu gehen ist aber mit Abschlägen verbunden, die sich nicht nur auf die Zeit der vorzeitigen Rente, sondern für immer auswirken. Das kann jedoch vermieden werden, sich rechtzeitig kompetente Hilfe zu suchen ist wichtig.

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Übersicht

Information ist alles

  • Wissen schützt!
  • Wer informiert?
  • Wo erhalte ich Hilfe?

Wie wehre ich mich?

  • Mögliche Auswege
  • Anfechtung von Entscheidungen
  • Taktik kann helfen

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Zusammenfassung

Information

Information ist wichtig

Sich vorab eigenständig über alles zu informieren, was hinsichtlich einer Zwangsberentung zu beachten ist, ist unerlässlich, oft sogar überlebenswichtig. Denn pro Jahr, das man früher als zum normalen Alterszeitpunkt in Rente geht, ob freiwillig, durch Krankheit oder auf Veranlassung des Jobcenters, wird mit einem Abzug „bestraft“. Dieser Abzug endet nicht, wenn das normale Rentenalter erreicht wird, sondern ist dauerhaft!

Wo erhalte ich die Info?

Jeder Rententräger bietet die Möglichkeit zur kostenlosen Beratung. Wer also das 63. Lebensjahr bereits vollendet hat oder bald vollendet, sollte sich vorab informieren, was auf ihn zukommen kann. Die Rentenversicherer können dem Versicherten hier kompetent durchrechnen, wie sich die Abzüge auswirken.

Wer hilft noch?

Steht die drohende Zwangsverrentung bereits unmittelbar bevor, ist es ratsam, sich anwaltliche Hilfe zu suche. Ein Fachanwalt für Sozialrecht ist hier der richtige Ansprechpartner. Hat man aufgrund der Arbeitslosigkeit wenig finanzielle Mittel, kann man beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein beantragen. Dann ist lediglich eine kleine Gebühr zu bezahlen.

Zwangsverrentung – Wie hindern?

Gibt es Auswege?

Nicht in Rente geschickt werden darf, wer bald aufgrund seines Alters oder einer Schwerbehinderung sowieso die Altersrente bekommen würde. Wird dies dennoch versucht, so heißt es sich mit einem Anwalt zu beraten und sich zu wehren. Entscheidungen des Jobcenters müssen nicht einfach hingenommen werden, es gibt nahezu immer die Möglichkeit, Einspruch oder Widerspruch einzulegen und bei Abweisung den gerichtlichen Weg zu beschreiten.

Taktische Maßnahmen

Wer im Alter arbeitslos ist und deshalb von dieser Zwangsmaßnahme bedroht ist, sollte mit kompetenten Stellen absprechen, ob die Aufnahme einer Teilzeitarbeit nicht sinnvoll sein kann. Wer für mehr als 15 Wochenstunden eine Arbeit findet und rentenpflichtig ist, muss sicher noch „aufstocken“. Aber gleichzeitig verhindert er die frühzeitige Rente und kann sogar noch Beiträge leisten, die sich positiv auf die Rente auswirken können.

Ein Rechenexempel

Zu überlegen ist allerdings, ob es sich nicht trotz allen Einschränkungen einfacher lebt, wenn man dem Jobcenter den Rücken kehrt. Wer zwangsverrentet wird, darf zumindest auf 450-Euro-Basis im Arbeitsverhältnis oder entsprechend auf selbstständiger Basis arbeiten. Natürlich wird dies selten bis ans Lebensende gelingen, aber mit dem Verdienst kann man sich zusätzlich Beträge als Alterssicherung ansparen und anlegen.

Abschließende Zusammenfassung

Informieren Sie sich gründlich über alle Vor- und Nachteile. Das verleiht Sicherheit gegenüber dem Jobcenter. Nehmen Sie Entscheidungen nicht als gegeben hin, sondern erkundigen Sie sich bei fachlich kompetenten Stellen, was machbar ist. Überlegen Sie sich Alternativen, die Ihr Leben trotz allem noch leichter machen.

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

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