MinijobNebenjobNews am

Jedes Jahr bringt neue Gesetzesänderungen mit sich. Auch in 2016 ändert sich wieder einiges im Bereich Arbeit. Gut verdienende Arbeitnehmer müssen in 2016 höhere Sozialabgaben leisten und auch die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen sich. Bei Midijobs werden die Sozialabgaben durch die Änderung der F-Formel verringert und Nachwuchswissenschaftler können von verbesserten Bedingungen profitieren.

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Sozialabgaben werden beim Midijob verringert

Bei einem sogenannten Midijob handelt es sich um einen erweiterten Minijob, bei dem man zwischen 450 und 850 Euro im Monat verdienen darf. Auch hier müssen zwar Sozialabgaben abgeführt werden, aber im geringeren Maße. Die Höhe, die der Arbeitnehmer zur Sozialversicherung beitragen muss wird über einen F-Faktor, mithilfe einer Formel, errechnet. Dieser orientiert sich am jeweiligen Einkommen. Zum 1. Januar 2016 reduziert sich dieser Faktor. Das hat den großen Vorteil, dass Midijobber mehr Netto-Einkommen ausgezahlt bekommen.

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Höhere Beiträge bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Arbeitnehmer müssen sich in 2016 auf höhere Kassenbeiträge einstellen. Der Zusatzbeitrag der vom Arbeitnehmer gezahlt werden muss steigt um 0,2 Prozentpunkte auf durchschnittlich 1,1 Prozent an. Das ergibt einen Gesamtbetrag von 15,7 Prozent. Je nach Krankenkasse kann der Gesamtbeitrag etwas variieren, da jede Krankenkasse hier etwas Spielraum hat.

Höhere Sozialabgaben für gut verdienende Arbeitnehmer

Die Beitragsbemessungsgrenzen steigen bei der gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung von 4.125 Euro auf 4.237,5 Euro an. Das bedeutet, dass in 2016 Sozialabgaben bei einem Gehalt von bis zu 4.237,5 Euro fällig werden. Auch bei der Arbeitslosen- und Rentenversicherung erhöht sich diese Beitragsbemessungsgrenze und zwar im Westen auf 6.050 auf 6.200 Euro und im Osten von 5.200 auf 5.400 Euro.

Frauenquote in Führungspositionen

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Chefetagen existiert zwar schon seit dem 1. Mai 2015 aber erst in 2016 müssen über 100 voll mitbestimmungspflichtige, börsennotierte Unternehmen die 30 Prozent Quote berücksichtigen, wenn sie einen Aufsichtsratsposten neu besetzen. Wird diese Regelung nicht berücksichtigt, muss der Posten unbesetzt bleiben.

Nachwuchswissenschaftler profitieren von verbesserten Bedingungen

Für Beschäftigte an Hochschulen, soll es die sehr kurzen Zeitverträge, in der Regel mit der Dauer von einem Jahr, in 2016 nicht mehr geben. Bislang betrug die Laufzeit bei jedem zweiten Vertrag an Hochschulen nur 1 Jahr. Ab sofort soll sich die Laufzeit eines Vertrags an die Dauer eines Forschungsprojekts oder einer Promotion orientieren. Schließlich wurde in 2007 schon die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ins Leben gerufen, um einen verlässlichen Karriereweg für den Nachwuchs sicherzustellen.

Mindestlohn erhöht sich

Bis zum 31. Dezember 2015 gab es noch viele Branchen, die vom neuen Mindestlohn noch nicht profitieren konnten. Das ändert sich zum Glück ab 2016. In bestimmten Branchen dürfen sich Arbeitnehmer nun über ein Gehaltsplus freuen, da das Gehalt schrittweise auf die gesetzlichen 8,50 Euro angehoben werden soll. So haben zum Beispiel Zeitungsaussteller in 2016 einen Anspruch auf 85 Prozent des Mindestlohnes. Bislang lag der Anspruch hier bei 75 Prozent.

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