Hartz 4NewsRente am

Übersicht:

  • Altersarmut nach 30 Jahren Beitragszahlung
    Hartz-IV-Niveau
    Grundsicherungshöhe
    Längeres Arbeiten
    Akzeptanz- und Legitimationsprobleme der Rentenversicherung

Sich krumm machen für die Rente

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Selbst ein Durchschnittsverdiener kann im Alter oft nur mit einer Hartz-IV-Rente rechnen. 31,6 Jahre lang muss ein Durchschnittsverdiener arbeiten, um im Jahre 2030 eine Rente von 690 Euro zu erhalten. Das ist das Niveau der Grundsicherung. Wird weniger verdient, so muss er doppelt so lange arbeiten. 690 Euro sind dann der Erwerb für ein ganzes Arbeitsleben.

Selbst der Durchschnittsverdienter kommt nur auf Hartz IV-Niveau

Wer durchschnittlich verdient, muss in den kommenden Jahren damit rechnen, nicht einmal eine Rente auf dem Niveau der Grundsicherung zu erhalten. Das sind ganze 690 Euro im Monat, darin enthalten sind der Mietzuschuss und Heizkosten vor Steuern und Sozialbeiträgen. Dieses Ergebnis hat eine Studie herausgefunden. Nach dieser Studie genügt ein ganzes Arbeitsleben nicht, damit eine Rente erwirtschaftet werden kann, die über dem Hartz IV-Niveau liegt.

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Detail-Ergebnisse

Bei der Grundsicherung erhält der Durchschnittsverdiener mit einem Bruttolohn von 2.900 Euro

  • -bei einem Renteneintritt 2015 nach 28,3 Jahren
    -bei einem Renteneintritt 2025 nach 29,5 Jahren
    – bei einem Renteneintritt nach 31,6 Jahren.

Ein Geringverdiener, der nur etwa die Hälfte des Durchschnittseinkommens bezieht, hat deshalb kaum eine Chance auf eine Rente, die oberhalb der Grundsicherung liegt.

Er wird bei einem Lohn von 1.450 Euro

  • – bei einem Renteneintritt 2015 nach 56,7 Jahren
    – bei einem Renteneintritt 2025 nach 59,1 Jahren
    – bei einem Renteneintritt 2030 nach 63,2 Jahren
    eine Versorgung die beim Hartz-IV-Niveau liegt.

Generell kann man sagen, dass die tatsächliche Rente noch geringer ausfallen wird. Ab 2015 wurde die Pflegeversicherung erhöht, dabei sind die zu erwartenden Steigerungen der Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenkasse noch nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund, ist vorauszusehen, dass die Rente zukünftig noch weiter sinken wird.

Altersarmut nach Rentenbezug

Hat ein Arbeitnehmer mit einem Stundenlohn von 8,50 Euro 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt, so wird er auf das Hartz-IV-Niveau der Grundsicherung kommen. Studien zufolge ist die Rentenlücke groß. Als Grund für diese besorgniserregende Entwicklung wird die beschlossene Absenkung des Renten-Niveaus genannt, die vom Gesetzgeber erlassen wurde.

Wenn man bedenkt, dass nach einem Arbeitsleben von 29,6 Jahren eine Rente von 769 Euro bei einem Durchschnittsverdiener fällig wird, aber der Hartz-IV-Satz schon bei 690 Euro liegt, fragt sich so mancher, warum er sich krumm und buckelig arbeiten soll. 2016 wird der Regelsatz von Hartz-IV um weitere 5 Euro steigen. Wer also eine Rente in Höhe der Grundsicherung beziehen möchte, der muss mehr Jahre arbeiten und einzahlen.

Geringverdiener muss 63 Jahre für Hartz IV-Rente arbeiten

2025 wird die Bundesregierung ein Rentenniveau vor Steuern von 46 Prozent annehmen. Damit ein Arbeitnehmer das erreicht, muss er mit einem Durchschnittsverdienst 29,5 Beitragsjahre haben. Wer im Jahre 2030 in Rente gehen will, der muss wegen dem gesunkenen Rentenniveau von 43 Prozent, zwei Jahre länger arbeiten. Werden nur 80 Prozent eines Durchschnittslohnes (etwa 2.300 Euro) verdient, so muss der Arbeitnehmer 2030 schon 39,5 Jahre für die Rente in Grundsicherungshöhe arbeiten.

Besonders schlimm sind die Geringverdiener dran. So müssen Arbeitnehmer mit einem Einkommen von 60 Prozent des Durchschnittslohnes länger als 40 Jahre für die Hartz-IV-Rente arbeiten. Werden nur 1450 Euro verdient, was etwa dem halben Durchschnittslohn entspricht, der wird beim Renteneintritt im Jahre 2030 auf 63,2 Jahre lange Arbeitsjahre zurückblicken. Diese fast schon absurde Länge eines Arbeitslebens gibt Bedenken auf. Jahrzehntelange Beitragszahlungen um am Ende nur auf die Höhe der Grundsicherung als Rente zu kommen, könnten zu Akzeptanz und Legitimationsproblemen der gesetzlichen Rentenversicherung führen.

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