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Ob nach der Geburt eines Kindes oder für eine private oder berufliche Neuorientierung – es gibt zahlreiche Gründe, weshalb sich Erwerbstätige in Deutschland für die Arbeit in Teilzeit interessieren. Im Folgenden erfahren Sie grundlegend, was es bei dieser Entscheidung zu bedenken gilt und welche Folgen die Teilzeit in Gegenwart und Zukunft hat.

ÜBERSICHT

GRUNDLEGENDES ZUR TEILZEIT

  • – Wie funktioniert Teilzeit überhaupt?
  • – Wer hat Anspruch auf Teilzeit?
  • – Was sind die finanziellen Folgen?

WEITERE ASPEKTE DER TEILZEIT

  • – Form und Fristen beachten
  • – Auswirkung auf berufliche Eingliederung

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Grundlegendes zur Teilzeit

– Wie funktioniert Teilzeit überhaupt?

Als Teilzeit wird grundsätzlich jedes volle Arbeitsverhältnis bezeichnet, dass einen reduzierten Stundensatz umfasst und beispielsweise einer klassischen Halbtagsanstellung entspricht. In den meisten Fällen liegt die wöchentliche Arbeitszeit zwischen 15 und 20 Stunden. Besonders häufig wird die Teilzeit nach der Geburt eines Kindes genutzt, um einen erneuten Einstieg ins Berufsleben zu finden und sich parallel adäquat um das Kleinkind kümmern zu können.

– Wer hat Anspruch auf Teilzeit?

Grundsätzlich steht jedem festangestellten Arbeitnehmer der Modus Teilzeit offen, sofern er in einem Betrieb mit mehr als 15 Personen arbeitet und bei diesem länger als sechs Monate beschäftigt ist. Dem Arbeitnehmer steht die Ablehnung eines entsprechenden Antrags offen, muss dies aber klar anhand von betrieblichen Umständen begründen.

– Was sind die finanziellen Folgen?

Mit Einwilligung in die Teilzeit reduziert sich der Gehaltsbezug anteilig zur Anzahl der Wochenstunden, die der Arbeitnehmer ableistet. Dies macht ein Abwägen des angemessenen Zeitaufwandes notwendig. So wird es in vielen Haushalten zur finanziellen Herausforderung, auf die Hälfte des bisherigen Monatseinkommen zu verzichten. Wird deshalb die Arbeitszeit nur um wenige Stunden reduziert, ist der gewünschte Erholungs- und Zeiteffekt stark reduziert.

Weitere Aspekte der Teilzeit

– Form und Fristen beachten

Der Antrag auf Teilzeit ist stets schriftlich beim Arbeitgeber einzureichen, was mindestens drei Monate vor dem gewünschten Einstiegstermin in die Teilzeit zu erfolgen hat. Der Arbeitgeber muss nicht unmittelbar über die Gewähr des Antrags entscheiden, für ihn gilt die Frist bis zu einem Monat vor dem genannten Termin. Hierdurch hat er die Möglichkeit, betriebliche Ablehnungsgründe kurzfristig besser einzuschätzen und den Antrag beispielsweise aufgrund dringend benötigter Kapazitäten im Produktionsablauf abzulehnen.

– Auswirkung auf berufliche Eingliederung

Vielen Interessenten an der Teilzeit ist nicht bewusst, dass sie kein automatisches Anrecht auf die Rückkehr in eine Vollzeitanstellung in ihrem Betrieb haben. Je nach Branche und Arbeitsmarktlage ist somit genau zu überlegen, ob die Reduktion der Arbeitszeit langfristig gesehen die richtige Wahl darstellt. Bei einer vertraglichen Einigung mit dem Arbeitgeber über die Teilzeit lässt sich allerdings niederschreiben, dass diese befristet gewährt wird und nach Ablauf der genannten Zeitspanne die Vollzeitanstellung wieder eintritt.

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