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Umlage 1 und Umlage 2 werden zum September erhöht

Die Minijob-Zentrale hat mit sofortiger Wirkung zum 1. September 2015 eine neue Regelung für Umlage 1 und Umlage 2 festgelegt, welche durch die Arbeitgeber ausnahmslos einzuhalten ist.

Die U1 und U2 werden in den Sätzen zur Arbeitgeberversicherung angepasst, die Erstattungsleistungen bleiben jedoch unverändert. Arbeitgeber, die im eigenen Betrieb Minijobber unterhalten, sollten die Änderungen unmittelbar berücksichtigen. Für Nachfragen steht unter anderem die Minijob-Zentrale offen.

Mit sofortiger Wirkung gültig

Die ab dem 1. September 2015 in Kraft getretenen Änderung müssen bereits im laufenden Jahr und auch im Abrechnungsmonat September berücksichtigt werden – eine Aufschiebung auf den nächsten Monat oder eine Überbrückungsphase sind nicht angedacht und daher auch nicht zulässig. Die Änderungen für die U1 und U2 sind bereits bei der Zahlung und bei den Beitragsnachweisen anzupassen.

Die Änderungen gliedern sich in übersichtlicher Form wie folgt:

  • Umlage 1 (U1): von bisher 0,7 Prozent auf 1,00 Prozent des Bruttolohns der Mini-Jobber
  • Umlage 2 (U2): von bisher 0,24 Prozent auf 0,30 Prozent des Bruttolohns der Mini-Jobber

Die Leistungen für Erstattungen bleiben hingegen auf den bisherigen 80 Prozent für die U1 und den 100 Prozent für die U2 fixiert und werden nicht verändert. Sie berechnen sich weiter am fortgezahlten Bruttolohns ohne Einmalbezüge.

Warum sind Zahlungen von U1 und U2 notwendig?

Mini-Jobber werden durch den Arbeitgeber mit einem pauschalen Betrag für die Renten- und Krankenversicherung abgedeckt. Weitere Sicherungen erfolgen anhand der festgelegten Umlagen 1 und 2, welche unter anderem im Falle einer Mutterschaft, der Insolvenz des Betriebs oder bei Krankheit schützen, sichern und gegenfinanzieren sollen. Die notwendigen Umlagen werden gesetzlich in zwei verfügbare Variationen (U1 und U2) gesplittet.

Solange die Mitarbeiteranzahl die Marke von 30 nicht überschreitet, werden die Umlagen durch eine Art Versicherung für gesetzliche Lohnfortzahlungsansprüche, Mutterschaft und Krankheit im Ausgleichsverfahren eingesetzt.

Definition der U1

In der Umlage 1 erhalten Mini-Jobber auch im Krankheitsfall einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, ähnlich wie der typische Arbeitnehmer. Dieser Fall deckt bis zu sechs Wochen ab. Die U1 betrifft daher auch den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen bei einer Krankheit oder einer Kurmaßnahme.

Definition der U2

Für Mutterschaftsaufwendungen wird die Umlage 2 abgeführt. Diese Aufwendungen werden nach dem Mutterschutzgesetz für Arbeitgeber womöglich notwendig, auch wenn die Beschäftigte nicht aktiv arbeiten kann oder nicht die Erlaubnis hierfür besitzt.

Die U2 bezieht sich also auf den fortgezahlten Arbeitslohn für die komplette Dauer des Beschäftigungsverbotes, aber auch für den Zuschuss durch den Arbeitgeber zum Mutterschaftsgeld, welcher während der Schutzfrist und der Entbindung notwendig wird.

Die Änderungen an der U1 und U2 sollten mit dem Steuerberater abgesprochen werden.

Bildquelle: © grgroup – Fotolia.com

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