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Am 1. Januar 2012 hatte die Bundesregierung ihr Vorhaben „Rente mit 67“ auf Kurs gebracht. 2016 sollen nun weitere Schritte folgen.

Ungekürzte Rente mit 65 Jahren und 5 Monaten

Aufgrund steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenrate in Deutschland hat die Bundesregierung das Renteneintrittsalter auf das 67.Lebensjahr angehoben. Ziel ist es, das Missverhältnis von Beitragszahlern und Rentenempfängern nachhaltig auszugleichen, um eine generationengerechte Alterssicherung zu gewährleisten. Daher steigt von 2016 das Renteneinstiegsalter auf 65 Jahre und 5 Monate an. Die Altersrente wird dann ohne Abschläge ausgezahlt. Streng genommen bezieht sich diese Regelung nicht explizit auf das Jahr 2016, sondern erfasst hauptsächlich den Geburtsjahrgang 1951.

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Abschlagsfreie Rente schon nach 45-jähriger Wartezeit

Rentenversicherte Personen, die auf eine Wartezeit von 45 Jahren kommen, können allerdings seit Juli 2014 schon vorher in Rente gehen. Voraussetzung dafür ist, dass eine ungekürzte Altersrente für besonders langjährig Versicherte beantragt wird. Somit kann ein Rentenanwärter mit Jahrgang 1953, der 2016 sein 63 Lebensjahr erreicht, erst zwei Monate später den Antrag auf abschlagsfreie Rente stellen. Auch für alle folgenden Jahrgänge verlängert sich der ungekürzte Rentenzugang schrittweise um zwei Monate. Ab dem Geburtsjahr 1964 findet wieder die 65-Jahres-Regelung Anwendung.

Altersrente nach 35 Versicherungsjahren

Es ist durchaus möglich schon nach 35 Versicherungsjahren in Rente zu gehen. Allerdings wird dann die Rente erheblich gekürzt. So kann der Jahrgang 1953, der 2016 seinen Geburtstag feiert, bereits mit 63 Jahren seine Rente für langjährige Versicherte beziehen, muss dann aber eine Kürzung von 9,3 Prozent akzeptieren. Dabei ist zu beachten, dass derjenige, der mit 63 als langjähriger Versicherter in Rente gehen will, nicht schon mit dem 63. Geburtstag den Antrag stellen muss. Vielmehr ist das auch noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Je länger mit dem Rentenantrag gewartet wird, desto geringer sind die jeweiligen Abschläge. Die Abschläge erhöhen sich mit jedem folgenden Jahrgang. Ab 2024 liegt der Abschlag bei höchstens 14,4 Prozent.

Änderungen auch für Schwerbehindertenrente

Auch bei der Schwerbehindertenrente ändert sich 2016 etwas. Während früher eine Rente mit 60 Jahren zumindest mit entsprechenden Abzügen möglich war, ist das ab 2016 nicht mehr der Fall. So liegt die Altersrente für den Jahrgang 1953 jetzt bei 63 Jahren und 7 Monaten, allerdings abschlagsfrei. Wer dennoch mit 60 Jahren seine Rente beziehen will, muss mit Abschlägen von bis zu 10,8 Prozent rechnen.

Schrittweise Anhebung des Rentenalters für Erwerbsgeminderte

Die schrittweise Anhebung des Rentenalters trifft auch die neu Erwerbsgeminderten. Darunter sind laut Gesetz (§43 Sozialgesetzbuch SGB) die Personen zu verstehen, die aufgrund von Krankheit beziehungsweise einer Behinderung nicht imstande sind, drei Stunden am Tag zu arbeiten. Hier ist eine Erwerbsminderungsrente nur nach 63 Jahren und 10 Monaten möglich. Eine abschlagsfreie Rente wird somit erst mit knapp 64 Lebensjahren gezahlt. Wer dennoch mit 60 Jahren und 10 Monaten seine Erwerbsminderungsrente bekommen will, muss einen Abschlag von maximal 10,8 Prozent mit einkalkulieren.

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