GesundheitNews am

Die Zuckerkrankheit Diabetes ist sehr weit verbreitet. VIele Betroffene wissen leider nicht, dass diese Erkrankung auch die Nerven schädigen kann, wodurch Organe und Muskeln mit der Zeit kraftlos werden. Bemerkbar machen sich diese Schädigungen zunächst durch wenige Beschwerden, die viele gar nicht richtig wahrnehmen oder falsch einordnen. Doch woran erkennen Diabetiker Schädigungen an den Nerven? Und können diese vorgebeugt werden?

Wie machen sich Nervenschäden durch Diabetes bemerkbar?

Bei den ersten Beschwerden handelt es sich meist um Schwindel beim Aufstehen oder Appetitlosigkeit. Einige Betroffene müssen weniger Urin ablassen als sonst und andere bekommen auf einmal Schweißfüße. Das tückische an diesen Symptomen ist, dass sie zunächst als harmlos eingestuft werden. Hinzu kommt, dass jeder Erkrankte von anderen Symptomen betroffen sein kann. Trotzdem können diese ersten Symptome einen Hinweis darauf geben, dass Nerven durch Diabetes bereits geschädigt wurden. Bezeichnet wird diese Erkrankung auch als diabetische Polyneuropathie. Nicht zu unterschätzen sind die Folgeschäden, die durch diese Krankheit verursacht werden können.

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

 

Wie entstehen diese Nervenschäden?

Grundsätzlich wird durch die Erkrankung die Steuerungsfunktion der Nerven stark eingeschränkt. Wie das genau vonstatten geht, konnte bislang nicht komplett geklärt werden. Vermutet wird jedoch, dass der erhöhte Blutzucker daran Schuld ist. Dieser sorgt auch dafür, dass die kleinen Blutgefäße zerstört werden über diese die Nerven ernährt werden. Dadurch ist keine ausreichende Versorgung der Nerven mehr gewährleistet. Die Schädigung der Nerven tritt oftmals schon ein, wenn die Diabetes noch gar nicht erkannt wurde. Bei der Diagnose vom Diabetes Typ 1 und 2 sind in der Regel schon viele Nerven davon betroffen, insbesondere die im Magen, Herz und den Unterschenkeln.

Wie kann die Schädigung der Nerven vorgebeugt werden?

Damit diese Schäden erst gar nicht entstehen, ist es in erster Linie wichtig, dass der Langzeitblutzucker gut eingestellt ist. Erhöht wird das Risiko diese Nervenschäden zu entwickeln auch durch eine ungesunde Lebensweise. Dazu gehören ein verstärkter Konsum von Alkohol, Nikotin und ein erhöhter Cholesterinspiegel. Auch wenn die Blutzuckersenkung zu rasch erfolgt und zwar um mehr als 2 Prozent innerhalb von drei Monaten, kann dies Nervenschäden begünstigen. Alles in allem ist es wichtig, dass Betroffene regelmäßige Kontrollen beim Arzt durchführen lassen, so dass Folgeschäden erst gar nicht entstehen können.

Welche Begleiterscheinungen treten auf?

Die typischen Folgen von Nervenschäden, verursacht durch Diabetes, sind Missempfindungen. Betroffene klagen meist darüber, dass sie ihre Haut pelzig und taub anfühlt und dass sie das Gefühl haben, dass Ameisen darüber laufen. Manchmal kommt es auch zu brennenden und stechenden Schmerzen in den Füßen und Händen. Diese Beschwerden verstärken sich in der Regel wenn der Betroffene zur Ruhe kommt, so auch im Schlaf. Viele entwickeln daher Schlafstörungen. Oftmals sind nicht nur die Empfindungsnerven der Haut geschädigt, wodurch diese Beschwerden auftreten, sondern auch die Nerven, die unsere Muskeln steuern. Ist dies der Fall verkümmern die Muskeln, beispielsweise in den Füßen, wodurch Fehlstellungen entstehen. Dadurch wird der Gang langsamer und breitbeinig.

Die häufigste Begleiterscheinung bei Neuropathie

Zu der häufigsten Folgeerkrankung gehört bei der Neuropathie die Gefühllosigkeit in den Fußnerven. Das führt wiederum dazu, dass kleine Verletzungen an den Füßen erst gar nicht erkannt werden, so dass unbemerkt Geschwüre entstehen können. Und bei Diabetes besteht schon von Haus aus das Problem, dass Wunden aufgrund von Durchblutungsstörungen schlechter abheilen und sich schneller mit Keimen infizieren. Werden die Wunden an den Füßen nicht früh genug erkannt, kann das im schlimmsten Fall zu einer Amputation führen. Verhindert werden kann dies durch eine umfangreiche Fußpflege und eine regelmäßige Kontrolle der Füße, ob eventuelle Veränderungen in Form von Hautverletzungen, Druckstellen oder ähnliches vorhanden sind.

4 Bewertungen
5.00 / 55 4