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In den Köpfen vieler Menschen halten sie sich hartnäckig. Sie sind immer wieder Gesprächsthema und schaffen es sogar regelmäßig in die Medien: vermeintliche Wahrheiten über gute und schlechte Lebensmittel oder bestimmte Ernährungsgewohnheiten. Dabei sind viele gar nicht bewiesen, einige sogar eindeutig widerlegt. Wir haben heute acht der größten Ernährungsirrtümer auf den Prüfstand gestellt. Hier die Ergebnisse:

Übersicht:

  • 1. Kartoffeln sind wahre Dickmacher
  • 2. Light-Produkte sind praktisch kalorienfrei
  • 3. Margarine ist gesünder als Butter
  • 4. Der Verzehr von Eiern treibt den Cholesterinspiegel nach oben
  • 5. Rohes Gemüse ist grundsätzlich gesünder
  • 6. Kaffee entzieht dem Körper Wasser
  • 7. Fruchtzucker und Honig sind gesund
  • 8. Abends essen mach dick

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1. Kartoffeln sind wahre Dickmacher

Falsch! In erster Linie sättigen Kartoffeln sehr gut. Darüber hinaus enthalten sie jede Menge Vitamin C, Kalium, Eiweiß und verdauungsfördernde Ballaststoffe. 100 g Pellkartoffeln enthalten gerade einmal 70 kcal. Das Gerücht, dass Kartoffeln dick machen, hält sich wahrscheinlich deshalb so hartnäckig, weil Kroketten, Fritten und Bratkartoffeln aufgrund ihres hohen Fettanteils echte Kalorienbomben sind.

2. Light-Produkte sind praktisch kalorienfrei

Falsch! Obwohl sich durch den Verzehr von Light-Produkten möglicherweise einige Kalorien einsparen lassen, sollten Sie beim Kauf unbedingt einen Blick auf die Nährwertangaben werfen. Häufig kompensieren die Hersteller nämlich ein Weniger an Fett durch mehr Zucker oder umgekehrt. Außerdem enthalten viele kalorienreduzierte Lebensmittel große Mengen an künstlichen Zusatzstoffen, wie beispielsweise Geschmacksverstärkern.

3. Margarine ist gesünder als Butter

Falsch! Bezüglich aufgenommener Kalorienmenge je 100 Gramm gibt es zwischen Butter und Margarine keinen Unterschied. Dafür ist Butter ein Naturprodukt, welches wertvolle Vitamine enthält und in Maßen genossen, von allen Menschen sehr gut vertragen wird. Margarine wird hingegen synthetisch, teilweise aus Hartfetten hergestellt. Falls Sie Ihrem Körper etwas besonders Gutes tun möchten, sollten Sie so oft es geht, auf hochwertige Öle, wie Oliven- oder Walnussöl ausweichen und sich ansonsten nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

4. Der Verzehr von Eiern treibt den Cholesterinspiegel nach oben

Falsch! Es gibt keine wissenschaftlichen Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Eiern und dem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut beweisen. Es stimmt zwar, dass in Eiern eine größere Menge dieser Substanz enthalten ist, allerdings wirkt sich die Zufuhr von körperfremdem Cholesterin nicht unmittelbar auf den Blutcholesterinspiegel aus. Menschen, die unter einem erhöhten Cholesterinwert leiden, sollten das unbedingt mit ihrem Arzt besprechen.

5. Rohes Gemüse ist grundsätzlich gesünder

Falsch! Diese Aussage lässt sich nicht verallgemeinern. Es gibt nämlich eine Reihe Nährstoffe, die der menschliche Körper nur verwerten kann, wenn das Gemüse zuvor gegart wurde. Beispiele hierfür sind das in Karotten enthaltene Beta-Carotin und das Lycopin in Tomaten. Manche Menschen bekommen beim Verzehr von rohem Gemüse sogar massive Verdauungsbeschwerden, wie Blähungen.

6. Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Falsch! Diese Behauptung ist längst wissenschaftlich widerlegt. Fakt ist, dass Kaffee harntreibend ist. Die meisten Menschen scheiden Kaffee schneller aus als andere Getränke. Bezüglich der durchschnittlich über den Tag ausgeschiedenen Menge ist es jedoch egal, ob Sie Kaffee, Tee oder Wasser trinken.

7. Im Gegensatz zu Kristallzucker sind Fruchtzucker und Honig gesund

Falsch! Fruchtzucker und Honig sind zwar Naturprodukte, sie haben jedoch genauso viele Kalorien und fördern Karies ebenso wie weißer Haushaltszucker. Die im Honig enthaltenen Spuren an Vitaminen sind demgegenüber vernachlässigbar. Fruktose wird von manchen Menschen schlecht vertragen. Bei manchen verursacht schon ein Glas Apfelsaft Verdauungsprobleme.

8. Abends essen macht dick

Falsch! Nicht der Zeitpunkt entscheidet darüber, ob sich die Mahlzeit auf den Hüften niederschlägt, sondern die Menge, die Sie über den Tag verteilt zu sich nehmen. Das belegen nicht nur zahlreiche Studien, sondern auch die Millionen schlanken Menschen in südlichen Ländern, für die üppige Mahlzeiten am Abend zum ganz normalen Lebensalltag gehören.

Bildquelle: © Barbara Pheby – Fotolia.com

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