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In Zeiten einer permanenten Krise um Griechenland und den Euro denkt so mancher gern an die gute alte Zeit zurück, als es noch die D-Mark gab. Die Supermarktkette Kaufland knüpft nun mit einer Sonderaktion geschickt an diese Nostalgiegefühle an.

Im Januar mit der D-Mark bezahlen

In allen Filialen von Kaufland haben Kunden im Januar die Möglichkeit, mit der ehemaligen deutschen Währung zu bezahlen. Der Zeitraum ist begrenzt vom 4. Januar bis zum 30. Januar 2016.

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immer noch sehr viel altes Geld nicht getauscht

Laut Angaben der Bundesbank ist immer noch altes Geld im Wert von 13 Milliarden D-Mark nicht umgetauscht worden. Ein Grund kann in Erinnerungszwecken liegen, sodass einige alte Münzen und Scheine noch bewusst aufbewahrt werden. Einige alte Schätze treten aber auch erst zu Tage, wenn im Zuge von Renovierungen oder Haushaltsauflösungen noch alte Bestände an D-Mark gefunden werden.

großer Erfolg der Aktion

Vor dem Hintergrund, dass so viel Altgeld noch nicht getauscht wurde, ist der große Erfolg der Aktion nicht verwunderlich, lädt er doch viele noch-D-Mark-Besitzer nun zum Ausgeben der alten Sammlung ein.

Schon in den ersten Aktionstagen nahmen einige Filialen mehr als 1.000 D-Mark ein. Die Palette reichte dabei von 100-Mark-Scheinen bis zu Markstücken und Pfennigen.

Kaufland (wie prinzipiell jeder andere Händler) kann solch eine Aktion durchführen, weil der Umtausch der D-Mark bei der Bundesbank immer noch möglich ist und es dafür auch keine zeitliche Begrenzung gibt. Auch Privatpersonen können dort nach wie vor Bestände ihrer D-Mark in Euro umtauschen.

Die Psychologie spielt immer mit

Der Erfolg der Aktion zeigt, dass es von Kaufland eine geschickte Marketing-Strategie war, gezielt die vorhandenen Nostalgiegefühle vieler Kunden anzusprechen. So wurde zunächst ein Überraschungseffekt bei allen erzielt, die besonders mit der D-Mark verbunden sind.

Dazu zählen die heute etwa 55- bis 60-Jährigen, die in der Nachkriegszeit mit der D-Mark aufgewachsen sind und daher die stärkste Bindung zur alten Währung haben. Auch diejenigen, die nur 10 oder 20 Jahre mit ihr bezahlt haben, sind jedoch eine relevante Zielgruppe, die statistisch einen Großteil der Bevölkerung abdeckt.

Hinzu kommen noch alle, die aufgrund der aktuellen krisenhaften Entwicklung um den Euro und ganz besonders die Krise um Griechenland der neuen europäischen Gemeinschaftswährung skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen.

Kaufland hat es somit geschafft, die Emotionen der Kunden anzusprechen. Für den Gewinn ist das sogar noch förderlich, denn durch die Freude am Umgang mit der vertrauten D-Mark haben einige sicherlich mehr gekauft als unbedingt benötigt wurde.

Einbindung in ein besonderes Werbekonzept

Kaufland hat die Nostalgiegefühle nicht nur mit der D-Mark gezielt angesprochen, sondern auch mit einem damit verbundenen Werbekonzept. Einige Produkte werden im Aktionszeitraum im Retrodesign angeboten und es wird zudem mit Werbesprüchen auf Produkte aufmerksam gemacht, wie es vor 50 Jahren der Fall war, z.B.: „Auch die Frau von Welt achtet auf ihr Haushaltsgeld“ oder „Die kluge Hausfrau greift auch ohne Not zum Sonderangebot“.

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