Hartz 4News am

Übersicht:

  • – Hartz IV Empfänger
    – steigende Stromkosten
    – aus dem Regelsatz zu bezahlen
    – Der Regelsatz muss erhöht werden
    – bei Nichtbezahlen droht Stromabstellung

Hartz IV Regelsatz reicht nicht für die Begleichung der Stromrechnung

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Für ein sorgenfreies Leben ist der Hartz IV Regelsatz nicht gedacht. Bedürftige sollen dazu noch ihre Stromrechnung davon bezahlen.
Laut Studie des Wirtschaftsinstituts fehlen einem Hartz IV Empfänger monatlich bis zu 19 Euro für die Begleichung der Stromrechnung. Wer nicht auf seinen Stromkosten sitzen bleiben möchte, der muss an der Kleidung einsparen. Auch Daten der Caritas bestätigen diesen Fehlbetrag. Demnach wie groß ein Haushalt ist, fehlt Hartz IV Empfängern monatlich fünf bis elf Euro im Monatseinkommen für die Stromrechnung. Diese Beträge werden nicht vom Regelsatz abgedeckt. Die Lücke ist noch größer, wenn ein Haushalt sein warmes Wasser über einen Boiler bezieht. Für diesen Fall fehlen ganze 19 Euro monatlich gegenüber den Pauschalen für warmes Wasser.

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Bringt eine Neuberechnung mehr Euros in die Kasse?

Es darf nicht sein, dass Familien und Alleinstehende, die vom Regelsatz leben müssen, ihre Stromkosten so finanzieren müssen, dass am Essen oder an der Kleidung gespart werden muss. Tritt der schlimmste Fall ein, sitzen diese Menschen im Dunkeln, wenn sie die Rechnung nicht begleichen können und ihnen der Strom abgestellt wird. Jetzt wird eine Neuberechnung des Stromanteils in den Leistungen gefordert, der sich speziell an der tatsächlichen Lage eines Menschen orientiert. Zudem müssten die Pauschalen für eine dezentrale Warmwasseraufbereitung erhöht werden.

Der Regelbetrag deckt die Kosten nicht ab

Wie jeder Hartz IV Empfänger weiß, müssen die Miete und die Heizkosten aus dem Leistungsbetrag gedeckt werden. Dabei richtet sich der Bedarf nach der Personenzahl und dem Alter der Kinder. Wie in den Medien berichtet, werden die Hartz IV Sätze zum Jahresbeginn angepasst. Wenn man bedenkt, dass eine alleinstehende Person monatlich 43 Euro für Strom in der Grundversorgung bezahlen muss, dahingehend steht aber, dass für Wohnen, Energie und Strom nur etwa 33 Euro auszugeben sind. Die Differenz muss also beim Essen oder der Kleidung eingespart werden, was beim „hochangelegten“ Regelsatz fast nicht zu bewältigen ist. Diese Analyse zeigt sogar, dass der Strompreis in den ostdeutschen Bundesländern durchschnittlich knapp vier Prozent höher als im Westen angelegt ist.

Mit geringer Bonität kann nicht zu einem günstigen Versorger gewechselt werden!

Für die Verbraucher mit einer schwachen Bonität, ist es deshalb nicht möglich, aus der Grundversorgung zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln und dadurch Stromkosten einzusparen. Nach einer Überprüfung der Bonität lehnen die meisten Anbieter ab und der Hartz IV Empfänger muss in seinem teuren Grundversorgungstarif bleiben.

Steigende Stromkosten

Wie schon angekündigt, steigen die Strompreise im nächsten Jahr wieder an. In den Regelsätzen wurde das aber nicht berücksichtigt. Der Regelsatz wird ja nur alle fünf Jahre neu berechnet unter Berücksichtigung der Preise und der Löhne. Aber die Stromkosten für den privaten Haushalt sind stark gestiegen, von 23 Cent auf knapp 30 Cent im Jahre 2014. Die Folge davon ist, dass Arbeitslosengeld-Empfänger II auf Geld zurückgreifen müssen, was für Essen und Kleidung oder andere Bedürflichkeiten gedacht war. Wenn der schlimmste Fall eintritt, kann die Stromrechnung nicht bezahlt werden und der Strom wird abgestellt. Was das für eine Familie mit kleinen Kindern bedeutet, kann sich jeder selbst ausdenken. Deshalb sollte eine Neuberechnung hinsichtlich der Stromkosten unbedingt erfolgen.

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