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In einem Jobcenter in Hessen hat sich am Mittwoch, den 18. November ein Mann angezündet. Er wurde daraufhin mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus abtransportiert und schwebt seitdem in Lebensgefahr. Neben seinen schmerzhaften Verletzungen kommt auf ihn nun auch noch ein Haftbefehl zu.

Übersicht:

  • – Die Fakten
    – Die Ursachen
    – Haftbefehl und Ermittlungen

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Die Fakten

Am Mittwoch, den 18. November hat sich ein 32 Jahre alter Mann im hessischen Mörlenbach in einem Jobcenter angezündet. Laut Augenzeugenberichten befand sich er Mann zunächst im Wartezimmer des Jobcenters, in dem er sich schließlich mit einem Brandbeschleuniger übergossen hat. Daraufhin betrat er den Raum eines Sachbearbeiters und zündete sich vor seinen Augen selbst an. Zwei Mitarbeiter des Jobcenters eilten sofort herbei und halfen dabei, den entzündeten Mann zu löschen.

Der 32-jährige Mann erlitt schwerste Brandverletzungen und wurde sofort mit einem Rettungshubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus befördert. Dort schwebte der Mann lange Zeit in Lebensgefahr. Über seinen genauen und aktuellen Gesundheitszustand geben die Behörden derzeit keine weiteren Auskünfte. Auch eine Mitarbeiterin des Jobcenters erlitt leichte Brandverletzungen und wurde behandelt.

Sie schwebte allerdings nie in Lebensgefahr, da die Verletzungen glücklicherweise nicht so schlimm waren. Wären die Mitarbeiter des Jobcenters nicht so schnell am Ort des Geschehens eingetroffen und hätten den Mann nicht so schnell wieder löschen können, wäre der 32-jährige Mann vermutlich nicht mehr am Leben.

Die Ursachen

Über die Ursachen dieser Aktion kann derzeit nur spekuliert werden. Bekannt ist, dass der Mann seit Jahren zu den Hartz IV Empfängern zu zählen ist und an diesem Tag eigentlich gar keinen Termin gehabt hat. Weitere Aussagen lassen die Vermutung zu, dass der Mann bereits auffällig geworden war und unter alkoholisiertem Zustand im Jobcenter randaliert hat. Dennoch sollte auch über die Ursachen dieser Tat gesprochen werden, denn kein Mensch hat von Natur aus das Bedürfnis, sich selbst in Brand zu stecken und sich diesen höllischen Schmerzen auszusetzen.

Es wird daher von einer Verzweiflungstat gesprochen, auch wenn dieser Schluss auf Grund fehlenden Informationen natürlich mit Vorsicht zu genießen ist. Es kommt in Jobcentern und bei der Agentur für Arbeit immer häufiger zu Randalen und entsprechenden Aktionen, da vor allem die Bezieher von Hartz IV in ihrem Leben oft keine Perspektive mehr sehen.

Sie fühlen sich missverstanden, zu wenig unterstützt und sehen keinen Ausweg mehr aus ihrer derzeitigen Situation. In den einschlägigen Medien war dieser Vorfall auch nur eine Randnotiz wert, obwohl sich damit die Möglichkeit ergeben hätte, auf die Suche nach den Ursachen zu gehen und eine öffentliche Diskussion anzustreben.

Haftbefehl und Ermittlungen

Neben den schweren Verletzungen kommen auf den Hartz IV Bezieher noch weitere Konsequenzen zu. Wie berichtet wurde, haben die Behörden einen Haftbefehl gegen den Mann ausgesprochen, da er mit der Selbstentzündung andere Menschen in der Nähe gefährdet haben soll. Die derzeit laufenden Ermittlungen werden zeigen, inwieweit der Mann dafür zu belangen ist.

Es wirkt auf jeden Fall etwas absurd, dass gegen den verzweifelten Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt in akuter Lebensgefahr befand, parallel gleich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und ein Haftbefehl ausgesprochen wurde. Der Arbeitslose hat sich selbst angezündet und nicht aktiv die anwesenden Mitarbeiter des Jobcenters angegriffen. Es ist zu hoffen, dass der Mann sich von seinen schweren Verletzungen gut erholt und in seinem Leben wieder Freude empfinden kann.

Bildquelle: © chalabala – Fotolia.com

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