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Lediglich eine kleine Minderheit von Hartz-IV-Empfängern gehört gleichzeitig zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Eine Aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergab, dass sowohl Hartz IV sowie die Langzeitarbeitslosigkeit gleichzusetzen sind.

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Übersicht

Hartz IV nicht gleich Langzeitarbeitslos

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Berufsaussichten sind eher ungünstig

  • Ungünstige Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Forschungsergebnisse

  • Aktuelle Studie des IAB gibt Aufschluss

Hartz IV nicht gleich Langzeitarbeitslos

Nur jeder Vierte ist langzeitarbeitslos

Nur jede vierte Person unter den Langzeitarbeitslosen bezieht gleichzeitig Hartz IV. Die sogenannten Langzeitbezieher haben zum Beispiel die Möglichkeit, erwerbstätig zu sein und dabei Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen. Andere sind wiederum tauchen nicht als arbeitslos auf, da sie dem Arbeitsmarkt beispielsweise wegen Krankheit oder der Versorgung ihrer Kinder und/oder von pflegebedürftigen Familienmitgliedern nicht zur Verfügung stehen. All jene, die weniger als ein Jahr arbeitslos sind, waren etwa in einem vorhergegangenen Zeitraum auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen, um das Einkommen aufzustocken.

90 Prozent beziehen Harz IV

Nur ein Bruchteil der Hartz-IV-Empfänger finden sich im Status der Langzeitarbeitslosigkeit wider. Umgekehrt beziehen rund 90 Prozent der registrierten Langzeitarbeitslosen Hartz IV. Die verbliebenen zehn Prozent können Ansprüche auf Arbeitslosengeld geltend machen, das sie das 50. Lebensjahr überschritten haben und länger als 12 Monate Arbeitslosengeld beziehen können. Andere besitzen keinen Anspruch auf Hartz IV, weil der Lebenspartner einen guten Verdienst hat oder das private Vermögen über der festgelegten Freigrenze liegt.

Berufsaussichten sind eher ungünstig

Ungünstige Entwicklungen am Arbeitsmarkt

Die IAB-Studie ergab außerdem, dass sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen seit 2010 bei rund einer Million eingependelt hat. Vor diesem Hintergrund ist etwa jede dritte Arbeitslose Person mindestens zwölf Monate arbeitslos. Die Auswertungen ergaben darüber hinaus, dass die Chancen am Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose eher ungünstig ausfallen. Während im Jahr 2010 47 Prozent keinen Berufsabschluss vorzuweisen hatten, ist dieser Wert im Verlauf der letzten fünf Jahre um rund vier Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der über 55-Jährigen von 21 Prozent auf 26 Prozent an.

Forschungsergebnisse

Aktuelle Studie des IAB gibt Aufschluss

In Summe beziehen circa 6,1 Millionen Menschen Hartz IV. 1,7 Millionen Menschen darunter sind nicht „erwerbsfähige Leistungsberechtigte“. Unter 4,4 Millionen „erwerbsfähige Leistungsberechtigten“ befinden sich 3,1 Millionen Langzeitarbeitslose, die in den vergangenen zwei Jahren mindestens 21 Monate Hartz IV bezogen haben. Die Studie des IAB zeigt sehr deutlich, dass die Langzeitarbeitslosigkeit keinesfalls mit Hartz IV gleichzusetzen ist und Unterscheidungen an dieser Stelle für weitere Planungen von Seiten der Wirtschaft sowie der Politik zwingend erforderlich sind.

Bildquelle: © TonyRecena – Fotolia.com

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