Hartz 4News am

Übersicht:

  • – Hartz IV Regelsatz
    – angemessener Wohnraum
    – keine Möglichkeit einen angemessenen Wohnraum zu erhalten
    – Wohnung in einem anderen Stadtteil zumutbar
    – öffentlich geförderter Wohnraum
    – Zwang zum Umzug

Wohnungskosten übernimmt das Amt

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

Die Miete zu einer angemessenen Wohnung ist Teil des Arbeitslosengeldes 2. Der Empfänger von Hartz IV, der vom Jobcenter die Miete für seine Wohnung überwiesen bekommt, muss diese an den jeweiligen Vermieter weiterleiten. Es kann aber auch direkt vom Amt die Miete an den Vermieter gezahlt werden, wenn eine zweckentsprechende Verwendung durch den Hartz IV Empfänger nicht gegeben ist.

Was ist eine angemessene Miete?

Es sind die örtlichen Gegebenheiten, die die Angemessenheit einer Miete ergibt. Eine einheitliche Antwort, wann eine Miete angemessen erscheint, kann nicht gegeben werden, da die Mieten in Deutschland sehr unterschiedlich sind. Die demografische Lage spielt eine entscheidende Rolle. So zahlt man in München die doppelte Miete wie beispielsweise im Ruhrgebiet. Dabei haben Hartz IV Empfänger nicht nur einen Anspruch auf Regelleistungen, das Geld das zum Leben gebraucht wird, sondern er hat auch Anspruch auf die Übernahme der Kosten einer Wohnung.

Aber da hat die Bundesagentur für Arbeit wahrscheinlich eigene Gesetze, denn die Miete und auch die Nebenkosten werden für eine unangemessene Wohnung nur solange übernommen, den ein Mieter benötigt, die Kosten für Wohnung und Heizung zu senken. Als Höchstgrenze werden dabei 6 Monate festgesetzt. Was heißt das jetzt konkret?

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Untervermieten um eine Wohnung bezahlbar zu machen?

Der Leistungsbezieher ist aufzufordern, die Mehrkosten für eine unangemessene Wohnung zu senken. Das bleibt dem Hartz IV Empfänger selbst überlassen, wie er diese Aufforderung befolgt. So können beispielsweise Teile der Wohnung unvermietet werden, bei den Nebenkosten kann die Heizung öfter heruntergedreht werden (sollte es sich um die Heizkosten handeln). Letztendlich kann er sich eine andere und günstigere Wohnung suchen.

Wenn es nicht möglich ist die Kosten zu senken

Hat der Wohnungsmarkt aber keine bezahlbaren Wohnungen als Alternativen zu bieten, so muss der Hartz IV Bezieher dies dem Jobcenter nachweisen. Es kann verlangt werden, dass sich die Wohnung in einem Stadtteil befindet und zudem kann öffentlich geförderter Wohnraum in die Suche mit einbezogen werden. Für den letztgenannten Wohnraum wird ein Wohnberechtigungsschein verlangt, den sich der Leistungsempfänger besorgen muss.

Unzumutbar wenn die Kosten auf ein angemessenes Maß reduziert werden müssen!

Es gibt Fälle wo es unmöglich ist, einen angemessenen Wohnraum zu bekommen und es gibt Fälle in denen es dem Hartz IV Empfänger nicht zuzumuten ist, die Kosten einer Wohnung auf ein angemessenes Maß zu reduzieren. Als Beispiel könnte hier eine Pflegebedürftigkeit genannt werden. Allerdings muss der Leistungsbezieher den Nachweis darüber erbringen. Treten also die Fälle der Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit einer Kostensenkung ein, so muss sich das Jobcenter an den Kosten beteiligen und zwar für die Dauer des Hinderungsgrundes, selbst dann, wenn es 6 Monate überschreiten sollte.

Kann der Hartz IV Empfänger zu einem Umzug gezwungen werden?

Das ist eine kontrovers diskutierte Frage, ob ein Leistungsempfänger zu einem Umzug gezwungen werden kann. Von der rechtlichen Seite gibt es ein Nein, faktisch jedoch gibt es für den Leistungsempfänger, nur die Möglichkeit eines Umzuges, da das Jobcenter verpflichtet ist, nur die Kosten für die Wohnung bis zur angemessenen Grenze zu übernehmen. Der ALG 2-Empfänger müsste dann die Mietkosten, die das Jobcenter nicht übernimmt, von seinem Regelsatz (2014: 391 Euro) selbst bezahlen.

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