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Für ältere Arbeitnehmer über 50 Jahren bestehen auf dem Arbeitsmarkt immer geringere Chancen, wieder neu eingestellt zu werden. Insgesamt waren in den vergangenen Jahren die Arbeitslosenzahlen rückläufig und viele arbeitslose Menschen konnten in das Arbeitsleben neu integriert werden. Die Anzahl der älteren Arbeitslosen mit Harz-IV über 55 Jahren ist trotz guter wirtschaftlicher Konjunktur weiter angestiegen.

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Die Entwicklung der älteren Arbeitslosen in Zahlen

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Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Anzahl der Arbeitslosen über 55 Jahre seit dem Jahr 2010 bis 2015 um 24 Prozent angestiegen. Die Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann von den Linken hatte aktuellen Entwicklungszahlen bei der Agentur angefordert und das folgende Ergebnis erhalten:

  • – 2010 betrug der Jahresdurchschnitt 257.000 Erwerbslose über 55 Jahren, im Jahr 2015 ist dieser Wert auf 318.000 ältere Arbeitslose angewachsen, das sind 61.000 ältere Menschen mehr, die auf Hartz-IV angewiesen sind.
  • – zwischen November 2014 und November 2015 stiegen die Arbeitslosenzahlen der über 55-Jährigen von ungefähr 315.000 auf ungefähr 321.000, das sind innerhalb eines Jahres 6.000 ältere Arbeitslose mehr,
  • – die Anzahl der gesamten Arbeitslosen mit Hartz-IV Bezug hat sich seit 2010 um etwa 9 Prozent aufgrund der guten Arbeitsmarktlage auf 1, 97 Millionen Menschen bis 2014 verringert,
  • – nach Angaben der „Saarbrücker Zeitung“, in der sich die Politikerin Sabine Zimmermann zu der Situation der älteren Arbeitslosen geäußert hatte, beträgt der Anteil der gesamten älteren Arbeitslosen – einschließlich ALG I – 54,4 Prozent an den gesamten in der Statistik der Bundesagentur für Arbeit geführten Arbeitslosen. Dieser Anteil betrug im Jahr 2010 zwar schon 48,3 Prozent, lag damit aber noch unterhalb der Hälfte aller arbeitslosen Menschen,
  • – über 58-jährige Arbeitslose, die länger als ein Jahr lang kein Arbeitsangebot erhalten haben, werden in der Statistik der Arbeitsagentur überhaupt nicht weiter aufgeführt und nicht weiter mitgezählt. Die Zahl der so aus den Arbeitslosenzahlen „Herausgefallenen“ beläuft sich auf ungefähr 163.000 ältere Langzeitarbeitslose mit Hartz-IV Bezügen.

Fazit aufgrund der vorgelegten Zahlen – keine Chancen für Ältere auf einen neuen Job

Ältere Arbeitslose über 55 Jahren haben sind auf dem Arbeitsmarkt fast nahezu keine Chancen mehr auf einen neuen Arbeitsplatz. Sie landen in der sogenannten „Hartz-IV“-Falle. Da sie auch keine weiteren Rentenansprüche über dem Hartz-IV-Niveau erwerben können, ist die Altersarmut bei ihnen vorprogrammiert.

Die Kritik der Bundesabgeordneten Sabine Zimmermann

Aus der Sicht der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann, wird insgesamt zu wenig getan, um die Situation der älteren Arbeitslosen zu verbessern. Der Bundesregierung wirft sie vor, die Situation besser darzustellen, als sie in Wirklichkeit ist. Immer größere Zahlen an Menschen werden mit zunehmendem Alter auf Hartz-IV angewiesen sein, in der Armutsfalle landen und bei Eintritt in das Rentenalter von der Grundsicherung leben müssen.

Ungeschönte Zahlen sollen die reale Lage der älteren Arbeitslosen zeigen

Bisher hat ein Umdenken der Arbeitgeber auch ältere Personen neu einzustellen und damit wieder zu beschäftigen nicht stattgefunden und wird in den nächsten Jahren wohl auch noch nicht zu erwarten sein. Um die reale Lage der älteren Arbeitslosen mit Hartz-IV Bezug über 55 Jahren, der älteren Langzeitarbeitslosen bis zu über 58 Jahren besser einschätzen zu können, fordert Sabine Zimmermann

  • – die über 58-jährigen Arbeitslosen ohne Jobangebote innerhalb eines Jahres müssen in der Arbeitslosenstatistik mit aufgenommen werden,
    – über 63-Jährige dürfen nicht weiterhin von der Bundesagentur für Arbeit verpflichtet werden ihren Rentenantrag stellen zu müssen.
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