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Alleinerziehende Eltern sind in der Regel mehr gestresst als Paare, weil diese häufig mit Geldsorgen leben müssen und sich Gedanken um das Wohl ihrer Kinder machen. Viele Elternteile machen sich zudem Vorwürfe, dass sie zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen. Eine Studie hat jetzt ergeben, dass Kinder die bei alleinerziehenden Eltern aufwachsen, meist keine Probleme mit dieser Konstellation haben.

Eine Studie bringt Licht ins Dunkel

Holger Ziegler, Erziehungswissenschaftler der Universität Bielefeld wollte es genauer wissen und hat zusammen mit seinem Team tausende Kinder interviewt. Die 6 – 13 Jährigen kamen aus unterschiedlichen Schichten und stammen aus verschiedenen Familienverhältnissen. Dabei kam heraus. Kinder von Alleinerziehenden sind nicht weniger glücklich als jene mit zwei Elternteilen.

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Armut wirkt sich auf die Lebensqualität aus

Kinder, die in ärmeren Verhältnissen aufwachsen, vermissen selten ein zweites Elternteil, sondern einen Raum für sich alleine. Dies ist auch der Grund dafür, dass Kinder aus ärmeren Familien teils schlechtere Noten nach Hause bringen oder weniger Selbstbewusstsein an den Tag legen. Kinder bemerken schnell, wenn die finanzielle Situation zuhause angespannt ist. Sie denken darüber nach, dass wichtige Dinge zum Leben fehlen und sind deswegen deprimiert.

Manche schämen sich und tragen eine tiefe Wut in sich. Hierbei geht es nicht um Luxusartikel, sondern um Dinge, die für andere normal sind, wie ein eigenes Zimmer, ein Schreibtisch, wo sie in Ruhe lernen können und Ähnliches. Zudem werden Kinder oft gemobbt, wenn diese bei alleinerziehenden Elternteilen großwerden.

Zuwendung erhalten sie genug

Positiv zu bewerten sind jene Dinge, die man nicht kaufen kann. Die meisten Kinder von Alleinerziehenden fühlen sich beim Elternteil geborgen und erhalten genauso viel Zuwendung wie jene, die in Familien mit zwei Elternteilen leben. Es gibt zwar mehr Stress und Streits, aber generell fühlen sich die meisten gut betreut.

Bezugspersonen helfen beim Alltag

Während Paarfamilien teils isoliert leben, sind es die Alleinerziehenden, die sich in all den Jahren ein kleines Netzwerk bilden. Darunter finden sich Freunde, Großeltern, andere alleinerziehende Personen, Babysitter und Co. Es geht nicht darum, dass das Kind von einer Person zur nächsten gereicht wird, sondern, dass im Notfall immer Bezugspersonen anwesend sind, die zudem ein wenig Abwechslung in den Alltag bringen. Im Gegenzug kümmert man sich natürlich auch um diese Personen oder deren Kinder.
Arm sind jene, die vernachlässigt werden

Es ist egal, ob die Kinder in einer Großfamilie aufwachsen oder bei einem Elternteil, es kommt nicht darauf an, wie viele Personen sich um die Kids kümmern, sondern ob sie sich im Umfeld wohlfühlen. Kindern aus Paarfamilien geht es teilweise schlechter, als jenen von Alleinerziehenden, weil sich keiner mit ihnen beschäftigt. Kinder denken nicht über das Geld per se nach, sondern an die Dinge, die sie damit verbinden. Fast so, wie Erwachsene ticken, Geld bedeutet Freiraum für die meisten. So geht es auch den Kindern, die kein eigenes Zimmer haben und keine Förderungen erhalten. Die Armut der Eltern sorgt für psychische Konflikte, nicht die Anzahl der Beteiligten

Fazit: Die Studie hat eindeutig gezeigt, dass sich der Großteil der Kinder nicht daran stört, wenn nur ein Elternteil über sie wacht, sondern das es die Dinge im Alltag sind, die zu Depressionen, Angstzuständen und Mobbing führen.

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