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Trotz erfolgreicher Behandlung: Warum kommen Metastasen beim Krebs zurück?

Für Patienten und deren Umfeld ist es eine Hiobsbotschaft: trotz erfolgreicher Behandlung und eigentlicher Heilung haben sich die Metastasen vom Krebs zurückgebildet.

Der intensive Kampf die Monate und Jahre zuvor ist damit innerhalb von Sekunden nichtig gemacht, die Todesangst und die bevorstehenden Behandlungen hingegen wieder omnipräsent. In der Krebsforschung studiert man die Metastasen umfassend und kann so zumindest teilweise Auskunft darüber geben, warum Metastasen nach einer Heilung doch wieder auftauchen können.

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Das Rezidiv: Krebs nach der Heilung

So schockierend die erstmalige Diagnose von Krebs ist, stellt natürlich auch die nachfolgende Behandlung eine enorme Belastung dar. Chemotherapie, alternative Strahlentherapien, Operationen und Bestrahlungen sind nur einige der Instrumente, die die moderne Medizin nutzt, um dem Krebs den Kampf anzusagen.

Nicht immer sind diese erfolgreich, eine Heilung ist vor allem in den Anfangsstadien aber keinesfalls ausgeschlossen. Haben Patienten diese enorme Belastung erfolgreich gemeistert und den Krebs besiegt, ist die Euphorie groß. Umso härter trifft der Schlag, wenn Ärzte Metastasen vom Krebs plötzlich an gleicher oder anderer Stelle wiederfinden.

Auch andere Organe von der Rückkehr betroffen

Erstaunlich bei einem Rezidiv ist, dass der Krebs nicht unbedingt an gleicher Stelle zurückkehren muss. Das ist zwar möglich, aber selbst Metastasen an anderen Organen sind keinesfalls eine Seltenheit. Auch ist die Schuld hier nicht bei den behandelnden Medizinern zu suchen. Wenn der Krebs wieder auftaucht, bedeutet das nicht automatisch, dass eine Bestrahlung oder Therapie ungenau erfolgte.

Grund sind eher sogenannte Satelliten, die Tumore schon lange absondern können, bevor der Krebs überhaupt in erster Instanz entdeckt und diagnostiziert wird. Diese Satelliten sind Schläfer, die mitunter erst einige Zeit danach aktiv werden.

Keine vorzeitige Diagnose möglich

Satelliten von Tumoren sind tückisch. Sie „schlafen“ quasi und aktivieren sich irgendwann eigenständig, völlig ohne Zutun des Patienten oder eine Möglichkeit, das überhaupt zu verhindern. Gleichzeitig sind diese Schläfer aber unglaublich kein, gewissermaßen nur ein kleines Häufchen von ursprünglichen Tumoren. Selbst ein modernes CT kann diese Häufchen nicht identifizieren, weshalb eine vorzeitige Diagnose faktisch unmöglich wird.

Vor allem beim Brustkrebs sind diese Satelliten eine omnipräsente Gefahr. Der abgesonderte Satellit muss noch nicht einmal zur selben Art Tumor gehören. Es ist durchaus möglich, dass dieses Häufchen sich weiterentwickelt und eine viel stärkere Präsenz als der originale Tumor erhält. Quasi über Nacht kommt es nach der Aktivierung dann zu Metastasen in Organen, die bisher vom Krebs gar nicht betroffen waren.

Mutationen schaffen Resistenzen

Selbst umfassende Chemotherapien sind teilweise gegen diese Schläfer wirkungslos. Grund sind Resistenzen, die durch Mutationen entwickelt werden. Da die Satelliten nicht einmal bekannt sind, sind es auch ihre Resistenzen nicht. Schlägt die Chemo also bei Schläfern nicht an, bleibt das bis zur Aktivierung der Metastasen unentdeckt.

Bildquelle: © fotoliaxrender – Fotolia.com

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