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Von der Entwicklung eines neue Medikaments bis zu seiner Zulassung vergehen mehrere Jahre. Für Studien werden geschätzte 20.000 Probanden jährlich benötigt. Selbstverständlich finden diese unter ärztlicher Kontrolle und standardisierten Bedingungen statt und dafür gibt es noch eine Menge Geld.

Für diese „Nebenjobs“ wird von Studiencentern und Kliniken deutschlandweit geworben, die Bewerbung für den (im Branchenjargon so bezeichneten) „Pharmastrich“ kann gleich Online verschickt werden.

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Medikamententester werden

Übersicht:

  • An der sorgfältigen Studien-Durchführung darf gezweifelt werden
  • Vor dem Test steht zwar die Kontrolle, aber…
  • Immerhin sind im Ernstfalle die Nachkommen abgesichert
  • Sind Horrormeldungen überzogen?

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An der sorgfältigen Studien-Durchführung darf gezweifelt werden

Zeit ist Geld: Der Pharmakonzern, der einen neuen Wirkstoff als erstes auf dem Markt bringt, macht das Rennen. Er kann das Medikament patentieren lassen, sodass er zum einen seine Forschungskosten wieder herein bekommt und zum anderen einige Jahre lang hohe Gewinne erzielen kann.

Studien müssen also schnell gehen. Wenn, wie in jüngster Zeit immer mal wieder, bereits zugelassene Medikamente vom Markt genommen werden müssen wegen Gesundheitsgefährdung oder gar Todesfällen, gibt das doch zu denken. Wie sieht es da erst mit der Sicherheit der Medikamententestern aus? Mehr zum Thema Medikamententester

Vor dem Test steht zwar die Kontrolle, aber…

Der Markt ist groß und nicht immer seriös, daher überprüft das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) die klinischen Tests. Jährlich werden etwa 1200 Anträge für eine Überprüfung gestellt und nur knapp zwei Prozent davon als „zu gefährlich“ abgelehnt.

Probanden erfahren nur, dass zur Durchführung einer Studie zumindest in Deutschland strenge Kriterien und Auflagen erfüllt werden müssen. Wiegen sie sich daher in einer Scheinsicherheit angesichts der sich häufenden Fälle, wo die Sicherheit von Patienten, die zugelassene Arzneimittel schlucken, nicht wirklich gewährleistet ist? Es handelt sich bei Test ja um NICHT erprobte Arzneimittel.

Immerhin sind im Ernstfalle die Nachkommen abgesichert

Ein Pharmaunternehmen, das Medikamententests in Auftrag gibt, schließt für Medikamententester eine spezielle Versicherung ab. Einfach deswegen, weil alle Beteiligten nicht restlos einschätzen können, was bei einem Medikamententest passiert. Versichert sind durch den Medikamententest entstandene Gesundheitsschäden inklusive Todesfall.

Es muss aber eindeutig nachgewiesen werden, dass der Schaden durch die Studie und nicht durch andere Ursachen entstanden ist. Jetzt liegt die Beweislast für Dauerkopfschmerzen und bleibenden Libido-Verlust nach dem Medikamententest beim Probanden.
Und dann wirft sich noch die Frage auf, wie eventuelle Spätfolgen zu beweisen sind. Darüber hinaus ist die Zahlungsfreudigkeit von Versicherungen allgemein bekannt. Viel Spaß im Ernstfall!

Sind Horrormeldungen überzogen?

Normalerweise passiert angesichts der hohen Zahl von Studien und Probanden relativ wenig. Wenn es gelegentlich massive Unglücks- oder gar Todesfälle gibt, schlägt die Presse hohe Wellen. Gut so – das führt hoffentlich bei Probanden zum Nachdenken – wieder hat ein Testopfer seine Gesundheit unwiederbringlich verkauft. „Denn sie wissen nicht, was sie tun…“

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