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    -Anspruchsberechtigte
    -Geförderter Wohnraum
  • Antragstellung
    -Unterlagen
    -Höhe
    -Bezugsdauer
  • Erhöhung
    -Mit Antragstellung
    -Ohne Antragstellung

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Wohngeld

Rechtliche Grundlagen zum Wohngeld

Anspruchsberechtigte

Laut § 3 WoGG können Mieter und Eigentümer Wohngeld beziehen. Wer zur Miete wohnt, bekommt einen Mietzuschuss, Bewohner von Wohneigentum einen Lastenzuschuss. Der Anspruch besteht nur, wenn das Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen nicht ausreicht, die Miete beziehungsweise die Belastungen durch die Finanzierung des Wohneigentums zu tragen. Wohngeld erhält nicht, wer andere Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II (Sozialgeld), Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung beziehungsweise BAföG bezieht.

Wenn nur ein Teil der Bewohner Sozialleistungen bezieht, gehören deren Bezüge zum Gesamteinkommen. Die Höhe des maximalen Zuschusses ist aber von der Anzahl der Personen abhängig, die keine dieser Leistungen beziehen.

Geförderter Wohnraum

Grundsätzlich wird ausschließlich angemessener Wohnraum bezuschusst. Bis zu welcher Höhe eine Miete als angemessen gilt hängt von der Anzahl der Personen ab, die in der Wohnung leben. Des Weiteren ist die Situation in der Gemeinde von Bedeutung. Diese wird in 5 Mietstufen erfasst. Je mehr Personen in einer Wohnung leben und je teurer die Mieten in einem Ort sind, umso höher ist auch der maximale Zuschuss zur Miete.

Antrag auf Wohngeld stellen

Erforderliche Unterlagen

Generell kann nur Wohngeld beziehen, wer dieses bei der zuständigen Wohngeldstelle beantragt. Diesem Antrag sind Einkommensnachweise über das Einkommen jedes einzelnen Bewohners der Wohnung beizufügen. Dabei ist es unabhängig, ob die Einkünfte zu versteuern sind oder nicht. Je nach Einzelfall sind weitere Unterlagen, wie eine Immatrikulationsbescheinigung vorzulegen. Ferner ist eine Bescheinigung des Vermieters über die Höhe der Miete und die Ausstattung der Wohnung erforderlich.

Höhe des Zuschusses

Die Höhe des Zuschusses hängt in erster Linie von der zu zahlenden Miete ab. Maßgeblich ist die Kaltmiete plus die Kosten des Wasserverbrauchs und der Abwasser- und Müllbeseitigung. Ebenso gehören die Kosten für die Treppenhausbeleuchtung dazu. Letztere werden auch berücksichtigt, wenn Mieter sie direkt an den Versorger zahlen. Die Kosten für das Heizen und das Erzeugen von warmem Wasser, Untermietzuschläge und die Vergütungen für die Überlassung von Einrichtungsgegenständen gehören dagegen nie zur Miete. Gleiches gilt für Beträge, die für nicht zum Wohnen genutzte Flächen entfallen. Sofern die verbleibenden Kosten über dem Maximalzuschuss liegen, erhalten Berechtigte einen Zuschuss in dieser Höhe.

Bezugsdauer von Wohngeld

Das Amt bewilligt Wohngeld in der Regel für 12 Monate, nach Ablauf dieser Frist ist ein neuer Antrag erforderlich. Wenn absehbar ist, dass das Mietverhältnis vor Ablauf eines Jahres endet, bewilligen die Ämter den Zuschuss nur bis zum Ende der Mietzeit. Eine maximale Bezugsdauer gibt es nicht, da der Antrag beliebig erneut gestellt werden kann.

Erhöhung des Wohngeldes während des Bewilligungszeitraums

Antrag auf Erhöhung des Wohngeldes

In der Regel ist ein höherer Zuschuss von einem Antrag des Bezugsberechtigten abhängig. Die Behörden zahlen höheres Wohngeld auf Antrag, wenn sich die Zahl der zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder erhöht. Eine Erhöhung ist ebenfalls möglich, wenn die zuschussfähigen Wohnkosten um mehr als 15 % steigen oder sich das Familieneinkommen um mehr als 15 % verringert.

Die neuen Regeln für den Bezug von Wohngeld die ab 2016 gelten sollen, bewirken, dass nun Haushalten Wohngeld zusteht, die bisher keines beziehen konnten, da die Mieten die geltenden Höchstbeträge überschritten. Dieser Personenkreis muss einen Antrag stellen, um Wohngeld zu beziehen.

Höheres Wohngeld ohne Antrag

Alle, die bereits Wohngeld beziehen und denen es bereits über den 1.1.2016 hinaus bewilligt wurde, brauchen keinen Antrag zu stellen. Sie bekommen automatisch den höheren Zuschuss. Wenn zu Beginn des Jahres noch die niedrigeren Sätze ausgezahlt werden, erfolgt eine Nachzahlung.

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