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Mikrowellen zerstören nachweislich Metastasen vom Krebs

In einer erst kürzlich veröffentlichten Studie, entstanden in einer Kooperation aus führenden Medizinern aus Florida und Kalifornien, wird die Wirksamkeit von herkömmlichen Mikrowellen gegenüber Metastasen untermauert. In der Studie, die in den USA ermittelt wurde, wurden insgesamt 25 Frauen mit einer neuartigen Mikrowellen-Therapie behandelt, wobei insgesamt 24 dieser Frauen nach der Behandlung keine aktiven Krebszellen in den behandelten Körperbereichen mehr vorweisen konnten. Auch wenn es sich bisher „lediglich“ um eine Studie und deren Ergebnisse handelt, könnten diese unter Umständen den Weg für ein neues Verfahren einleiten.

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Behandlung mittels Wärme und Mikrowellen-Strahlung

Mikrowellen, die Strahlen, die auch von den gleichnamigen Geräten eingesetzt werden, werden bei dieser Behandlung mit einer noch höheren Intensität gebündelt und anschließend auf den Tumor gerichtet. Elementar ist bei dieser Form der Behandlung, dass die Wellen selber den Tumor nur von außen erreichen, ihn aber so stark erhitzen, dass seine äußere Schutzschicht und später auch das Innere des Tumors zerstört werden.

Bei diesem Verfahren kommen dafür Temperaturen um die 50 Grad Celsius zum Einsatz. Anders als man anhand der Temperaturen unter Umständen annehmen könnte, entstehen dabei keine schweren Verbrennungen oder Schmerzen. Im Vergleich zu anderen Krebstherapien könnte man die Mikrowellen samt ihrer erzeugten Wärme sogar als einigermaßen verträglich betrachten.

Fokus auf der Behandlung von Brustkrebs

Die Mikrowellen-Behandlung fokussiert sich innerhalb der Studie auf der Behandlung von Tumoren in der weiblichen Brust. Die Patientin liegt dafür auf dem Bauch auf einem extra dafür entworfenen Tisch, welcher den Körper als solches fast völlig abdeckt, dennoch aber einen Freiraum an der Position der Brust lässt. Auf diese Weise können die Tumore und Metastasen ganz gezielt behandelt werden, ohne dass die Strahlung weitere Bereiche des Körpers erreicht.

Erstaunlicherweise, ebenfalls im Vergleich zu anderen Verfahren in der Behandlung von Krebs, bleiben gesunde Zellen von den Mikrowellen verschont und werden nicht zerstört. Der Grund liegt in ihrem geringeren Wassergehalt, weshalb sie gegen die Hitze der Strahlen nicht so empfindlich reagieren.

Nebenwirkungen nicht völlig auszuschließen

Wie jede Krebstherapie, sind auch bei diesem Verfahren Nebenwirkungen keinesfalls ausgeschlossen. Die meisten davon stehen im Zusammenhang mit der erzeugten Hitze, die natürlich auch die betroffenen Körperpartien betrifft. Folglich kam es bei einer der 25 Patientinnen zu Verbrennungen auf der Haut, auch Hautrötungen oder leichte Schmerzen wurden als Nebenwirkungen angegeben. Den Medizinern nach eignet sich das Verfahren in seiner jetzigen Form sowohl für kleine als auch große Tumore und kann damit einigermaßen flexibel zur Behandlung eingesetzt werden, solang der Krebs nicht bereits großflächig verteilt ist.

Weitere Forschungen notwendig

Die Mikrowellen-Therapie wird vom Massachusetts Institute of Technology betreut und entwickelt und bedarf noch weiterer Forschungen. So muss die Erfolgsquote erst noch in weiteren Studien belegt werden, auch sind direkte Vergleiche zu anderen Krebstherapien bisher nicht eindeutig erfolgt.

Bildquelle: © nobeastsofierce – Fotolia.com

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