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Vorsicht! Wer mit dem Minijob zu viel verdient, riskiert eine Bafög-Kürzung

Bafög alleine reicht den meisten Studenten zum Bestreiten Ihres Lebensunterhaltes nicht aus. Sie müssen sich daher mit einem Nebenjob, oft einem Mini-Job noch etwas nebenbei verdienen, um Miete und Nahrung zu bezahlen und ihre weiteren Kosten zu decken.

Was viele Studenten allerdings nicht wissen: Verdienen Sie in Ihrem Mini-Job zu viel, dann kann das zu einer Kürzung des gewährten Bafög-Satzes führen, sodass unterm Strich durch mehr Arbeit nichts gewonnen wird.

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Warum ein Minijob zur Kürzung beim Bafög führen kann

Der Grund dafür, dass ein zu hoher Verdienst beim Minijob zu einer Bafög-Kürzung führen kann liegt in der Höhe des möglichen steuerfreien Verdienstes durch einen Minijob. Bis zum Jahr 2013 betrug dieser maximal 400 Euro. Seit 2013 aber darf man mit einem Minijob bis zu 450 Euro im Monat steuerfrei hinzu verdienen.

Wer Bafög erhält, muss sich aber an eine monatliche Obergrenze von 407 Euro halten, damit der Bafög-Satz nicht gekürzt wird. Somit besteht eine Differenz von 43 Euro zwischen dem Betrag, den man monatlich verdienen könnte und dem, den man verdienen darf, um weiterhin Bafög in voller Höhe zu erhalten.

Der Verdienst im Bewilligungszeitraum zählt!

Ausgehend von den oben genannten Grenzen darf ein Student also maximal 12 x 407 Euro pro Jahr, also insgesamt 4888 Euro hinzu verdienen, ohne dass das Bafög gekürzt wird. Wann er diese allerdings verdient, bzw, wie lange er dafür braucht, ist völlig unerheblich.

Denn wichtig ist nur, dass er innerhalb des Bewilligungszeitraums für das Bafög, also innerhalb eines Jahres, diesen Höchstwert nicht überschreitet. Ein Student kann also ohne Weiteres den vollen Betrag während der Semesterferien verdienen, ohne dass er mit Kürzungen rechnen muss, solange er nicht unterm Jahr noch mehr dazu verdient.

Dadurch steigt die Flexibilität bei der Arbeitszeit und Bafög-Bezieher können sich diese völlig frei einteilen. Wer dennoch über den Höchstsatz von 4888 Euro pro Jahr kommt, muss das zu viel erhaltene Bafög übrigens am Ende des Bewilligungszeitraums zurückzahlen.

Möglichkeiten, doch mehr zu verdienen

Zur Berechnung der Höchstgrenze von 4888 Euro werden nur sozialversicherungspflichtige uns steuerpflichtige Einkommen herangezogen. Alle steuerfreien Zusatzleistungen, die ein Student von seinem Arbeitgeber erhält, zählen also nicht dazu und können problemlos angenommen werden. Dadurch können Studenten in Absprache mit ihrem Arbeitgeber deutlich mehr verdienen ohne mit Kürzungen beim Bafög rechnen zu müssen.

Erlaubt sind zum Beispiel steuerfreie Zugaben wie Tankgutscheine oder Warengutscheine. Diese dürfen bis zu einer Höchstgrenze von 44 Euro pro Monat ausgegeben werden. Dadurch ergibt sich indirekt pro Jahr ein mögliches zusätzliches Einkommen von bis zu 528 Euro. Alle getroffenen Angaben zählen übrigens auch, wenn eine Person mehrere Minijobs ausübt. Es zählen dann die kumulierten Einkommen aus allen Jobs für die genannten Höchstgrenzen.

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