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Die Arbeitsagentur ermöglicht älteren Arbeitslosen die Weiterbildung. Bei 15 Prozent aller weiterbildenden Personen kommt es zu einem Abbruch der Weiterbildungsmaßnahme. Mit einer Prämie in Höhe von 1.500 Euro möchte die Bundesregierung eine Wende bei diesem Thema erreichen.

Die Pläne der Bundesregierung

Das Hartz-IV-Recht soll nach den Plänen der Bundesregierung vereinfacht werden. Außerdem ist eine bessere Förderung der Weiterbildung von Arbeitnehmern geplant. Seit wenigen Tagen befinden sich zwei durch das Bundeskabinett eingereichte Gesetzesentwürfe auf dem Weg.

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Die Stellungnahme der Bundesarbeitsministerin

Jetzt nahm Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zu den eingereichten Entwürfen Stellung. Sie sprach davon, dass es zu einer erheblichen Entbürokratisierung käme. Auf dieser Basis kommt es in den Jobcentern zu einer Entlastung bei den Mitarbeitern. Diese erhalten mehr Kapazität für ihre eigentlichen Aufgaben. Damit haben die Mitarbeiter Zeit, sich um die Vermittlung von Menschen in Jobs zu kümmern.

Änderungen bei der Bescheiderteilung

Bisher war es gängige Praxis, dass eine Bewilligung von Leistungen für sechs Monate erfolgte. Künftig erfolgt die Zusage für die Hartz-IV-Leistung per Bescheid für ein Jahr.

Die Leistungen für Auszubildende

Mitunter kommt es vor, dass die Ausbildungsvergütung nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes ausreicht. Bisher war ein Aufstocken durch ergänzende Leistungen nicht möglich, was auch Andrea Nahles als „große Bremse“ bezeichnete. Mit dem Erlass des neuen Gesetzes soll Auszubildenden bei Bedarf der Erhalt von ergänzenden Leistungen möglich sein.

Die Anrechnung von Einkommen und die Ansprechpartner

Bei denjenigen, die Geld verdienen und aufstocken, kommt es zu einer vereinfachten Anrechnung des Einkommens. Änderungen gibt es zudem für Personen, die ALG I und ALG II beziehen. Ihren Ansprechpartner finden diese künftig bei der Arbeitsagentur. Zur Verlegung kommt es aufgrund des Erhalts von Geldern aus der Arbeitslosenversicherung.

Die Weiterbildung und die neuen Wege

Für Arbeitnehmer ohne einen Berufsabschluss ist das Auffrischen der Grundkompetenzen möglich. Es handelt sich um Lesen, Schreiben und Rechnen. Sie erhalten vorerst Förderleistungen bis zum Jahr 2020. Als Voraussetzung gilt dabei jedoch, dass es sich um eine Vorbereitung auf eine Weiterbildung handelt, die mit einem Abschluss endet.

Die Chancen für Arbeitnehmer unter 45

Hinsichtlich einer beruflichen Weiterbildung können Arbeitnehmer aus kleinen oder mittleren Unternehmen einen Zuschuss erhalten. Möglich ist dies auch, sofern die Weiterbildung außerhalb der Arbeitszeit erfolgt. Gewährt wurde diese Förderung bisher lediglich, sofern dies während der Arbeitszeit erfolgte.

Die Weiterbildung und die Prämie

Es gab Zeiten, da haben Menschen Gehalt aufgrund einer Ausbildung Einkommen eingebüßt. Dies war dann der Fall, wenn jemand zunächst als ungelernter Helfer sein Geld verdient hat. Es handelte sich um die Konsequenz aus der später begonnenen Ausbildung. Das waren ausreichende Gründe, warum im Jahr 2014 die Ausbildung durch etwa jeden vierten „Spätstarter“ die Ausbildung abgebrochen wurde.

Ältere Personen und die Weiterbildung

Von der Bundesagentur für Arbeit erfolgt auch die Förderung von älteren Arbeitnehmern. Diese können ebenfalls eine Weiterbildung in Anspruch nehmen. Dort liegt die Quote des Abbruchs bei 15 Prozent. Aus diesem Grund beabsichtigt die Bundesregierung die Einführung von Prämien. Während für die bestandene Zwischenprüfung eine Zahlung von 1000 erfolgen soll, bringt das Bestehen der Abschlussprüfung eine Prämie von 1500 Euro.

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