Im vergangenen Jahr 2017 meldeten die Rehas knapp 160.000 Fälle wegen psychischer Auffälligkeiten und Burn-Outs eingeschriebener Patienten. Insgesamt soll die Fallzahl in den vergangenen zehn Jahren um 45% gestiegen sein! 

Niedrige Belastungsgrenze, individuell hohes Arbeitspensum

Das hohe Arbeitspensum, verbunden mit einer hohen individuellen Belastung sowie starker Schwankungen bezüglich der einzelnen Belastungsgrenze, sorgt dafür, dass immer mehr Arbeitnehmer, lang- oder kurzfristig, auf ihre tägliche berufliche Tätigkeit mit psychischen Problemen reagieren.

Diese Fälle liegen in ihrer Behandlung bei einem finanziellen Rahmen von etwa 6800 Euro pro Patient – und dabei bleibt es oft nicht. Enorme Kosten für Patient und Kasse. Das Positive: Heutzutage ist es nicht mehr – wie einst – verschrien, über seine Probleme zu sprechen und diese konkret auf die Folgen der eigenen Arbeit zurückzuführen. Somit kann eine Behandlung frühzeitig verschrieben und begonnen werden.

Mehr Bewegung gefordert

Jüngst tagte ein Reha-Kolloquium in München vor dem Hintergrund der starken Zunahme in diesem Behandlungs-Bereich. Allgemeiner Tenor: Mehr Bewegung im Alltag sowie mehr Sport in der Freizeit sollten diese Entwicklung langfristig entgegenwirken. Die auf diesem Wege gesammelte positive Energie, zusammen mit den ausgeschütteten Glückshormonen, sollen für eine bessere Verarbeitung sowie eine höhere Belastungsgrenze der Arbeitnehmer sorgen. Bewegung könnte also die richtige initiative Maßnahme sein, die ein jeder bei derartigen Problemen selbstständig ergreifen kann.

Bildquelle: © Rawpixel.com – Fotolia.com

 

12 Bewertungen
4.41 / 55 12