Achtung: Durch Passivrauchen verdoppelt sich Kariesrisiko bei Kindern

Eine aktuell durchgeführte Studie hat einen direkten Zusammenhang zwischen rauchenden Eltern und Karies bei Kleinkindern festgestellt. Demnach verdoppelt sich das Risiko, dass Kinder unter Kariesproblemen leiden, wenn ihre Eltern Raucher sind.

Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, wissen wir bereits. Auch sind sich die meisten rauchenden Eltern der Tatsache bewusst, dass ihre Kinder passiv mitrauchen, sobald sie sich eine Zigarette im Beisein ihrer Schützlinge anzünden. Erschreckend, aber wahr: Diese Eltern nehmen tränende Augen, Atemwegsbeschwerden und andere gesundheitliche Folgen ihrer Kinder in Kauf. Und jetzt wurde noch ein weiteres Übel bekannt. Wenn im unmittelbaren Umfeld eines Kleinkindes geraucht wird, verdoppelt sich dessen Kariesrisiko.

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Studie in Japan klärt auf

Forscher in Japan haben sich ausführlich mit dem Thema Rauchen beschäftigt und eine aktuelle Studie durchgeführt. Hierbei wurden insgesamt 77.000 japanische Mütter zu ihrem Rauchverhalten befragt. Das alarmierende Resultat der umfangreichen Studie: Bis zu 27 Prozent der befragten Raucher gaben an, dass ihre Kinder an Karies leiden. Auffällig ist, dass vor allem die Dreijährigen betroffen sind.

Doppelt so viele Kariesfälle als bei Nichtraucher-Kindern

Dagegen konnten nur 14 Prozent der befragten Mütter, die nicht rauchen, über Kariesprobleme ihrer Kinder berichten. Laut Studie haben also fast doppelt so viele Kinder von rauchenden Eltern Karies als Kinder von Nichtrauchern. Daraus schließen die Forscher einen direkten Zusammenhang zwischen rauchenden Eltern und Kindern mit Karies. Die Wissenschaftler sehen deshalb eine große Gesundheitsgefahr, die vom Rauchen im direkten Umfeld von Kleinkindern ausgeht.

Zu wenig rauchfreie Haushalte

Ein weiteres Ergebnis der Studie in Japan besagt, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung in 55 Prozent aller befragten Haushalte geraucht wurde. Das ist relativ viel! Zwar scheint eine solch verhältnismäßig hohe Prozentzahl zunächst überraschend, doch auch aktuelle Statistiken aus anderen Ländern wie beispielsweise den USA bestätigen den Trend der nicht zu unterschätzenden Kariesproblematik bei Kleinkindern. In Nordamerika leiden 20,5 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen an Karies.

Präventionsmaßnahmen sind unabdingbar

Trotz dieser erschreckenden Zahlen sieht es so aus, als seien rauchende Eltern noch nicht bereit für maßgebliche Einschnitte. Fakt ist, dass diesem Trend nur entgegengewirkt werden kann, wenn das Rauchen zuhause eingestellt wird. Forscher weisen darauf hin, wie wichtig es ist, die eigenen Kinder vor den negativen Folgen, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie im eigenen Zuhause regelmäßig Zigarettenrauch einatmen – wenn auch nur passiv – zu schützen.

Drastisches Umdenken ist gefragt

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich im Umgang mit Zigaretten vieles geändert. Schon längst ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, Restaurants und Bars untersagt. Doch diese gesetzlichen Regelungen gelten nicht für den Privatraum eines Rauchers. Hier muss an die Verantwortung, die rauchende Elternteile gegenüber ihren Kindern und auch sich selbst haben, appelliert werden. Schluss mit Rauchen im Auto, am Küchentisch oder in der guten Stube! Den Kindern zuliebe.

Bildquelle: © Photographee.eu – Fotolia.com

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