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Ob Putzfrau oder eine andere Art der Haushaltshilfe – Millionen Haushalte hierzulande beschäftigten eine andere Person in Haus oder Garten. Hierbei sollte es unbedingt zu einer Anmeldung der Arbeitskraft kommen, da eine Schwarzarbeit schnell zu verheerenden Folgen führt.

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ÜBERSICHT

INFORMATIONEN ZUR SCHWARZARBEIT IM HAUSHALT

  • – Was gilt als Schwarzarbeit?
  • – Geringfügiges Beschäftigungsverhältnis
  • – Haushaltsscheckverfahren

WEITERFÜHRENDES ZUM THEMA

  • – Steuerliche Absetzbarkeit der Haushaltshilfe
  • – Rechtliche Folgen der Schwarzarbeit

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Informationen zur Schwarzarbeit im Haushalt

– Was gilt als Schwarzarbeit?

Von Schwarzarbeit wird nicht nur im Haushalt gesprochen, wenn es zu einem Beschäftigungsverhältnis kommt, das nicht offiziell angemeldet ist und so beispielsweise keine Versteuerung oder Sozialversicherungsbeiträge mit sich bringt. Häufig wird diese Form der Arbeit nicht in schriftlichen Verträgen festgehalten und der Lohn bar ausgezahlt. Schwarzarbeit ist in Deutschland illegal mit verschiedenen Rechtsfolgen und sollte deshalb durch ein rechtmäßiges Beschäftigungsverhältnis ersetzt werden.

– Geringfügiges Beschäftigungsverhältnis

Eine der üblichsten Formen der Ausführung ist der Mini-Job, sofern die Haushaltskraft nicht mehr als 450 Euro im Monat verdient. Die Anmeldung dieser Art von Beschäftigung ist relativ einfach möglich, allerdings sind vom Auftraggeber geringfügige Beiträge zur Sozialversicherung der Haushaltshilfe einzuzahlen. Die Einzahlungen haben bei der Bundesknappschaft zu erfolgen, die weitere Informationen zum Thema bereithält.

– Haushaltsscheckverfahren

Wird jeden Monat der gleiche Lohn an die Haushaltshilfe ausgezahlt, ist das Haushaltsscheckverfahren eine beliebte Alternative. Hierbei sollte in der Gehaltshöhe weiterhin ein Mini-Job vorliegen, außerdem muss eine Einzugsermächtigung für den Betrag erteilt werden. Ist diese erfüllt, lässt sich die Arbeitskraft bei der Bundesknappschaft bequem über das Haushaltsscheckverfahren anmelden. Dieser Schritt erspart auch die sonst anfallenden, monatlichen Lohnabrechnungen.

Weiterführendes zum Thema

– Steuerliche Absetzbarkeit der Haushaltshilfe

Dass sich die Schwarzarbeit der Haushaltskraft finanziell nicht lohnt, liegt nicht zuletzt an der Möglichkeit, ihre Arbeitskraft steuerlich abzusetzen. Hierbei gibt es für den Arbeitgeber gleich mehrere Varianten, eine steuerliche Geltung als Sonderausgaben zu erzielen und die eigene Einkommenssteuerlast Jahr für Jahr zu senken. Ein Gespräch mit dem Steuerberater ist empfehlenswert, um den individuell besten Modus zu ermitteln und neben dem rechtssicheren Gefühl einer korrekten Anmeldung der Arbeitskraft zusätzlich Geld zu sparen.

– Rechtliche Folgen der Schwarzarbeit

Aus der Schwarzarbeit ergeben sich sowohl straf- als auch zivilrechtliche Folgen. Sowohl die Haushaltshilfe als auch ihr Arbeitgeber machen sich strafbar, da sie dem Staat Einnahmen im Bereich der Sozialversicherung verwehren. Die expliziten Strafhöhen hängen vom Ausmaß des Einzelfalls ab und sind über das deutsche Schwarzarbeitsgesetz festgehalten. In zivilrechtlicher Hinsicht verliert der Auftraggeber in vielen Situationen Ansprüchen gegenüber der Arbeitskraft, falls es zu Pfusch oder Fehlverhaltensweisen gekommen ist. Dies hat vorrangig bei der schwarzen Beauftragung von Handwerkern seine Folgen, kann jedoch auch für zerstörten Hausrat durch die Haushaltshilfe gelten.

Bildquelle: © Dan Race – Fotolia.com

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