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Eine 20-jährige Babysitterin benutzt einen ihr anvertrauten elfjährigen Jungen, um sich sexuell zu befriedigen. Sie bekennt sich vor Gericht in Swindon (Großbritannien) schuldig. Dann führen ausgerechnet die Aussagen vom Vater des Jungen dazu, dass die Frau mit einer Bewährungsstrafe sowie Auflagen davonkommt.

  • Das emotionale Geflecht
  • Die Tat
  • Die Beziehungszusammenhänge
  • Das Gerichtsverfahren
  • Das Geständnis
  • Die Reifegrade
  • Das Urteil
  • Die Folgen
  • Die Reaktionen

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Was genau passierte

Tat und Personengeflecht

Die wegen der Bewährungsstrafe auf freiem Fuß bleibende Frau war zum Zeitpunkt der Tat die Lebensgefährtin vom Vater des sexuell missbrauchten Kindes. Wie schon häufiger hatte er seine Freundin darum gebeten, an diesem schulfreien Tag auf seinen Sohn achtzugeben. Die 20-jährige Frau kam, fand den Jungen liegend vor, setzte sich rittlings auf ihn und zog sich und danach den Jungen aus. Der Sexakt dauerte nach Aussage des Jungen 45 Sekunden, danach sagte die Frau ihm, dass es ihr Spaß gemacht habe.

Aufklärung und Anklage

Der Vater entdeckte einen Knutschfleck am Hals des Jungen und SMS-Nachrichten auf dem Handy seines Sohnes, die den Vorgang unzweifelhaft bewiesen. Daraufhin erstattete er Anzeige und es kam zum Gerichtsverfahren: Die Babysitterin bekennt sich schuldig. Vor dem Richter aber sorgt dann ausgerechnet der Vater mit seinen Aussagen dafür, dass die Frau mit einer Bewährungsstrafe davonkommt.

Die Auswirkungen

Frühe und fehlende Reife

Das Gericht erkennt, dass die Täterin eine unreife, zarte Frau ist. Der Vater hingegen bezeichnet seinen Sohn als ein deutlich älter wirkendes Kind. Es habe der Angeklagten gesagt, dass es schon 15 Jahre alt sei. Außerdem wolle auch sein Sohn nicht, so der Vater, dass die Täterin ins Gefängnis kommt. Sein Sohn sei im Übrigen verrückt nach Sex, er empfinde diesen Vorfall nicht als sexuellen Übergriff sondern eher wie eine Trophäe.

Einen Beweis für seine Reife und Persönlichkeitsstärke lieferte der Junge direkt nach der Tat. Als die Angeklagte sagte, es habe ihr Spaß gemacht, antwortet der Junge nach Aussage des Vaters: Für ihn sei es kein Genuss gewesen und was die Babysitterin gemacht habe, sei falsch.

Auflagen und Kommentare

Das Gericht schloss sich den Ausführungen vom Vater des Jungen und der Verteidigung der Angeklagten an. Zu der Bewährungsstrafe von sechs Monaten kommt allerdings noch die Registrierung der Frau als Sexualstraftäterin. Sie darf in Zukunft keinen unbeaufsichtigten Kontakt mehr mit minderjährigen Jungen haben.

Die britische Kinderschutzorganisation NSPCC kritisiert das Urteil scharf: Es sende eine vollkommen falsche Botschaft aus. Nach Ansicht der Kinderschützer ist sexueller Missbrauch eines Jungen durch eine Frau genauso schlimm wie der Missbrauch eines Mädchens durch einen Mann.

Bildquelle: © freshidea – Fotolia.com

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