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Es ist nicht gerade leicht, ohne gut verdienende Eltern ein Studium zu finanzieren. Damit Studierende aus einkommensschwächeren Familien dennoch die Chance auf akademische Bildung haben, gibt es mit dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, abgekürzt Bafög, staatliche Hilfsleistungen. Diese werden von jährlich ca. 600.000 Studierenden in Anspruch genommen.

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Vor Beantragung den persönlichen Anspruch überprüfen

Ein kleiner Vorab-Check unbedingt zu erfüllender Grundbedingungen kann helfen, einen erfolglosen Antrag zu vermeiden. So muss man regelmäßig Immatrikulationsnachweise senden können. Auch Leistungsnachweise müssen eingereicht werden.
Zu beachten ist zudem die Altersgrenze von 30 Jahren für alle Erststudiengänge. Bei Masterstudiengängen beträgt die Altersgrenze 35 Jahre.
Ausnahmen bei der Altersgrenze gibt es, wenn die Hochschulreife über den zweiten Bildungsweg erreicht wurde oder besondere persönliche Gründe vorliegen, z.B. Schwangerschaft, Betreuung von Kindern bis 10 Jahre oder eine Betreuung behinderter Kinder.

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Höhe der Förderung

Die Höhe der Förderung ist abhängig vom Einkommen der Eltern und kann daher nicht generell angegeben werden. Der Höchstsatz beträgt 670 Euro und wird ausgezahlt, wenn die Eltern ein sehr geringes Einkommen haben und man als Student nicht mehr bei den Eltern, sondern im Studentenwohnheim oder einer eigenen Wohnung am Studienort untergebracht ist.
Im Höchstsatz einkalkuliert sind der Grundbedarf, die Wohnkosten und Zuschüsse für die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Die Beantragung

Der Antrag muss beim Studentenwerk des jeweiligen Studienortes eingereicht werden. Wichtig ist dabei, alle Formblätter, die im Folgenden aufgelistet werden, vollständig ausgefüllt einzureichen.

Formblätter 1 bis 3

Die Formblätter 1 bis 3 sind die wichtigsten und müssen in jedem Fall vollständig ausgefüllt werden. Im Formblatt 1 werden zunächst die persönlichen Daten eingetragen, die mit der Anlage 1 um Angaben zum schulischen und eventuell zum beruflichen Werdegang zu ergänzen sind. Die Anlage 2 muss nur ausgefüllt werden, wenn man Kinder unter 10 Jahren hat.

Das Formblatt 2 enthält eine Bescheinigung, dass das Ausbildungsziel erreicht wird. Von manchen Universitäten wird diese schon automatisch ausgestellt und kann dann anstelle des Formblattes abgegeben werden.

Auf dem Formblatt 3 müssen Angaben zum Einkommen der Eltern getätigt und durch Lohnabrechnungen belegt werden, da sich die Höhe des Bafög nach dem Einkommen der Eltern richtet.

Formblätter 4 bis 8

Die Formblätter 4 bis 8 müssen nur unter bestimmten individuellen Bedingungen eingereicht werden.
Das Formblatt 4 muss nur von Ausländern ausgefüllt werden und Formblatt 5 nur, wenn der Antrag nicht bereits mit Studienbeginn, sondern erst später gestellt wird, sodass dann bereits ein Leistungsnachweis vorliegt. Formblatt 6 richtet sich nur an diejenigen, die ein Studium im Ausland absolvieren möchten.

Nur bei einer Änderung des Einkommens der Eltern ist Formblatt 7 auszufüllen und Formblatt 8, der Antrag auf Vorausleistungen, nur wenn die Zahlung der Förderung nicht rechtzeitig erfolgen kann.

weitere Informationen

Wer seinen Anspruch schon im Voraus mit einem Bafög-Rechner kalkulieren möchte oder sich sämtliche Formulare online herunterladen will, kann dies unter www.bafoeg-aktuell.de tun.

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