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Wie Jobsharing funktioniert

Jobsharing ist ein recht modernes aber oft auch in seiner Vielseitigkeit unterschätztes und daher noch recht wenig genutztes Arbeitszeitmodell. Dabei bietet Jobsharing sowohl den teilnehmenden Arbeitnehmern als auch dem Arbeitgeber zahlreiche Vorteile, die sich positiv auf die Lebensgestaltung bzw. auf die Ziele des Unternehmens auswirken können. Jobsharing kann nicht einheitlich definiert werden, da es unterschiedliche Formen dieses Arbeitszeitmodells gibt, die je nach Bedarf und Erfordernissen von Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingesetzt werden können.

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Die Grundidee hinter Jobsharing

Grundgedanke beim Jobsharing ist, dass sich zwei oder mehr Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz teilen, sodass alle beteiligten Arbeitnehmer faktisch Teilzeit-Arbeitskräfte sind. Zusammen leisten die Arbeitnehmer mindestens genauso viel Arbeitszeit wie ein Vollzeitbeschäftigter. Im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber können aber zusammen auch höhere Stundenzahlen geleistet werden.

Jobsharing nach Arbeitszeit – das Job Splitting

Das Job Splitting ist die vorwiegend vorkommende Art des Jobsharing. Hierbei teilen sich die Partner die Arbeitszeit sowie alle Aufgaben. Das bedeutet, das jeder Partner für sich unabhängig und ohne Rücksprache mit dem oder den anderen Partner(n) seine Arbeit erledigen kann. Demzufolge erhält auch jeder der Jobsharing-Partner vom Arbeitgeber einen eigenen Arbeitsvertrag, der unabhängig von den anderen gekündigt werden kann.

Im Prinzip besteht das Job Splitting also in der reinen Aufsplittung einer Vollzeitbeschäftigung in zwei oder mehrere Teilzeit-Arbeitsverhältnisse. Verleiben nach einer Kündigung zu wenig Partner, muss der Arbeitgeber sich um einen geeigneten Ersatz bemühen, hat aber auch die Möglichkeit, eine Änderungskündigung auszusprechen, wenn kein Ersatz zur Verfügung steht. Hierdurch soll der verbleibende Partner dazu bewegt werden, die Arbeitsstelle in Vollzeit zu besetzen.

Geteilte Zeit, geteilte Aufgaben – Job Pairing

Anders als beim Job Splitting ist beim Job Pairing jeder der im Jobsharing involvierten Partner für einen eigenen Aufgabenbereich innerhalb des jeweiligen Beschäftigungsbereichs zuständig. Sie tragen gemeinsam die Verantwortung für die ordnungsgemäße Erfüllung des gemeinschaftlichen Arbeitsauftrags.

Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die verbleibenden Partner ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen können, wenn ein oder mehrere Partner ausfallen, da dessen bzw. deren Beitrag zur gemeinschaftlichen Leistung fehlt. Daher werden beim Job Pairing Arbeitsverträge ausschließlich gemeinschaftlich mit allen Partnern geschlossen und können deswegen auch nur gemeinsam gelöst bzw. gekündigt werden.

Vorteile des Jobsharing für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Das Jobsharing, in welcher Art auch immer ausgeführt, bietet sowohl für die als Partner tätigen Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber Vorteile. Die Arbeitnehmer profitieren davon, ihre Arbeitszeit sehr flexibel gestalten zu können. So wird es zum Beispiel für frisch gebackene Mütter einfacher, im Job zu verbleiben, da sie keine Vollzeitbeschäftigung ausüben müssen. Der Arbeitgeber hat den Vorteil des Verbleibs von Wissen im Unternehmen und kann Auftragsspitzen teils besser abfangen. Jedoch kann es schwierig werden, einen aus dem Jobsharing ausscheidenden Partner gleichwertig zu ersetzen.

Bildquelle: © Pixel – Fotolia.com

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