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Rentner und einkommensschwache Personen haben oft Schwierigkeiten, die Monatsmiete aufzubringen. Was viele Menschen nicht wissen ist, dass sie ihr Recht auf eine annehmbare Wohnung in Deutschland gesetzlich garantiert ist. Wer bei der Mietzahlung Probleme hat, kann deshalb Wohngeld beantragen.

✅ In diesem Artikel werden alle Fragen zu Hartz 4 beantwortet

  • Anspruch auf Wohngeld
    Alles Einkommen angeben
    Mietkosten
    Höhe des Wohngelds
    Antragstellung
    Antragswiederholung

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Anspruch auf Wohngeld

Sowohl Haushalte wie einzelne Personen haben einen Anspruch auf Wohngeld, wenn ihr Einkommen nur knapp für die Mietzahlung reicht. Wer allerdings bereits Arbeitslosengeld II bezieht, ist davon ausgenommen, da er anderweitig versorgt wird. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der Vermieter eine Privatperson ist oder der Wohnraum öffentlich gefördert wurde. Für die Höhe des Wohngeldes ist das Einkommen wichtig wie auch die Anzahl in der im Haus lebenden Personen und die Höhe der Mietzahlung.

Alles Einkommen angeben

Um den Anspruch auf Wohngeld zu ermitteln, wird das Einkommen aller Mitglieder im Haushalt beurteilt. Darum werden von allen Mitgliedern Angaben über der Einkünfte aus Arbeit sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld verlangt. Das Kindergeld wird nicht zu den Einkünften gezählt. Dazu gehören aber auch andere Arten aus Einkünften wie eventuelle Mietzahlungen, Rentenansprüchen oder andere Versorgungsleistungen.

Mietkosten

Wenn das Amt den Bedarf an Wohngeld ermittelt, spielt dabei auch die Höhe der Mietzahlung eine Rolle. Zu den Mietkosten gehört die Kaltmiete wie auch alle Betriebskosten inklusive der Wasserkosten. Die Kosten für die Heizung zählen nicht zu den Mietkosten dazu.

Höhe des Wohngeldes

Die Kommunen berechnen die Höhe des Wohngeldes nach einer komplexen Formel, wobei die Höhe des ortsüblichen Mietspiegels eine Rolle spielt wie auch eine Reihe von Tabellen. Diese Unterlagen können von den Bürgern beim Amt eingesehen werden. Deshalb fällt die Höhe der Wohngeldzahlung von Ort zu Ort ganz verschieden aus. Eine für alle Kommunen gleiche Pauschale existiert nicht. Die Mieten werden jedoch in verschiedene Mietstufen eingeordnet, wobei Mietstufe 1 die günstigste und Mietstufe VI die teuerste Stufe der Region darstellt. Mehr erfahren

Antragstellung

Um einen Antrag einzureichen, muss der Antragsteller sich bei der Wohngeldstelle melden, wobei immer der Bezirk zuständig ist, in dem die Person gemeldet ist. Der Anspruch besteht zwar generell, ist aber erst ab dem Monat gültig, indem der Antrag eingereicht wird. Der Antrag auf Wohngeld wird in der Regel für ein Jahr gewährt. Unter gewissen Umständen oder wenn keine großartigen Veränderungen der Wohnsituation zu erwarten ist, kann das Wohngeld für 18 Monate gewährt werden. Die Behörde überweist die Wohngeldleistung im Voraus.

Antragswiederholung

Wenn das Wohngeld ausläuft, kann ein neuer Antrag auf Wohngeld gestellt werden, wobei die Behörde feststellt, ob sich etwas an der Situation des Einkommens in der Familie geändert hat. Ist alles so geblieben, wird das Wohngeld erneut gewährt oder bei Änderung eventuell neu berechnet. Das kann eine Erhöhung oder Verminderung des Wohngelds bedeuten, was von der persönlichen Situation des Antragsstellers und der im Haushalt lebenden Personen abhängt.

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