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Für schwangere und stillende Frauen gibt es im Einzelhandel, aber auch in Apotheken und Onlineshops längst eine Vielzahl verschiedener Spezialartikel, die allesamt eines versprechen: Das Wohlbefinden von Mutter und Kind soll gesteigert werden. Doch auch wenn dieses Versprechen zunächst verlockend klingt, so erweisen sich viele dieser Produkte als reine Geldverschwendung. Dieser Artikel verrät, auf welche Spezialprodukte eine stillende Mutter getrost verzichten kann und welche kostengünstigen Alternativen viel besser geeignet sind.

Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel

Selbstverständlich ist die Stillzeit eine kräftezehrende Episode im Leben einer Mutter, die zudem sicherstellen möchte, dass ihr Baby mit der Muttermilch so gut wie möglich versorgt ist. Diesen Wunsch greifen Hersteller spezieller Pillen und Pulver für Stillende auf und versuchen, aus dem beruhigten Gewissen der fürsorglichen Mutter Profit zu schlagen.

Dabei sind solche Präparate in der Regel überhaupt nicht nötig. Ernährt sich die Stillende abwechslungsreich und greift dabei auf Gemüse, Obst, Mineralwasser, Vollkornprodukte und eingeschränkte Mengen Fleisch und Zucker zurück, so ist die Qualität der Milch normalerweise gesichert.

Treten trotzdem Mangelerscheinungen auf, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, der dann gegebenenfalls bedarfsgerechte Nahrungsergänzungsmittel verordnet.

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Spezialkosmetika für Stillende

Neben zahlreichen Spezial-Produkten für den Nachwuchs finden sich in den Regalen der Drogerien und Supermärkte auch immer mehr Cremes, Lotionen und Öle speziell für Schwangere und Stillende. Es ist richtig, dass handelsübliche Kosmetik eine nicht zu unterschätzende Menge an verschiedenen Chemikalien enthält, die über die Haut in den Körper aufgenommen werden. Dennoch ist es nicht nötig, hier zwingend auf teure Spezial-Kosmetika zurückzugreifen.

Empfehlenswert ist Naturkosmetik, die auf chemische Zusätze verzichtet und stattdessen durch natürliche Inhaltsstoffe wirkt. Selbst zertifizierte Naturkosmetik ist häufig noch deutlich günstiger als ausgewiesene „Mama-Kosmetika“. Alternativ kann die Stillende auch einfach die Cremes und Badezusätze ihres Babies mitbenutzen, um die Aufnahme ungewünschter Schadstoffe über die Haut zu vermeiden.

Diätprogramme für stillende Mütter

Die meisten Frauen wünschen sich, die unnötigen Kilos nach der Geburt möglichst schnell wieder zu verlieren und zurück zur alten Figur zu kommen, weswegen zahlreiche kostenlose, aber auch kostenpflichtige Diätprogramme in Instituten, Fitnesscentern und online zu finden sind.

Doch gerade in der Stillzeit ist eine Diät nicht empfehlenswert, denn der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel oder gar die Reduktion der Nahrungsmenge können negative Folgen für Mutter und Kind haben. Es reicht völlig, auf fettreiche und zu viele süße Naschereien zu verzichten, denn das Gewicht reduziert sich durch die Milchproduktion automatisch, die meisten Kilos verliert eine vollstillende zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat des Säuglings.

Stillmode

Der Still-BH ist ein Klassiker, der durchaus seinen praktischen Nutzen hat. Doch ein Großteil der restlichen Stillmode, die man mittlerweile bei vielen Modeketten findet, dient nur der Gewinnoptimierung, denn keine Stillende braucht diese Kleidungsstücke wirklich. Stattdessen tun es bequeme Kleidungsstücke wie Longtops, Blusen oder lockere Maxikleider, die man auch nach der Stillzeit noch tragen kann, genauso gut.

Bildquelle: © Svetlana Fedoseeva – Fotolia.com

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