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Alleinerziehende erhalten einen höheren steuerlichen Vorteil, denn der Staat erhöht den Entlastungsbetrag um 600 Euro und hilft Müttern und Vätern die größere Belastung zu schultern. Pro Jahr können Alleinerziehende für das erste Kind 1908 Euro steuerlich geltend machen. Weiter gilt für das zweite Kind ein Freibetrag von 240 Euro jährlich.

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Was beinhaltet der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende?

Das Einkommenssteuergesetz regelt in Deutschland den „Entlastungsbetrag für Alleinerziehende“. Der neue Entlastungsbetrag kann erst mit der Lohnabrechnung ab Dezember 2015 geltend gemacht werden. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Berücksichtigung für den zusätzlichen Freibetrag von 600 Euro seitens des Arbeitgebers möglich.

Alleinerziehend: Eindeutige Zuordnung des Kindes zum Haushalt

Um in den Genuss der steuerlichen Vergünstigung zu kommen, müssen „alleinerziehend“ sein. Das Kind muss dem Haushalt eindeutig zugeordnet sein und der jeweilige Elternteil das Kindergeld sowie den Kinderfreibetrag beziehen. Elternteile, die die Kinder alleine pflegen und versorgen, haben einen Anspruch auf die erhöhte Steuerentlastung. Steuerpflichtige, die nicht die Voraussetzungen des Splitting-Verfahrens erfüllen, gelten steuerlich als alleinerziehend.

Eltern, die getrennt leben und das so genannte „Wechselmodell“ betreiben, können unabhängig vom Kindergeldbezug in einer einheitlichen Erklärung selbst bestimmen, wer den Entlastungsbetrag erhalten soll. Falls das Kind bei mehreren Steuerpflichtigen gemeldet ist, wird der Entlastungsbetrag dem zugerechnet, der die Voraussetzungen für die Kindergeldauszahlung erfüllt oder würde.

Haushaltsgemeinschaft

Leben Alleinerziehende mit dem Kind in einer Haushaltsgemeinschaft, so gelten diese nicht mehr als alleinerziehend und der Anspruch auf Steuerentlastung entfällt. Wenn eine weitere Person mit Haupt- oder Nebenwohnsitz bei der Adresse des Steuerpflichtigen gemeldet ist, besteht die Vermutung, dass gemeinsam gewirtschaftet wird (Haushaltsgemeinschaft). Lebt in dem Haushalt also der neue Lebenspartner der Mutter oder die Freundin des Vaters, so kann der Anspruch entfallen. Die Vermutung ist jedoch seitens des Steuerpflichtigen widerlegbar. Auch ältere Geschwister, die kein Kindergeld mehr beziehen, sind ein Ausschlussgrund für den neuen Entlastungsbetrag.

Nachzahlung für das Jahr 2015

Die Nachzahlung kann mit der Lohnabrechnung für Dezember 2015 geltend gemacht werden. Zu beachten ist, dass Alleinerziehenden eine andere Steuerklasse zugeteilt wird, wenn das Kind die Ausbildung im Jahr 2015 beendet hat und der Anspruch auf Kindergeld entfällt. Es muss bedingend für das Jahr 2015 eine Steuererklärung abgegeben werden, damit der neue Entlastungsbetrag zugeschrieben werden kann.

Neubeantragung des Erhöhungsbetrages für 2016

Alleinerziehende, die mehr als ein Kind haben, müssen für das Jahr 2016 den Erhöhungsbetrag von 240 Euro pro Kind neu beantragen, damit er gewährt wird. Der Freibetrag ist ab der Beantragung für zwei Jahre gültig (Dezember 2017). Finanzämter nehmen die neue zweijährige Lohnsteuerermäßigung ab Oktober 2015 entgegen. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind berücksichtigt der Arbeitgeber den neuen Entlastungsbetrag ab Januar 2016 automatisch, sodass eine Beantragung entfällt.

Senkung der laufenden Lohnsteuer: Antrag beim Finanzamt

Alleinerziehende mit mehreren Kindern haben bereits jetzt die Möglichkeit, die laufende Lohnsteuer zu senken. Bei dem zuständigen Finanzamt ist der zweiseitige Antrag („Vereinfachter Antrag auf Lohnsteuerermäßigung“) zu stellen. Auf der zweiten Seite des Antrages ist die Anzahl der betreffenden Kinder einzutragen. Auf einem Extrablatt können formlos die zusätzlichen 240 Euro pro Kind beantragt werden. Der beantragte Freibetrag wird dann ab dem Folgemonat gültig, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Bildquelle: © jolopes – Fotolia.com

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