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Das Studium stellt für viele junge Menschen den Grundstein für eine erfolgreiche Berufskarriere dar. Falls die Bewerbung um den gewünschten Studienplatz nicht erfolgreich war, ist eine Klage möglich. Dabei gilt es jedoch unbedingt alle Chancen und Risiken des zugehörigen Verfahrens umsichtig abzuwägen.

Übersicht:

  • – Warum eine Studienplatzklage überhaupt möglich ist
  • – Alles Wissenswerte zu den Fristen und zum Kostenrisiko der Klage
  • – Vorbereitung und Dauer einer Studienplatzklage
  • – Abschließendes Fazit zum Thema Studienplatzklage

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Warum eine Studienplatzklage überhaupt möglich ist

Laut deutschem Grundgesetz kann jeder Bürger seine Ausbildungsstätte frei wählen. Demzufolge ist die Ablehnung einer Universität rechtlich anfechtbar. Im Falle einer Klage muss die jeweilige Hochschule detailliert nachweisen, dass die Kapazitäten bereits voll ausgeschöpft sind oder entsprechende Zusatzplätze vergeben.

In der Regel übersteigt die Anzahl der Klagen jedoch die noch verfügbaren Plätze, sodass ergänzende Los- und Auswahlverfahren durchgeführt werden müssen. Eine erfolgreiche Klage ist somit nicht als Garantie für die Zuweisung eines Studienplatzes zu verstehen.

Alles Wissenswerte zu den Fristen und zum Kostenrisiko der Klage

Damit eine Klage den gewünschten Erfolg bringen kann, müssen die zugehörigen Fristen berücksichtigt werden. So unterscheiden sich die Antragsfristen in Bezug auf eine Zulassung außerhalb der regulären Immatrikulation von Bundesland zu Bundesland. Des Weiteren kann es sinnvoll sein, gleich gegen mehrere Universitäten zu klagen. Speziell bei besonders beliebten Studiengängen wie Psychologie oder Medizin sind 10 bis 15 parallel laufende Anträge keine Seltenheit.

Eine große Anzahl an Klagen geht natürlich auch mit einem erhöhten Kostenrisiko einher. Grundsätzlich sind dabei die Kosten für das Gericht, den eigenen Anwalt sowie die Aufwendungen der beteiligten Hochschule zu beachten. Wenn eine Studienplatzklage abgewiesen wird, können im schlimmsten Fall Kosten von bis zu mehreren Zehntausend Euro entstehen, was das Risiko dieses Vorgehens zusätzlich verdeutlicht.

Vorbereitung und Dauer einer Studienplatzklage

Allgemein empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch einen auf Hochschulrecht spezialisierten Anwalt, bevor die Studienplatzklage eingereicht wird. Die Erfolgschancen richten sich unter anderem nach dem konkreten Studienfach sowie den Abiturnoten des Klägers und lassen sich im Rahmen der Rechtsberatung realistisch bestimmen. Die Dauer des Verfahrens hängt vom zuständigen Gericht ab: Während ein Amtsgericht die Anträge oft innerhalb weniger Wochen bearbeitet, müssen die Kläger bei Verwaltungsgerichten häufig mehrere Monate auf eine Entscheidung warten.

Abschließendes Fazit zum Thema Studienplatzklage

Insgesamt gesehen lässt sich festhalten, dass eine Studienplatzklage wohl überlegt sein sollte. Die Gefahr auf hohen Kosten sitzen zu bleiben sowie die zum Teil langwierigen Verfahren zählen dabei zu den größten Nachteilen. Im Idealfall wird das Verhältnis zwischen den Risiken und den Erfolgsaussichten der Klage frühzeitig mit einem erfahrenen Rechtsbeistand analysiert.

Bildquelle: © stockWERK – Fotolia.com

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