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Es könnte eine echte medizinische Sensation werden, wenn sich die aktuellen Erkenntnisse aus dem Krebskongress Asco in Chicago dauerhaft und bewährt in die Praxis übertragen lassen. Die dort vertretenen Onkologen sprechen von einer echten Revolution im Bereich der Immuntherapie, die vielen Krebspatienten weltweit nicht nur die Lebenserwartung signifikant verlängern könnte, sondern unter Umständen gar den Anstoß für eine vollständige Heilung liefert – derartige Fortschritte sind bisher aber noch Wunschdenken.

Therapie aktuell noch nicht zuverlässig

Onkologen sind üblicherweise eher für ihre etwas statische, nüchterne Art bekannt. Das hat mit Sicherheit mit ihrem Beruf zu tun, in dem Euphorie nur selten nicht komplett fehl am Platze ist. Bei einem Kongress in Chicago, getauft auf den Namen „Asco“, könnte die Euphorie nun aber doch begründet sein.

Während des Kongresses tauschten sich dort vertretene Onkologen über ein neues Verfahren in der Immuntherapie aus, welches zwar nicht immer anschlägt, dennoch aber erstklassige Ergebnisse erzielen soll. Demnach liefert die Therapie nachweisbar Verkleinerungen von Tumoren, sofern sie denn anschlägt. Vor allem bei Lungen- und Hautkrebs soll die Immuntherapie sehr wirksam sein.

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Asco – der größte Krebskongress der Welt

Dass die Erkenntnisse gerade beim Asco-Kongress vorgestellt werden, dürfte Experten kaum überraschen. Die Veranstaltung gilt als größtes Krebs-Event der Welt, bei dem mehr als 5.000 Studien von Experten für andere Experten vorgestellt werden.

Auch wenn viele dieser Studien wichtige Erkenntnisse liefern und deren Wert für die Medizin keinesfalls heruntergespielt werden soll, war das wirkliche Highlight doch die bereits angesprochene Immuntherapie – zumindest hier waren sich die vertretenen Mediziner und Experten einig. Die Therapie basiert auf einem Ansatz, bei dem der Körper eigenmächtig den Krebs besiegen soll. Ganz anders als die klassische Chemotherapie, wo ein aggressiver Mix aus verschiedenen Wirkstoffen das übernehmen soll.

Menschliches Immunsystem zu starken Leistungen fähig

In den Studien wird deutlich, wie mächtig und kraftvoll selbst ein angeschlagenes Immunsystem sein kann, wenn es entsprechend gestärkt und „eingeölt“ wird. So ist ein intaktes Immunsystem durchaus in der Lage ganze Tumore erfolgreich zu bekämpfen, sofern bestimmte Stoffe aus dem Labor quasi als Benzin für den Motor funktionieren.

Die Euphorie dieser Studie wird leider dennoch gedämpft. Wenn das Immunsystem auf das „Benzin“ reagiert, sind die Ergebnisse sehr gut. Leider reagieren aber nur rund 10 bis 30 Prozent der Patienten auf die Behandlung. Krasse Nebenwirkungen konnten ebenfalls festgestellt werden, zudem müssten pro Jahr aktuell mit rund 150.000 Euro Kosten gerechnet werden.

Letzte Hoffnung für Sterbepatienten

Patienten, bei denen der Krebs so weit fortgeschritten ist, dass der Tod nur noch eine Frage der Zeit ist, fungieren aktuell freiwillig als Feldversuche. Denen, denen sonst nicht mehr geholfen werden kann, wird somit ein Funken Hoffnung gewahrt.

Bildquelle: © vitanovski – Fotolia.com

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