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Erneut wird der Kindesunterhalt zum 1.1.2016 innerhalb weniger Monate angehoben. Dabei kommt es zugleich bei der Düsseldorfer Tabelle zur einer Änderung. Zum letzten Mal änderten sich die Grundlagen im Juli 2015.

Erste Änderungen im Detail

Grundlage für diese Änderungen bildet der zehnte Existenzminimumbericht. Die Steuern sind durch den Staat an diesen Bericht anzugleichen. Schließlich ist eine Besteuerung des Einkommens nicht gewünscht, sofern dieses für den Lebensunterhalt von Bedeutung ist. Neben höherem Kindergeld erfolgt die Gewährung von Kinderfreibeträgen und mehr Unterhalt für Trennungskinder.

Es kommt zu einer Erhöhung vom Kindergeld um zwei Euro auf 190 Euro für das erste und zweite Kind. Während für das dritte Kind 196 Euro gezahlt werden, überweisen die zuständigen Kassen für das vierte Kind 221 Euro. Für Geringverdiener wird der Kindergeldzuschlag ab Juli 2016 um 20 Euro steigen.

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Mehr Hintergründe zum Kindergeld

Unbestritten ist die Tatsache des nicht billigen Lebens mit Kindern. Sofern das Kind noch minderjährig ist, liegt die Verpflichtung zum Sorgen der Kinder vor. Nicht immer bleiben die Eltern zusammen, bis die Kinder groß sind. Es kommt in diesem Fall zu einer Aufteilung der Pflichten hinsichtlich Barunterhalt und Betreuungsunterhalt.

Diese Form des Unterhalts wird von dem Elternteil geleistet, bei dem ein Kind lebt, erzogen und betreut wird. Für den Barunterhalt ist der nicht betreuende Elternteil zuständig. Geleistet wird dieser Unterhalt in Form einer monatlichen Zahlung.

Besondere Tipps

Nicht zwangsläufig zieht eine Anhebung von Kindergeld Konsequenzen für den Unterhaltspflichtigen nach sich. So kann er nach der Anhebung immer noch das gleiche Geld zur Verfügung haben wie vor der Anhebung. Gleichzeitig kommt es zur Erhöhung der Steuerfreibeträge. Auf diese Weise ist der Ausgleich ist der Ausgleich in Abhängigkeit von der Steuererklärung möglich.

Die mögliche Höhe des Kindergeldanspruches

Auf der einen Seite spielt das Nettogehalt von einem Unterhaltspflichtigen eine Rolle. Das Alter des Kindes stellt die zweite Grundlage dar. Unter Zugrundelegung dieser Informationen lassen sich aus der Düsseldorfer Tabelle. Gesetzeskraft besitzt die Tabelle allerdings nicht. Es handelt sich eher um eine allgemeine Richtlinie. Von Gerichten wird diese Tabelle in der Regel als allgemeine Empfehlung angesehen.

Darin sind Werte für ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von maximal 5.100 Euro festgelegt. Sofern das Einkommen von einem Unterhaltspflichtigen den Betrag von 5.100 Euro netto überschreitet, kommt es zu einer Einzelfallermittlung. Dabei ist wiederum zu beachten, dass der so genannte Zahlbetrag und der ausgewiesene Unterhaltsbedarf nicht identisch sind.

Berechnungsbeispiel und der Anspruch mehrerer Personen

Beim Unterhalt für minderjährige Kinder kommt es zu einem Abzug von Kindergeld. Für ein zehnjähriges Kind beträgt der Unterhalt laut der Tabelle 442 Euro. In diesem Fall hat der Abzug von 50 Prozent Kindergeld zu erfolgen, wobei es sich um 95 Euro handelt. Letztendlich fällt somit ein Unterhalt für das erste und zweite Kind in Höhe von 347 Euro an.

Außerdem gibt es die Fälle, in den Elternteile verpflichtet sein können, an mehrere Personen Unterhalt zu zahlen. Allerdings kann es vorkommen, dass er nicht über genügend Einkünfte verfügt. Für diese Fälle gibt es eine gesetzliche Regelung für die Verteilung des Einkommens.

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