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In Deutschland werden Frauen und vor allem verheiratete Frauen deutlich vom Rentensystem benachteiligt. Sie bekommen durchschnittlich 57 Prozent weniger Rente als Männer. Das liegt an mehreren Gründen wie zum Beispiel dem ungleichen Lohn der Geschlechter oder daran, dass die sogenannten Frauenberufe generell schlecht bezahlt werden.

  • Unterschiedliches Lohnniveau
    Schlechter bezahlte Berufe
    Erziehungsauszeiten
    Teilzeitarbeit
    Pflegeauszeit
    Ausgleich

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Unterschiedliches Lohnniveau

Obgleich es ungerecht ist, ist es seit Jahrzehnten in Deutschland so, dass Frauen für die gleiche Arbeit rund 22 Prozent weniger Geld bekommen als ihre männlichen Kollegen. Dadurch müssen Frauen neben dem geringeren Lohn zusätzlich eine geringere Rente akzeptieren. Wenn eine Frau ähnliche Ansprüche wie ein männlicher Kollege haben möchte, muss sie erheblich länger arbeiten oder sich privat um eine höhere Rentenleistung kümmern.

Schlechter bezahlte Berufe

In den typischen Frauenberufen werden weitaus geringere Löhne bezahlt als in den Berufen, in denen vorwiegend Männer tätig sind. Friseurinnen, Verkäuferinnen oder Kassiererinnen bekommen einen geringen Stundenlohn, der trotz mehrjähriger Ausbildung nur knapp dem Mindestlohn entspricht. In den Berufsbereichen wie dem Handwerk werden weitaus höhere Löhne gezahlt, wodurch Männer einen höheren Rentenanspruch über die Jahre hinweg erwerben.

Erziehungsauszeiten

Frauen, die ein oder mehrere Kinder bekommen, haben dadurch große Lücken in den Jahren, in denen sie eigentlich für eine angemessene Rente entsprechende Zahlungen leisten müssten. Jedoch sind es zum größten Teil Frauen, die in den ersten Jahren für die Erziehung der Kinder zuhause bleiben und sie bekommen diese Erziehungszeiten nicht ersetzt. Eine Hausfrau und Mutter hat zudem kein Einkommen, um durch eine private Vorsorge diese Lücke auszugleichen.

Teilzeitarbeit

Um für ihre Kinder da zu sein, entschließen sich viele Frauen dazu, aus ihrer Vollzeitstelle einen Teilzeitjob zu machen oder nur noch einen Minijob auszuüben, wodurch ebenfalls ihre Rentenansprüche sinken. Da diese Auszeiten entweder bis zur Einschulung der Kinder oder bis zum Teenageralter dauern, haben Frauen so eine große Lücke von 6 bis zu 14 Jahren in ihren Rentenansprüchen zu verkraften.

Pflegeauszeit

Wenn enge Verwandte wie Kinder, Ehemann oder Eltern plötzlich zum Pflegefall werden, sind es oft Frauen, die in diesem Fall die Pflege übernehmen und darum beruflich kürzer treten. Das wirkt sich ebenfalls negativ auf ihre Rentenansprüche aus, wobei diese Doppelbelastung vom Staat gewünscht wird, um die Pflegekosten niedrig zu halten.

Ausgleich

Wenn eine Frau eine angemessene Rente für ihre lebenslange Arbeit haben möchte, muss sie durch Zusatzversicherungen oder einen Sparplan selbst dafür sorgen, dass sie ein ähnliches Rentenniveau wie ihr männlicher Arbeitskollege hat. Frauen, die einen gebrochenen Lebenslauf aufweisen, also ihre Pflichten als Mütter oder eine häusliche Pflege übernommen haben, können so gut wie gar nicht damit rechnen, eine angemessene Rente zu bekommen.

Sie dürfen nur eine geringe Grundversorgung erwarten, da ihnen durch ihre kostenlose Arbeitsleistungen im Haushalt die finanziellen Mittel fehlen, um die ausfallenden Rentenbeiträge zu ersetzen. Die private Vorsorge ist ihre einzige Chance auf eine ähnliche Rentenleistung.

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