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Es mag sich zunächst etwas befremdlich anhören, sich den Job als Fischer in Norwegen vorzustellen. Dennoch kann ein Einsatz auf einem Fischerboot modernen Zuschnitts eine interessante – und sogar sehr lukrative – Erfahrung sein. Ob man die Semesterferien auf die Art verbringt, sich schnell ein finanzielles Polster anlegen will oder einfach nur eine abenteuerliche Auszeit nehmen will: Der Job als Fischer kann etwas ganz Besonderes sein.

Natur pur – an die Grenzen gehen

Wer bisher nur seine Fischstäbchen aus der Tiefkühltruhe zog, und das ist das Gros aller europäischen Konsumenten, macht sich gar nicht klar, welch harte Arbeit hinter dem Ganzen steht. Wer auf einem Trawler anheuert, wird sofort in die Materie eingeführt, und er wird von da an sicher jedes Fischfilet mit mehr Respekt als zuvor betrachten. Ein Fischer, der hoch oben in Norwegen arbeitet, ist also ein Teil einer modernen „Nahrungskette“, und in der Praxis kann das nicht nur spannend, sondern auch recht anstrengend sein.

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Harte Aufgaben, ein rauer Umgangston

Wer also seefest ist, nicht so leicht aus der Balance zu bringen ist, kann sich damit beschäftigen, mit dabei zu helfen, die Netze auszufahren bzw. sie wieder einzuziehen. Das, was in den Netzen hängen bleibt, wird sortiert, den Fischen werden die Köpfe und die Schwänze abgetrennt. Es kann auch sein, dass der ganze Fisch ausgenommen werden muss. Das allein kann manchem sensiblen Gemüt etwas zusetzen, aber der finanzielle Output ist schon recht ansehnlich, wie an den Löhnen abzulesen ist.

Was kriegt man für die Plackerei?

Wenn man erst einmal eingearbeitet ist, kann man sich auf einen recht ordentlichen Tagessatz freuen, der in der Regel auch sofort in bar ausgezahlt wird. Bis zu 250 Euro kann man pro Tag an Bord erwirtschaften, was einem Wochenlohn von 1500 Euro und mehr entspricht. Wer diese Summe auf den Monat hoch rechnet, muss zugeben, dass es deutlich schlechter bezahlte Jobs gibt, bei denen man nicht auch noch frische Luft und Abenteuer gratis dazu kriegt.

Eisblöcke tragen – die Nase desensibilisieren

Dass diese Jobs so gut bezahlt sind, hat den einfachen Grund, dass sie gemacht werden müssen, aber nicht wirklich beliebt sind. Es kommen einige klare Nachteile ans Licht, die man aber für eine gewisse Zeit auch verschmerzen kann. Es ist körperlich einfach Schwerstarbeit, allein die gefrorenen Tiere in Blöcken zu tragen, erfordert wirklich Kraft. Dann ist auch eine gewisse, aber zeitlich begrenzte Isolation nicht von der Hand zu weisen. Das Meer und die Crew – das ist es über Wochen auch schon. Hinzu kommen Wind, Temperaturen, die warm Anziehen angeraten sein lassen, und ein ständiger Seegang. Und – Leute mit sensibler Nase könnten den Fischgeruch etwas abschreckend finden, zumindest zu Beginn.

Ein Job fern von PC und Kaffeemaschine

Wer den Verdienst als Anreiz, diesen Job zu übernehmen, nimmt, sich auf Wind, Wetter und besondere Kollegen einlässt, kann hier wirklich gutes Geld verdienen. Und als Teil des Pakets, das sich „Lebenserfahrung“ nennt, kann solch ein Job sich auch sehen lassen. Wer also körperlich fit ist, mal etwas mit den Händen machen will, könnte sich überlegen, sich für einen solchen Job zu bewerben.

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