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Nicht immer wird gleiche Arbeit gleich entlohnt. Ein Blick auf den Arbeitsvertrag des Kollegen würde Manchen überraschen. Doch welche Faktoren bestimmen das Gehalt? Und wie stark wirken sich Alter und Geschlecht tatsächlich auf den Kontostand aus?

Frauen verdienen weniger als Männer

Der Unterschied in der Entlohnung der Geschlechter ist kein Geheimnis und oft Debatte in Politik und Feminismus. Insgesamt verdienen die deutschen Frauen 22 Prozent weniger als die Männer. Allerdings arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit und in Berufen, die generell weniger zahlen. Doch selbst bei gleicher Arbeit verdienen Frauen sieben Prozent weniger als Männer.

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Die Branche entscheidet

Die Privatwirtschaft und die Produktion sind Branchen mit hohen Gehältern – über Grenzen von Geschlecht und Alter hinaus. Dienstleistung, Gastronomie und Handel liegen im Mittelfeld, während Verwaltung, Erziehung, Gesundheit und Soziales die Schlusslichter bilden. Diese typischen Frauenberufe sind Grund für die große Lücke zwischen den Geschlechtern. Auch ein Studium rettet davor nicht: Geisteswissenschaftler verdienen deutlich weniger als Naturwissenschaftler oder Ingenieure.

Verdienen alte Leute mehr?

Alter steht für Erfahrung, Jugend für Innovation – wer bekommt mehr Lohn? Im Allgemeinen verdient man bis 33 unterdurchschnittlich. Ab 33 geht es aufwärts – aber nur bis 50: jetzt bekommt man 22 Prozent mehr als der Durchschnitt und die Kurve stagniert. Arbeitnehmer ab 58 jedoch werden mit 38 Prozent mehr als der Durchschnitt und 13 Prozent mehr als die 50-jährigen entlohnt.

Ausnahme Einstiegsgehalt

Heutzutage suchen Firmen nach kreativen, flexiblen Mitarbeitern. Junge Leute werden gelockt und verdienen daher mit einem Einstiegsvertrag vergleichsweise mehr als ein älterer Kollege in der selben Position. Frühzeitige Bewerbungen statt Gap Year und Zweitstudium helfen also. Nach wie vor wird Treue zum Unternehmen belohnt und das Gehalt steigt mit den Arbeitsjahren.

Gleichheit oben auf der Karierreleiter

Hat man (oder frau) erst eine Führungsposition inne, spielen Alter und Geschlecht so gut wie keine Rolle mehr. Der Aufstieg lohnt sich also – ist aber für jüngere und weibliche Arbeitnehmer deutlich schwieriger. Akademiker erreichen Führungspositionen häufiger und früher. Sie verdienen besser als nicht-Studierte und ihr Gehalt steigt schneller. Obwohl sie den Arbeitsmarkt also später betreten, bekommen sie in der Summe mehr Lohn.

Günstige Positionen

Verantwortung wird entlohnt: ob personelle oder wirtschaftliche – der Aufstieg in eine Führungsposition ist mit einem höheren Gehalt verbunden. Außerdem ist Spezialwissen gut, denn schwer zu ersetzende Mitarbeiter werden an das Unternehmen gebunden. Besondere Qualifikationen und Weiterbildungen sowie Fachwissen und Erfahrung sind also wortwörtlich lohnenswert.

Gut: Master, Westen, große Firmen

Noch mehr verdient, wer aus den alten Bundesländern kommt oder dort arbeitet. Die ehemalige DDR liegt nach wie vor auf einem Lohnniveau von circa 70 Prozent des Westens. Dabei werden Frauen in den neuen Bundesländern fairer entlohnt als in den neuen. Wer einen Master statt „nur“ einem Bachelor-Abschluss hat, verdient bei gleicher Arbeit bis zu 20 Prozent mehr. Ähnliche Arbeit in einem großen Konzern bekommt bis zu fünfzig Prozent mehr Gehalt als in einem kleinen Unternehmen.

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