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Shisha rauchen – für viele ist das die vermeintlich gesündere Alternative zum Rauchen herkömmlicher Zigaretten. So kommt es, dass etwa 40 Prozent aller jungen Menschen schon einmal eine Shisha geraucht haben – viele von ihnen sind eigentlich sogar Nichtraucher. Shisha-Rauchen wird oft als weniger schädlich und ungesund als das eigentliche Rauchen einer normalen Zigarette angesehen. Doch stimmt das wirklich? Wie ungesund ist Shisha tatsächlich?

Übersicht:

  • Was ist eine Shisha?
  • Wie ungesund ist Shisha?
  • Wasser filtert den Tabak nur gering
  • Die Zusammensetzung des Tabaks
  • Die Stärke und Länge des Shisha-Rauchens
  • Hygiene-Aspekte

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Was ist eine Shisha?

Shishas sind Wasserpfeifen, bei denen ein Stück Kohle aufgelegt wird, durch das dann der Tabak erhitzt wird und inhaliert werden kann. Der Tabak wird meistens noch geschmacklich durch bestimmte Zusätze wie Vanille oder Apfel verändert.

Im Orient gehört das Rauchen einer Shisha zur Tradition und ist ein bedeutsamer Teil der arabischen Kultur. In den letzten Jahren hat sich das Rauchen der Wasserpfeife auch in Deutschland etabliert. Vor allem in Städten gibt es ein vielfältiges Angebot an Shisha Bars und Shisha Restaurants, in denen die Wasserpfeife öffentlich konsumiert werden kann.

Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Shisha sehr beliebt. Etwa 40 Prozent aller jungen Menschen haben schon einmal eine Shisha geraucht– viele von ihnen sind eigentlich sogar Nichtraucher.

Wie ungesund ist Shisha

Oftmals wird das Shisha-Rauchen als weitaus harmlosere Alternative zur Zigarette gesehen. Doch das ist falsch, denn: Tabakrauchen ist immer gesundheitsschädlich – und Sisha-Rauchen ist eine Form des Tabak-Rauchens.

Mehr noch: Der Rauch einer Shisha kann tatsächlich aus mehreren Gründen wesentlich schädlicher als bei Zigaretten sein. Warum auch eine Shisha ungesund ist, erläutern wir im Folgenden.

Wasser filtert den Tabak nur gering

Dass Shisha-Rauchen weniger ungesund sei als Zigaretterauch wird oft damit begründet, dass durch das Wasser die Schadstoffe aus dem Rauch herausgefiltert würden.

Die Filterwirkung des Wassers ist aber nachweislich gering. Das Wasser in der Shisha kühlt zwar den Rauch ab, so dass dieser im Hals nicht so unangenehm und kratzend erlebt wird. Trotzdem werden beim Shisha-Rauchen größere Schadstoffmengen aufgenommen als bei filterlosen Zigaretten.

Denn durch das Inhalieren des kälteren Rauchs werden Stoffe wie Arsen, Bez(a)pyren und Formaldehyd oder die ebenfalls giftigen Schwermetalle Chrom, Nickel, Cobalt und Blei in die Lunge gezogen.

Zusammensetzung des Tabaks

Die Zusammensetzung des Tabaks ist anders als bei Zigaretten. Dies liegt vor allem am deutlich höheren Anteil von Feuchthaltemitteln, die beim Shisha-Rauchen gefährliche Schadstoffe freisetzen.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung enthält der Shisha-Tabak teilweise bis zu 20 Mal mehr Tabak, bis zu 10 Mal mehr Nikotin und 10 Mal mehr Teer. Der Bleiwert kann sogar die 100-fache Menge dessen einer Zigarette betragen.

Beim Verschwelen des Tabaks entstehen Teer und durch die Kohle größere Mengen Kohlkenmonoxid und gelangen beim Inhalieren des Shisha-Rauchs tief in die Lunge.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass der Shisha-Tabak Glycerin enthält, welches primär für die Rauchentwicklung zuständig ist. Dabei konnte bei experimentellen Studien festgestellt werden, dass dieses in das gesundheitsschädliche Acrolein umgewandelt wird.

Die Stärke und Länge des Shisha-Rauchens

Das Zugvolumen ist zehn Mal so hoch wie beim Rauchen einer Zigarette. Und letztendlich ist auch die Länge des Shisha-Rauchens ein Problem. So eine Shisha-Session kann bis zu 60 Minuten dauern und man inhaliert dabei bis zu 200 Mal mehr Rauch als bei einer Zigarette.

Und genau hier liegt das größte Problem: die hohe Nikotinaufnahme. Durch das lange Rauchen einer Wasserpfeife nimmt der Körper besonders viel Nikotin auf. Und Nikotin macht bekanntlich süchtig. Deswegen wird das Shisha-Rauchen oft auch als Einstiegsdroge bezeichnet, welche nach einer Zeit zum „richtigen“ Rauchen führt.

Hygiene-Aspekte

Shisha-Rauchen macht man meist in größeren, geselligen Runden. Was dabei oft unterschätzt wird, sind die Hygiene-Aspekte. Denn wenn sich mehrere Menschen ein Mundstück beim Shisha-Rauchen teilen, können Speichelreste Krankheiten übertragen. Mangelnde Hygiene kann dann zu Infektionen wie Hepatitis oder Herpes führen.

Bildquelle: © glazok – Fotolia.com

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