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In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie in wenigen Schritt Wohngeld und Blindengeld beantragen können. Rund herum versorgen wir Sie auch mit wichtigen und nützlichen Tipps und Tricks rund um die Themen Wohngeld und Blindengeld. Heimarbeit.de wünscht viel Spaß beim Lesen!

Übersicht:

  • Abschnitt 1: Wohngeld
  • Allgemeines zum Wohngeld
  • Wohngeldantrag stellen: So geht’s!
  • Wann wird das Wohngeld gezahlt?
  • Formloser Wohngeldantrag
  • Bearbeitungsdauer des Antrags für Wohngeld
  • Rückwirkender Antrag auf Wohngeld

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Wohngeld

Abschnitt 1: Wohngeld

In diesem ersten Abschnitt möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie das Wohngeld beantragen können. Zusätzlich geben wir Ihnen einige interessante und wichtige Zusatzinformationen mit an die Hand, die sicher nützlich sein können…

Allgemeines zum Wohngeld

Beim Wohngeld handelt es sich um eine Sozialleistung, die man auf Antrag erhalten kann. Hierbei muss natürlich geklärt werden, ob der Antragsteller auch wirklich einen Anspruch auf das Wohngeld hat. Ist der Antrag erst einmal genehmigt, so sollte der Haushaltsförderung durch das Wohngeld auch nichts mehr im Wege zu stehen.

Zuständigkeit für das Wohngeld: Zuständig für das Wohngeld sind die Wohngeldbehörden der Stadt-, Kreis-, Gemeinde-, Amtsverwaltung. Die Formulare, die man für einen Antrag auf das Wohngeld braucht, findet man also nicht nur im Internet, sondern auch bei den entsprechenden Behörden.

Wohngeldantrag stellen: So geht’s!

Im Allgemeinen sollte ein Wohngeldantrag stets persönlich beim zuständigen Wohngeldamt abgegeben werden. Dazu prüfen Sie am besten im ersten Schritt, ob Ihnen das Wohngeld überhaupt zusteht.

Steht Ihnen das Wohngeld zu, so können Sie den Antrag ausfüllen und sich anschließend zur Abgabe des Antrags beim zuständigen Wohngeldamt einen Termin vereinbaren. Das Amt prüft anschließend Ihren Antrag auf Vollständigkeit der Angaben. Auch für Fragen des Antragstellers stehen die Mitarbeiter des Wohngeldamtes gerne zu Verfügung.

Hier möchten wir Ihnen den Prozess noch einmal anhand einiger Schritte veranschaulichen:

Schritt 1 – Anspruch prüfen: Der erste Schritt besteht darin, die persönliche Lebenssituation auf einen Anspruch zu überprüfen. Denn wenn Sie nicht für die Wohngeld-Förderung in Frage kommen, macht es auch gar keinen Sinn, einen Antrag zu stellen.

Schritt 2 – Antrag ausfüllen: Wenn Sie davon ausgehen können, dass Sie einen Anspruch auf die Förderung haben, dann können Sie sich einen Antrag besorgen und ausfüllen.

Die Anträge finden Sie entweder im Internet auf der Website der zuständigen Behörden oder aber direkt bei den Wohngeldämtern. Auch wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob ein Anspruch besteht, sollten Sie lieber auf Nummer sicher gehen, und den Anspruch mithilfe eines Antrags prüfen lassen.

Schritt 3 – Antrag einreichen: Der letzte Schritt besteht nun darin, den fertig ausgefüllten und zumindest teilweise ausgefüllten Antrag beim zuständigen Wohngeldamt einzureichen. Hier kann man auch Fragen stellen und sich bei Unsicherheiten helfen lassen.

Wann wird das Wohngeld gezahlt?

Denken Sie daran, dass das Wohngeld grundsätzlich ab dem Monat gezahlt wird, in dem es beantragt wurde. Es gibt also keine rückwirkende Leistung vom Amt. Stellen Sie Ihren Antrag auf Wohngeld daher unbedingt rechtzeitig. Die Leistung gilt im Übrigen dann als beantragt, wenn der amtliche Antragsvordruck mit allen wichtigen Unterlagen zusammen eingereicht wurde.

Tipp: Damit alles reibungslos verlaufen kann, sollten Sie zunächst einen formlosen Antrag stellen.

Formloser Wohngeldantrag

Um sicher zu gehen, dass alles reibungslos verläuft und man auf jeden Fall in der Frist bleibt, sollte zunächst ein formloser Antrag auf Wohngeld eingereicht werden. Es wird hierbei ein vereinfachter Antrag gestellt, sodass das Wohngeldamt weiß, dass Wohngeld gewünscht wird. Den richtigen, vollständigen Antrag kann man dann nachreichen.

Einen formlosen Antrag kann man einen Monat vor dem richtigen Antrag einreichen. Innerhalb dieser Frist gilt der formlose Antrag als offizielles Einreichdatum des Antrags.

Bearbeitungsdauer des Antrags für Wohngeld

Die Bearbeitungsdauer variiert und hängt immer von der jeweiligen Behörde ab. In der Regel beträgt die Bearbeitungsdauer des Wohngeldantrags rund 3 bis 6 Wochen. Wiederholungsanträge werden dabei sehr häufig um Einiges schneller bearbeitet, als Erstanträge. Einen Rechtsanspruch auf die Bearbeitung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gibt es aber nicht.

Vorschuss Wohngeld: Sollte die Bearbeitung 8 Wochen oder mehr andauern, so kann man auch einen Vorschuss auf das Wohngeld erhalten. Das geht natürlich nur, wenn alle Unterlage vorhanden sind.

Rückwirkender Antrag auf Wohngeld

Nur unter bestimmten Fällen kann ein rückwirkender Antrag auf Wohngeld gestellt werden. Zum Beispiel, wenn:

  • die berücksichtigende Miete oder Belastung um mehr als 15 Prozent steigt
  • ein Transferleistungsantrag abgelehnt wurde – dann gibt es teilweise nämlich rückwirkend für den Ersten des Monats, in dem die Ablehnung bekannt wurde, ein Wohngeld
  • ein Mitglied des Haushalts Transferleistungen beantragt oder erhält – dann kann ein nämlich ein Wohngeldbescheid unwirksam werden. Für die verbleibenden zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder kann das Wohngeld auf Antrag rückwirkend geleistet werden.

Der Antrag muss in diesen fällen dann bis zum Ablauf des folgenden Monats eingereicht werden.

Abschnitt 2: Blindengeld beantragen

Im zweiten Teil des Artikels soll es um das Blindengeld beziehungsweise die Blindenhilfe gehen. Hier zeigen wir Ihnen, wann einem die Blindenhilfe zusteht, wie Sie die Blindenhilfe beantragen und noch viele weitere wichtige Dinge, die Sie zur Blindenhilfe wissen sollten…

Allgemeines zur Blindenhilfe

Die Blindenhilfe ist ein besonders wichtiger Bestandteil der Sozialhilfe. Geleistet wird die Blindenhilfe an als Blinde anerkannte Menschen. Die Höhe der Blindenhilfe beträgt derzeit pro Monat rund 653 Euro. Ein Anspruch besteht aber nur, wenn man ein Einkommen bis zu einer gewissen Grenze hat. Logisch, wer zu viel verdient, ist vermutlich weniger auf die Blindenhilfe angewiesen.

Daneben sollte man noch wissen, dass das Landesblindengeld und Leistungen aus der Pflegeversicherung teilweise auf die Blindenhilfe angerechnet werden.

Voraussetzungen für Erhalt der Blindenhilfe

Bevor man einen Antrag auf Blindenhilfe stellt, sollte man seinen Anspruch auf die Hilfeleistung prüfen.

Als blind gilt man hauptsächlich dann, wenn:

  • das Augenlicht fehlt
  • die Sehstärke auf beiden Augen nicht mehr als 1/50 beträgt (entspricht dem Schweregrad von 4)

Eine weitere Voraussetzung ist, wie wir in der Einleitung schon angeschnitten hatten, dass die persönliche Einkommensgrenze nach §§ 85 ff., 87 Abs. 1 SGB XII nicht überschritten wird.

Höhe der Blindenhilfe

Ebenfalls angeschnitten hatten wir in der Einleitung bereits die Höhe der Blindenhilfe. Allerdings erhalten erwachsene und minderjährige Blinde eine unterschiedliche hohe Leistung der Blindenhilfe:

  • Blinde ab 18 Jahren erhalten monatlich 653,96 Euro
  • Blinde bis 17 Jahre erhalten monatlich 326,98 Euro

Anrechnung von Pflegeversicherungsleistungen: Sofern Blinde bei häuslicher Pflege schon Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, sind diese Leistungen zu 70 Prozent auf die Blindenhilfe anzurechnen.

Zumindest gilt dies solange, wie die Pflegebedürftigen sich in der Pflegestufe 1 befinden. Bei den Pflegebedürftigen der Stufen 2 und 3 werden nämlich 50 Prozent des Pflegegeldes der Blindenhilfe angerechnet. Auch bei privaten Pflegeleistungen gilt diese Vorschrift.

Anrechnung von Landesblindengeld

Dann gibt es noch das Landesblindengeld. Diese Leistungen der einzelnen Bundesländer werden zu 100 Prozent auf die Blindenhilfe angerechnet. Ist das Landesblindengeld niedriger als die Blindenhilfe, so besteht ein Anspruch auf eine ergänzende Blindenhilfe, bis der Betrag der Blindenhilfe erreicht ist.

Antrag auf Blindengeld

Das Blindengeld wird in der Regel von den Grundsicherungs- und Sozialdienststellen bewilligt. Hier stellt man dann auch einen Antrag auf das Blindengeld.

Bildquelle: © Alena Ozerova – Fotolia.com

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