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Chips sind ein beliebter Snack. Auch bei uns: Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegt Deutschland im Europa-Vergleich im Mittelfeld – circa ein Kilo Chips isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Die Meinungen darüber, wie ungesund Chips wirklich sind, gehen auseinander. Fakt ist: Sie sind in jedem Fall kalorienreich und damit nichts, was man in hohen Mengen verzehren sollte. Doch gibt es noch etwas, was Chips ungesund macht, außer sein hoher Fettanteil?

Übersicht:

  • Chips – die beliebte Knabberei
  • Wie ungesund sind Chips
  • Chips sind Kalorienbomben
  • Transfettsäuren
  • Acrylamid

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Chips – die beliebte Knabberei

Chips sind ein beliebter Knabbersnack. Vor dem Fernseher sitzen, Tüte aufreißen und genießen. Einfach und lecker, das sehen viele so. Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegt Deutschland im Europa-Vergleich im Mittelfeld – circa ein Kilo Chips isst jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr.

Doch woraus bestehen Chips eigentlich? Die Zutatenliste erscheint ziemlich harmlos: Kartoffeln, Sonnenblumenöl gehärtet, Aroma (mit Paprikapulver, Geschmacksverstärker Monnatriumglutamat, Zwiebelpulver, Erdnusseiweiss, Knoblauchpulver, Weizeneiweiß, Gewürzextrakt).

Aber erstens sind Geschmacksverstärker nicht unumstritten. Und zweitens: womöglich kommen auch noch andere Sachen in die Tüte. Denn Zutaten unter einer gewissen Mengengrenze müssen gar nicht aufgeführt werden. Die sind natürlich alle immer unter der Unbedenklichkeitsgrenze, aber das Schwierige ist, dass alle Untersuchungen im Bezug auf diese Grenzwerte nie die Wechselwirkungen mit anderen Inhaltsstoffen berücksichtigen. Deshalb sollte man immer kritisch sein.

Wie ungesund sind Chips

Fettes Essen ist auf Dauer ungesund – das ist keine neue Erkenntnis, sondern allseits bekannt. Vor allem viel und regelmäßiges fettiges Essen schadet dem Körper und der Gesundheit.

Chips zählen ebenfalls zu den Genussmitteln, die keine Dauerkost sein sollten und von denen man nur eine geringe Menge zu sich nehmen sollte. Warum, das erläutern wird im Folgenden.

Chips sind Kalorienbomben

Eigentlich sind Kartoffeln doch gesund und mal soll sie essen, heißt es doch. Grundsätzlich ist das richtig, ja. Die Kartoffel ist zwar ein gesundes Lebensmittel, aber es kommt drauf an, was man damit macht.

Chips zum Beispiel, die ja auch aus Kartoffeln gemacht werden, sind wahre Kalorienbomben: Sie enthalten je hundert Gramm fast vierzig Gramm Fett. Auf den Alltag umgerechnet heißt das: wer abends beim Fernsehen eine Tüte Chips isst (die normale Größe mit 175 Gramm) nimmt fast die ganze Portion Fett, die pro Tag erlaubt ist, noch einmal zu sich.

Dies ändert sich auch nicht grundsätzlich bei so genannten „Light-Produkten“, bei denen im Produktionsprozess ein Teil des Frittierfettes mittels Dampf abgesogen wird. Fettreduzierte Chips enthalten ein Drittel weniger Fett. Aber man darf sich nicht täuschen lassen – man spart eben nicht auch ein Drittel Kalorien ein, sondern nur um die zehn Prozent.

Dementsprechend: Egal, zu welcher Sorte man greift, sie sind einfach kalorienreich. Chips sollten daher nur in kleinen Mengen verzehrt und keinesfalls zur Dauerkost werden. Andernfalls drohen Übergewicht und damit verbunden gesundheitliche Risiken wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Transfettsäuren

Noch mal: Fettes Essen ist auf Dauer ungesund. Doch es kommt vor allem auf die Art der Fette an. Transfettsäuren sind besonders schädlich, weil sie zu Gefäßverkalkung führen können.

In Chips, Pommes und anderem Frittierten finden sich besonders viele Transfettsäuren. Doch was genau sind Transfettsäuren?

Die Transfettsäuren zählen zu den besonders unerwünschten unter den Nahrungsfetten. Chemisch gehören sie zur Gruppe der normalerweise gesunden ungesättigten Fettsäuren, haben aber eine spezielle räumliche Struktur, die zu ungünstigen Veränderungen im Körper führt.

Transfettsäuren verändern das Fettsäuremuster in den Zellen und im Blut. Weiterhin verstärken sie das „schlechte“ LDL-Cholesterin und senken das „gute“ HDL-Cholesterin. Das LDL-Cholesterin lagert sich verstärkt in den Gefäßen ab und begünstigt so die Entstehung von Arteriosklerose.

US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Transfette stärker dick machen als bisher gedacht und vermehrt zu Fettanlagerungen am Bauch führen. Der negative Effekt der Transfette zeigte sich dabei unabhängig von der gesamten Kalorienmenge.

Im Vergleich zu Übergewichtigen mit gleichmäßig verteilten Fettpolstern haben Männer und Frauen mit einer so genannten Apfelfigur ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für Stoffwechselstörungen wie beispielsweise Diabetes. Dies hängt unter anderem mit von den Bauchfettzellen produzieren Signalstoffen zusammen.

Aufgrund der gesundheitlichen Risiken empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), weniger als ein Prozent der täglichen Nahrungsenergie in Form von Transfettsäuren aufzunehmen. Wenn man sich vollwertig ernährt und die richtigen Produkte auswählt, also überwiegend Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Nudeln, Reis, Kartoffeln sowie fettarme Milch und Milchprodukte zu sich nimmt, dann sind Transfettsäuren kein relevanter Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Acrylamid

Vor einigen Jahren gab es bezüglich des umstrittenen Inhaltsstoffes Acrylamid erhebliche Sorgen. Der Grund hierfür war, dass Forscher in Chips den Schadstoff Acrylamid gefunden hatten.

Acrylamid entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Toastbrot, Frühstücksflocken oder Kartoffeln beim Backen, Rösten, Braten oder Frittieren überhitzt werden. Laut WHO sollte man am Tag nicht mehr als ein Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen.

Doch die Hersteller von Chips und Co. haben sich des Themas angenommen und hier deutlich nachgebessert. Nach aktuellen Ergebnissen scheint diese Gefahr nun gebannt – das Thema spiele heute so gut wie keine Rolle mehr. Denn die meisten Chips-Produkte liegen – zumindest was Acrylamid angeht – weit unter dem europäischen Richtwert.

Bildquelle: © Syda Productions – Fotolia.com

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