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Ein Studium ist teuer. Meist müssen Studenten eine Wohnung anmieten und einrichten, Fachliteratur muss angeschafft werden und gegessen werden muss auch noch.

Überblick:

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Studieren und Steuern sparen

Wer in seinem Studium Steuern sparen will, sollte sich alles, was gekauft wird quittieren lassen. Dazu zählen der Semesterbeitrag genauso wie die Studienbücher, den Laptop, die Lernsoftware, Telefon- und Internetgebühren, Kopien, Büromöbel oder Fahrtkosten. Dabei sollten die Belege nicht wahllos in einen Karton geworfen werden, sondern direkt ordentlich abgeheftet werden. Am besten es wird geordnet nach Kategorien wie Fachliteratur, Bürobedarf oder Reisekosten.

Ein Studierender sollte wissen, dass die Kosten die beispielsweise durch ein Masterstudium anfallen, als Werbungskosten von der Steuer absetzbar sind. Fallen größere Anschaffungen, wie ein Laptop an, so können die Kosten über einige Jahre als Abschreibung beim Finanzamt geltend gemacht werden. Generell gilt, dass größere Anschaffungen immer vom eigenen Konto bezahlt werden, somit hat man späterhin eine Dokumentation über die Kosten und dass man selbst für sie aufgekommen ist.

Kosten bis 6000 Euro absetzbar

Die Kosten für Studiengebühren, Fahrtkosten, Kaufbelege und Quittungen können in einer Verlustfeststellung, auch während des Studiums, in der Steuererklärung aufgeführt werden, damit man sie von späteren Einnahmen absetzt. Zudem hängt es vom Verdienst ab und ob sich der Studierende im Erst- oder im Zweitstudium. Als Zweitstudium wird das Finanzamt auch einen Masterstudiengang werten, weil dieser erst nach Abschluss des Bachelor begonnen wird. Generell gilt, Studenten im Zweitstudium haben bessere Steuervorteile. Wer im Erststudium ist, kann bis zu 6000 Euro als Sonderkosten absetzen.

Aber nur dann, wenn im gleichen Jahr versteuernde Einkünfte vorhanden waren. Das heißt: Wurden im Jahr 6000 Euro für das Studium ausgegeben aber es wurde nichts verdient, müssen die Kosten allein getragen werden. Die Rechnung ist simpel: Kein Einkommen, keine Steuern, keine Vergünstigungen. Wer aber doch steuern zahlen muss, der sollte, wie oben schon beschrieben sämtliche Belege über Ausgaben sammeln. Dazu kommen auch Gebühren für das Studium, Prüfungen, Seminare und Aufnahmetests.

Die Vorteile des Zweitstudiums

Besser steht der Student im Zweitstudium aus. Denn seine Ausgaben können als Werbungskosten angesehen werden. Sie können unbegrenzt hoch sein und zudem in die Folgejahre übertragen werden. Allerdings nur, wenn ein sachlicher Zusammenhang zwischen dem Studium und dem Beruf besteht.

Wenn beispielsweise ein angehender Mediziner vor dem Studium eine Ausbildung zum Rettungssanitäter macht, werden Kurzausbildungen als Erstausbildung anerkannt. Das Medizinstudium wird dann als Zweitstudium angesehen und die Kosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden. Solche Schlupflöcher gelten für die, die einen LKW-Führerschein machen, eine Ausbildung zum Taxifahrer oder auch zum Flugbegleiter machen. Anzumerken ist, dass das Erststudium nicht wie das Zweitstudium in den späteren Beruf übergehen.

Miete

Wohnt der Student im Wohnheim, in einem Appartement oder einer WG. so kann die Miete als Werbungskosten angemeldet werden, aber nur, wenn der Studienort nicht der Lebensmittelpunkt ist. Der Hauptwohnsitz muss sich an einem Ort befinden, beispielsweise im Elternhaus, mit Kochnische und Bad. Belegen kann der Student das mit einer Meldung seines Erstwohnsitzes oder einer Bahnfahrkarte.

Fahrtkosten

Den Weg zu Uni können Studenten mit einer sogenannten Pendlerpauschale als Kilometergeld absetzen. Das Finanzamt berechnet je Uni-Tag jeden vollen Kilometer der einfachen Strecke, mit 30 Cent pro Kilometer. Dabei ist es egal wie der Student zur Uni kommt, mit dem Wagen, dem Fahrrad oder dem Bus. Das Kilometergeld wird auch gezahlt wenn Fortbildungen oder Seminare besucht werden die außerhalb der Uni liegen.

Unterschiede zum Bachelor

Die Einkommensteuererklärung für den Master hat einige Änderungen. Bachelorstudenten, die neben ihrem Studium höher als der Grundfreibetrag von 8.472 Euro pro Jahr verdienen, weil sie einen ausgezeichneten Nebenjob haben, können Ausgaben als steuermindernd geltend machen. Das gilt für Kosten bis 6.000 Euro, aber sie werden nur in dem Jahr anerkannt, in dem sie entstanden sind.

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