Wohngeld beantragen als Student

Wohngeldgesetz
Freitag November 27.11.2015 - 2:03 pm

Das Studentenleben ist kein leichtes. Wer nicht mehr im Elternhaus wohnen kann, ist auf eine auswärtige Unterkunft angewiesen. Studentenzimmer sind schnell weg, da bleibt häufig nur die erste eigene Wohnung anzumieten. Um die Miete absichern zu können, haben Studenten ein Anrecht auf Wohngeld.

Übersicht:

  • Selbstständiges Wohnen
    – Die ersten Schritte
    – Wo finde ich eine geeignete Wohnung?
  • Wohngeld
    – Darum haben Studenten einen Anspruch auf Wohngeld
    – Wo wird das Wohngeld beantragt?
    – Wie hoch ist das Wohngeld?
    – Wann und wie oft wird das Wohngeld ausgezahlt?
    – Welche Rechte und Pflichten haben Studenten?

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Wohngeld

Selbstständiges Wohnen

Die ersten Schritte

Es gibt eine Vielzahl an Gründen, weshalb Studenten das Elternhaus zur Studienzeit verlassen müssen. Die Hochschule oder Universität befindet sich nicht in Reichweite oder Studenten sind Waisen, weshalb sie auf staatliche Unterstützungen angewiesen sind, um das Recht auf ein Studium wahrnehmen zu können. Das BAföG reicht zumeist nicht aus, um den Lebensunterhalt vollständig zu bestreiten. Dann ist ein Antrag auf Wohngeld sehr wichtig.

Wo finde ich eine geeignete Wohnung?

Der staatliche Zuschuss für eine Unterkunft ist nicht unbegrenzt und gibt strenge Regeln vor. Die Unterkunft muss angemessen sein, was bedeutet, die muss im Rahmen des Mietspiegels der jeweiligen Stadt liegen und ausreichend groß für einen Alleinstehenden sein. Im Durchschnitt darf die Wohnung nicht größer als 45 qm messen. Wohnungen gibt es beim Wohnbauamt, durch Privatanzeigen oder beim Makler. Diesem sollte der Student unbedingt mitteilen, dass er oder sie auf Wohngeld angewiesen ist.

Wohngeld

Darum haben Studenten einen Anspruch auf Wohngeld

Studenten, die vom Elternhaus mangels Vermögen nur begrenzt unterstützt werden, sollen durch die Wohngeldzahlung die Möglichkeit erhalten, eine Ausbildung vollständig abzuschließen. Wohngeld muss im Gegensatz zum BAföG nicht rückerstattet werden. Studenten haben in der Regel das 18. Lebensjahr abgeschlossen uns sind somit volljährig. Vorrangig vor dem Wohngeld haben erst alle anderen Einkommensmöglichkeiten, wie Lohn, Kindergeld und Ausbildungsförderung.

Wo wird das Wohngeld beantragt?

Der Antrag wird beim zuständigen Amt innerhalb der Kommune gestellt. Die Dienststelle befindet sich im Fachbereich Soziales und ist, wenn nicht anders angeordnet, im Rathaus untergebracht. Das Formular muss vom Antragsteller selbstständig ausgefüllt werden, bedarf dieser Hilfe, kann ein Student als Antragsteller sich an das Amt wenden. Die Größe einer Wohnung sowie dessen Mietzins sollte zuvor mit der Behörde abgeklärt werden, damit es zu keinen Missverständnisseen kommt.

Wie hoch ist das Wohngeld?

Die Höhe des Wohngeldes ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und richtet sich nach Werten des Mietspiegels. Zur Berechnung des Bedarfs werden verschiedene Faktoren herangezogen: Wohnort, Wohnungsgröße, berücksichtigte Bewohner, Mietzins, Nebenkosten, Mobiliar (wenn dieses teilweise oder vollständig mit gemietet wird) und weitere Entlastungen für das Wohngeld. Die Berechnung erfolgt aufgrund der gemachten Angaben des Antragstellers. Es gilt, diese glaubhaft darzulegen.

Wann und wie oft wird das Wohngeld ausgezahlt?

Die Antragstellung nimmt etwas Zeit in Anspruch, in der Regel nicht mehr als zwei Wochen, wenn alle Unterlagen zur Berechnung vollständig eingereicht sind. In Großstädten kann es hier zu Verzögerungen kommen, über den aktuellen Stand wird aber nur selten Auskunft erteilt. Mit dem Wohngeldbescheid erfährt ein Student, wie hoch das bewilligte Wohngeld ist. Die Zahlungsweise erfolgt monatlich im Voraus und bedarf einer Banküberweisung.

Welche Rechte und Pflichten haben Studenten?

Jede Änderung, die für das Wohngeld von Bedeutung ist, muss der zuständigen Dienststelle umgehend angezeigt werden. Beispiele: Abbruch des Studiums, Auszug oder Umzug in eine andere Unterkunft, höheres Einkommen als bisher oder gleichwertigen Gründen.



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