NewsRente am

Eigentlich dürfte die Altersarmut mit der aktuellen Rentenerhöhung kein Thema mehr sein. Doch die Realität sieht anders aus, auch wenn die Renten im Westen um 4,25 Prozent und im Osten sogar um 5,95 Prozent ansteigen. Denn die Lebenshaltungskosten haben sich erhöht, die Ausgaben sind konstant gestiegen und vor allem Wohnraum, Energie und Lebensmittel zeigen sich mit einer inflationär erscheinenden Preiserhöhung.

Fakten zur Altersarmut trotz Rentenerhöhung

  • – Inflationsentwicklung mindert den Geldwert
    – gestiegene Lebenshaltungskosten
    – demographische Entwicklung
    – außergewöhnlich starke Belastung durch Mieten und Energiepreise

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Rentenerhöhung hebt Teuerung nicht auf

Im Hinblick auf gestiegene Mieten, Energiepreise und erhöhte Lebenshaltungskosten wird deutlich, dass die Rentenanpassung die gesunkene Wertigkeit des Geldes nicht ausgleichen kann. Die Teuerungsrate vom Jahr 2000 bis heute beläuft sich auf 26,73 Prozent, während die Erhöhung der Renten in den alten Bundesländern im gleichen Zeitraum 18,29 Prozent und in den neuen Bundesländern 25,98 Prozent betrug.

Die Entwicklung hat eine Senkung der Kaufkraft nach sich gezogen, sodass ein Geldbetrag von 1.000 Euro im Jahr 2000 heute einer Kaufkraft von 914 Euro entspricht. Solange die Teuerung über der Erhöhung der Renten liegt, schreitet die Gefahr der Altersarmut konstant voran und wird in den folgenden Jahren immer mehr Rentner und Vorruheständler betreffen.

Vor allem Neurentner durch Altersarmut in Gefahr

In der Regel liegen der Rente rund 35 Berufsjahre zugrunde. Wer bis zum Jahr 2000 in Rente ging, erhielt einen durchschnittlichen Rentensatz von 1.021 Euro. Im Jahr 2014 betrug die Durchschnittsrente hingegen nur noch 916 Euro, müsste aber aufgrund der Teuerung und inflationären Preisentwicklung bei einem Betrag von 1.270 Euro liegen. Während die Renten sinken, erhöhen sich die Kosten für Wohnraum und den Lebensunterhalt, für Lebensmittel und alltägliche Dinge.

Hier lässt sich ein deutlicher Kontext zur sinkenden Kaufkraft erkennen, wodurch die Armut am Lebensabend gefördert und vor allem bei Neurentnern generiert wird. Durch die demographische Entwicklung und steigende Anzahl an Rentnern ist eine Überlastung des Systems zu befürchten, wodurch eine lebensabsichernde Rente auf Dauer immer unwahrscheinlicher wird.

Weitere Faktoren beeinflussen die Altersarmut

Rentner steuern immer weiter auf den sozialen Abstieg zu. Ursprünglich verkündete die Politik, dass die Renten an die Erhöhung des Einkommens angepasst werden und in gleichem Maße ansteigen sollen. Schuld an der Altersarmut ist die prozentuale Senkung der Rente, die im Einhergang mit der Verteuerung der Lebenshaltungskosten automatisch in den sozialen Abstieg führt. Während ein Durchschnittsverdiener im Jahr 57 Prozent seines Einkommens als Rente erhielt, waren es in 2014 lediglich noch 48 Prozent.

Die Tendenz sinkt und die Anzahl an Arbeitsjahren steigt. Dennoch wird ein Rentner zukünftig mit 43 Prozent seines ursprünglichen Verdienstes leben und die höheren Kosten finanzieren müssen. Wenn das Rentenniveau auf 43 Prozent sinkt, liegt das monatliche Einkommen eines Rentners nur minimal über der Armutsschwelle und erhöht die Gefahr der Altersarmut drastisch.

Auch die Konzentration auf Riester und Rürüp hat sich nachhaltig auf die Tendenz zur Altersarmut ausgewirkt. Mangelnde Informationen um die Produkte, die geringere Verzinsung auf Versicherungen zur Altersvorsorge und der geringere Geldwert sind einige der Faktoren, die für eine steigende Altersarmut Sorge tragen.

1 Bewertungen
5.00 / 55 1