Sie ist eines der beliebtesten Getränke weltweit: Cola. Die braune Limo schmeckt vielen nicht nur gut, sie ist für viele dank des Koffeins auch ein wahrer Muntermacher. Eigentlich weiß jeder, dass Cola nicht die gesündeste Wahl ist, wenn es um Getränke geht. Doch wie ungesund ist Cola wirklich und ab wann wird der Genuss gar gefährlich?

Übersicht:

  • Die Cola-Limonade – was ist drin
  • Wie ungesund ist Cola
  • Viel Zucker – viel Kalorien
  • Koffein als gefährlicher Inhaltstoff?
  • Weitere Inhaltstoffe
  • Risken bei übermäßigem Genuss
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schlechte Zähne
  • Sind Light- oder Zero-Produkte eine Alternative?

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Die Cola-Limonade – was ist drin

Das Rezept der original Coca-Cola ist wohl das am besten gehütete Geheimnis der Welt. So kommt es auch, dass andere Cola-Limonaden dem Original nur nahe kommen, aber nie genauso schmecken.

1886 entwickelte der Apotheker John S. Pemberton das Getränk in Atlanta (USA) ursprünglich als Mittel gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit. Bis 1903 soll das damals als Medizin vermarktete Produkt unter anderem Extrakte von Kokablättern enthalten haben – daher der Name Coca-Cola. Das Unternehmen bestreitet allerdings bis heute, dass es jemals Spuren von Kokain in dem Erfrischungsgetränk gegeben habe.

Die Rezeptur gibt bis heute Rätsel auf. Zwar haben Wissenschaftler die zentralen Bestandteile von Coca-Cola entschlüsselt: Das Getränk besteht aus Wasser, Kohlen- und Phosphorsäure, Zucker, Chinin, Zuckercouleur für die Farbe sowie Extrakten aus der Kolanuss und Koffein. Doch die exakte Zusammensetzung der Aromastoffe bleibt gut gehütet.

Wie ungesund ist Cola

Man muss sich nur die Bestandteile von Cola angucken, um zu erahnen, dass Cola nicht zu den gesündesten Getränken gehört: Kohlen- und Phosphorsäure, Zucker, Zuckercouleur, Koffein. Doch welche Inhaltstoffe machen die Cola ungesund?

Viel Zucker – viele Kalorien

Widmen wir uns dem Zucker – dem wohl dominantesten Inhaltstoff der Cola:

Zucker macht die Cola richtig ungesund. Denn Cola enthält sehr viel Zucker. Ein Glas Coca-Cola (250 ml) beinhaltet rund 27 Gramm Zucker. Das sind etwa neun bis zehn Stück Würfelzucker. Das entspricht mehr als der Hälfte dessen, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Hinblick auf den täglichen Zuckerkonsum empfiehlt.

Wer gleich einen ganzen Liter davon trinkt, hat etwa 36 Stück Würfelzucker intus. Es fallen pro Liter gut 420 Kilokalorien an.

Demnach sollte man maximal zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs in Form des Süßungsmittels zu sich nehmen – durchschnittlich rund 50 Gramm oder 17 Zuckerwürfel am Tag. Cola ist dementsprechend mit Vorsicht zu genießen.

Koffein als weiterer Inhaltstoff

Cola enthält zwar Koffein (etwa 10 Milligramm pro 100 Milliliter), allerdings ist in anderen Getränken deutlich mehr zu finden: Schwarzer Tee enthält etwa dreieinhalb mal so viel Koffein wie Cola, in Kaffee ist je nach Zubereitung fünf- bis zehnmal so viel Koffein. Energydrinks enthalten im Vergleich zu Cola oft die dreifache Koffein-Menge.

Die Koffeinempfindlichkeit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Die tägliche Aufnahme von bis zu 300 mg Koffein stellt normalerweise kein Gesundheitsrisiko dar, sagt das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel (EUFIC). Vorausgesetzt wird dabei jedoch ein ansonsten gesunder Lebensstil, also ausgewogene Ernährung, gemäßigter Alkoholkonsum, Verzicht auf Nikotin und sportliche Betätigung.

Wichtig: Personen mit labilem Gesundheitszustand oder erhöhter Koffeinempfindlichkeit sollten nur eine geringe Menge Koffein zu sich nehmen. Auch sollten Schwangere nur wenig Koffein zu sich nehmen, da der Stoff ins Blut des ungeborenen Kindes gelangt.

Weitere Inhaltstoffe

Neben Zucker und Koffein enthält Cola noch Inhaltstoffe wie Chinin und Phosphat. Wie gefährlich sind diese Zugaben?

Chinin: Wer zu viel Chinin aufnimmt, kann unter anderem mit Kopfschmerzen, Brechreiz und Sehstörungen reagieren. Diese Nebenwirkungen spielen vor allem eine Rolle, wenn Chinin als hochdosiertes Arzneimittel eingenommen wird – etwa gegen Wadenkrämpfe. Die Dosierung in der Cola ist meist unbedenklich.

Für Schwangere gilt allerdings: Sie sollten auf chininhaltige Getränke verzichten, da der Stoff die Wehen fördern kann Auch wer an chronischen Krankheiten wie zum Beispiel Ohrenproblemen oder Herzrhythmusstörungen leidet, sollte sicherheitshalber mit dem Arzt klären, ob Chinin für ihn problematisch ist. Wer bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel Gerinnungshemmer einnimmt, sollte sich ebenfalls beim Arzt oder Apotheker über mögliche Wechselwirkungen informieren.

Phosphat: In Cola-Getränken und anderen Softdrinks kommt teilweise Phosphat vor. Der Körper benötigt das Mineral für zahlreiche Vorgänge in den Zellen. Befindet sich jedoch zu viel Phosphat im Körper, fördert es den Knochenabbau. Gerade freies Phosphat als Nahrungsmittelzusatzstoff gelangt sehr effektiv in den Organismus. Besonders Patienten mit Nierenschwäche sollten darauf achten, nicht zu viel davon zu sich zu nehmen.

Risiken bei übermäßigem Genuss

Beim Cola-Trinken gilt wie bei allen Genussmitteln: Alles im Übermaß ist ungesund. Denn: Wer regelmäßig oder übermäßig viel gezuckerte Getränke – also auch Cola – zu sich nimmt, schadet seiner Gesundheit.

Übergewicht

Regelmäßiger Konsum von gezuckerten Getränken – sprich auch Cola – führt eher zum Übergewicht. Übergewicht erhöht das Risiko für einige der bedeutendsten Volkskrankheiten unserer Zeit: Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Diabetes mellitus

Durch zuckerhaltige Softdrinks schnellt der Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe. Dies gelte besonders, wenn solche Limonaden unabhängig von einer Mahlzeit getrunken werden.

Eine Studie von Potsdamer Wissenschaftlern hat gezeigt: Schwankt der Blutzuckerspiegel stark, schadet dies langfristig wohl den Insulin-bildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Fazit: Wer seinen Durst täglich mit gezuckerten Getränken löscht, hat auch deshalb ein deutlich erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Eine neue Studie der Universität Helsinki, bei der Daten von über 500 Frauen und Männern mittleren Alters ausgewertet wurden, weist darauf hin, dass eine hohe Phosphataufnahme, z. B. über Cola-Getränke, mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Personen, die ohnehin ein höheres Erkrankungsrisiko haben, sollten ganz auf den Konsum von Softdrinks verzichten oder die Getränke nur sehr selten zu sich nehmen.

Schlechte Zähne

Auch die Zähne leiden am übermäßigen Cola-Genuss. Bakterien, die im Mund leben, ernähren sich vom Zucker und vermehren sich. Das in dem Getränk enthaltene Säuerungsmittel Phosphorsäure greift den Zahnschmelz an. Es löst Calcium aus den Zähnen und erhöht das Risiko für Karies.

Sind Light- oder Zero-Produkte eine Alternative?

Wer auf Cola-Getränke nicht verzichten mag, sollte wenigstens ein Light-Produkt wählen. Denn Diät-Limonaden enthalten deutlich weniger oder teilweise so gut wie gar keine Kalorien, da Süßstoffe den Zucker ersetzen.

Die künstlichen Süßungsmittel geraten aber immer wieder in Verruf. Sie könnten dick machen, sie würden Herz und Kreislauf schaden und seien sogar krebserregend. Einige Studien weisen auf solche Zusammenhänge hin. Doch ein klarer wissenschaftlicher Beleg fehlt bislang dafür.

Gegen das Süßungsmittel Aspartam muss man keine Bedenken hegen. Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im Dezember 2013 mitteilte, können Verbraucher, die nicht an der Stoffwechselstörung Phenylketonurie (Phenylalanin ist im Aspartam enthalten) leiden, Lebensmittel mit dem Zuckerersatzstoff problemlos konsumieren.

Trotzdem ist Vorsicht geboten. In Cola light & Co. sind auch Phosphorsäure und Koffein enthalten, weshalb die Getränke nicht zu häufig genossen werden sollten.

Bildquelle: © blackday – Fotolia.com

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