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Trotz Rentenerhöhungen ist Altersarmut überwiegend weiblich

Frauen leiden viel häufiger unter Altersarmut als Männer, wie aktuelle Studien belegen und ein erschreckendes Ergebnis zeigen. Denn die demographische Entwicklung führt dazu, dass die Altersarmut steigt und im Hinblick auf die Zukunft immer mehr Frauen betreffen wird.

Fakten zur weiblichen Altersarmut

  • – geringerer Verdienst im Berufsleben
    – durch Kindererziehung weniger Berufsjahre
    – Halbtags- und Teilzeitarbeit
    – weniger Aufstiegschancen im Beruf

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Frauen bekommen weniger Rente als Männer

Die Differenz zwischen der Rente für Frauen und Männer beträgt 40 Prozent. Dieser Unterschied begründet sich im geringeren Verdienst von Arbeitnehmerinnen, in Halbtags- und Teilzeitjobs, die Frauen aufgrund der Kindererziehung häufiger besetzen und in den geringeren Berufsjahren. Während Männer ihre Karriere in den Vordergrund stellen, kümmern sich Frauen um die Kinder und um die Familie, wodurch einige Ausfalljahre zur Kindererziehung und oftmals anschließende Teilzeitarbeit die Folge sind. Auch im Bereich der Aufstiegschancen und der Entlohnung ihrer Arbeit stehen Frauen schlechter dar als Männer, sodass die Rente automatisch geringer ausfällt.

Die Verdrängung der Vorsorge

Der Evolution ist geschuldet, dass sich Frauen im Bereich der Absicherung und Altersvorsorge in erster Linie auf den Mann verlassen. Da die klassische Familie, in der der Mann für die Versorgung und die Frau für die Erziehung der Kinder zuständig ist, kaum noch existiert, geraten Frauen schneller und häufiger in die Gefahr der Altersarmut. Aber auch das niedrigere Einkommen verhindert eine adäquate Vorsorge für den Lebensabend, wodurch Männer durch ihr höheres Einkommen eher in der Lage zum Vorsorgen und somit zur Prävention gegen Altersarmut sind.

Perspektivisch bleibt die Altersarmut weiblich

Verheiratete Frauen haben unzureichende eigenständige Rentenansprüche, da die Altersvorsorge in Ehen auch heute noch primär in den Bereich des Ernährers, der in 95 Prozent aller Fälle der Mann ist, entfällt. Aber auch geschiedene und allein lebende Frauen können ihre Rentenansprüche nur marginal aufstocken, da die Bezahlung bei gleicher Tätigkeit weit unter dem Einkommen von Männern liegt. Bei Auszahlung einer Witwenrente, die als Rente zweiter Klasse gehandelt wird, sinkt die Autonomie bei einer erneuten Heirat und der Rentenanspruch verringert sich im Gegensatz zur klassischen Altersrente.

Job- und Nebenjob Aussichten für Frauen im Alter geringer

Im Bereich nebenberuflicher Tätigkeiten sinken die Chancen für Frauen mit zunehmendem Alter mehr, als es bei Männern der Fall ist. Weiter sind Frauen häufiger vom Vorruhestand betroffen, was mit einer Verringerung der Höhe des Rentenanspruchs einhergeht. Für Frauen ab 50 Jahren ist es bedeutend schwerer als für gleichaltrige Männer, einen Arbeitsplatz oder einen Nebenjob während der Arbeitslosigkeit oder im Vorruhestand zu finden. Erwerbsausstiege für Mütter und Ehefrauen werden zu wenig gefördert, wodurch Männer mehr und Frauen weniger Arbeitsjahre aufweisen.

Was hilft gegen weibliche Altersarmut?

Die eigenständige Vorsorge ist die einzige Möglichkeit, um sich effektiv vor Altersarmut zu schützen. Auch mit einem geringen Einkommen und wenigen Berufsjahren können Frauen vorsorgen und Altersvorsorge unabhängig vom Ehemann betreiben. Durch den Niedrigzins und die geringen Renditen bei Anlagen zur Altersvorsorge, wie auch bei Versicherungen ist es ratsam, den Fokus auf physische Werte, wie beispielsweise Immobilien oder Sachwerte und Edelmetalle zu lenken. Nur effektive Vorsorge kann vor weiblicher Altersarmut schützen.

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