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Die Arbeitslosenquote war lange das Thema Nummer eins in der Presse und nun ist es ruhiger geworden um das Problem. Doch wie sieht die Arbeitslosenquote 2015 aus? Wie ist eigentlich die Entwicklung der Arbeitslosenquote und wer wird in dieser Statistik überhaupt erfasst? Die Antworten auf diese Fragen und was Sie alles über die Arbeitslosenquote wissen sollten, erfahren Sie hier in diesem Artikel.

Übersicht:

  • Was benennt die Arbeitslosenquote?
  • Die Bemessung der Arbeitslosenquote
  • Die Arbeitslosenbestimmung
  • Wer nicht in der Arbeitslosenquote enthalten ist
  • Die Entwicklung in Deutschland
  • Die Arbeitslosenquote in Deutschland
  • Die Arbeitslosenquote im Vergleich
  • Die Prognose für Deutschland
  • Wo fehlen Arbeitskräfte in Deutschland

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Was benennt die Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote benennt, wie hoch der Anteil der Arbeitslosen ist, gemessen an allen potentiellen Arbeitnehmern. Diese Arbeitnehmer stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Berechnung der Arbeitslosenquote unterliegt einer festen Rechenformel und wird in
Abhängigkeit der Anzahl der Arbeitslosen und der Anzahl der Erwerbstätigen berechnet.

Die Formel lautet: Arbeitslosenquote=(Anzahlt der registrierten Arbeitslosen:(Anzahl der zivilen Erwerbstätigen+ Anzahl der registrierten Arbeitslosen)) x 100 in Prozent.

Demzufolge steht die rechnerische Arbeitslosenquote in Abhängigkeit von der Entwicklung der Arbeitslosen, wie auch der Erwerbstätigen.

Die Bemessung der Arbeitslosenquote

In der Bemessung der Arbeitslosenquote zählen zu den Arbeitslosen im Nenner der Formel, diejenigen, die selbst schon einmal gearbeitet haben. Im Zähler hingegen werden alle Arbeitslosen aufgeführt, die registriert sind, nicht aber alle anderen Arbeitslosen, die als Arbeitssuchende gelten.

Ein wichtiger Faktor, bei dem beispielsweise Personen, die aus eigener Entscheidung heraus Arbeit suchen, nicht in der Arbeitslosenquote mit berechnet werden. Die Arbeitslosenquote ist Teil der Arbeitslosenstatistik.

Die Arbeitslosenbestimmung

Die Berechnung der Arbeitslosigkeit ist Sache der Bundesagentur für Arbeit. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bestimmt unter festgelegten Kriterien, wer als arbeitslos gilt und wer nicht. Demnach gelten bei uns in Deutschland alle bei der Bundesagentur für Arbeit nach dem SGBIII gemeldeten Arbeitslosen als registrierte Arbeitslose und sind somit die Grundlage für die Arbeitslosenquote.

Die Definition „arbeitslos“ besagt, dass Personen als arbeitslos gelten, die jünger als das Rentenalter sind, weniger als fünfzehn Stunden arbeiten, aber mehr als fünfzehn Stunden arbeiten wollen. Zudem müssen Sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und willens sein, jede zumutbare Arbeit anzunehmen.

Wer nicht in der Arbeitslosenquote enthalten ist

Alle Arbeitssuchenden, die nicht beim Arbeitsamt gemeldet sind, fallen automatisch aus der Arbeitslosenquote und somit auch aus der Statistik raus. Dazu zählen die Menschen, die sich beispielsweise in der Betreuung von privaten Arbeitsvermittlern befinden. Die Arbeitslosenquote berücksichtigt nicht die versteckte Arbeitslosigkeit ebenfalls.

Hierzu gehören Menschen, die arbeitslos gemeldet sind, die aber an Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben teilnehmen oder die eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandentschädigung haben. Personen, die eine Erwerbsarbeit aufnehmen würden, die aber nicht den Verfügbarkeitskriterien erfüllen, sind in der Arbeitslosenquote ebenfalls nicht berücksichtigt.

Die Entwicklung in Deutschland

Wir haben derzeit die niedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland seit 1991. Verschiedene Faktoren beeinflussen allerdings die Entwicklung der Arbeitslosenquote. So sind mit der Einführung des §53a SGB II im Januar 2008 zahlreiche Arbeitlose aus der Statistik gefallen.

Es sind die erwerbsfähigen Hilfebedürftig, die älter als 58 sind, mindestens ein Jahr Grundsicherung für Arbeitssuchende bezogen haben ohne, dass Sie in der Zeit eine sozialversicherungspflichtige Arbeit gefunden haben. Zusätzlich ist im Jahr 2009 die Regelung entstanden, dass die Arbeitslosen, für die private Arbeitsvermittler tätig werden, nicht mehr in der Statistik auftauchen.

Die Arbeitslosenquote in Deutschland

Die Arbeitslosenquote in Deutschland im September 2015 betrug 6,2%. Im September des Vorjahres war die Arbeitslosenquote bei 6,5%. Wirft man einen Blick auf die letzten zwanzig Jahre, so haben wir in Deutschland seither den niedrigsten Stand erreicht.

Die Arbeitslosenquote lag nämlich 1995 bei 9,4%, stieg bis zum Jahr 1997 auf 11,4%. Danach erlebte sie einen ähnlichen Verlauf, das heißt sie sank bis zum Jahr 2001 wieder auf 9,4% und fand dann den höchsten Stand in den zwanzig Jahren bei 11,7% in dem Jahr 2005. Seither fällt sie fast kontinuierlich bis auf den heutigen Stand ab.

Die Arbeitslosenquote im Vergleich

Es gibt eine Eurostat-Definition für die Arbeitslosigkeit, die auch unter dem Begriff ILO-Arbeitsmarktstatistik bekannt ist. Die Definition der Arbeitslosigkeit, die in Deutschland von der Bundesagentur für Arbeit als Grundlage der Arbeitslosenzahlen dient, weicht aber erheblich von der Definition der ILO-Arbeitsmarktstatistik ab. Aus diesem Grund ist ein Vergleich zum Ausland kaum möglich.

Wen diese Angaben jedoch interessieren, der findet im Internet in Statistikportalen annährende Zahlen, um den Vergleich ersichtlich zu machen.

Die Prognose für Deutschland

Wir hatten in Deutschland eine Arbeitslosenquote von 7,8% im Jahr 2008. In Zahlen ausgedrückt, waren in diesem Jahr durchschnittlich 3,26 Millionen Menschen in dieser Statistik unter den bekannten Kriterien erfasst.

Die Zahl der Arbeitslosen ist dann auf 2,78 Millionen im noch laufenden Jahr 2015 gesunken. Laut Angabe von führenden Wirtschaftinstituten sinkt diese Zahl im kommenden Jahr auf 2,72 Millionen weiter ab. Ein Abwärtstrend der gern gesehen ist und Rückschlüsse auf tendenziell gute Arbeitsmarkt- und Beschäftigungslage zulässt.

Wo fehlen Arbeitskräfte

Im Juli gab es 589.000 offene Stellen, für die eine Arbeitskraft gesucht wird. Hier sind die Berufsfelder Verkehr und Logistik ebenso führend, wie auch Metallerzeugung, Metallverarbeitung und Metallbau. Weiterhin im oberen Segment der offenen Stellen ist auch der Verkauf angesiedelt. Gefolgt von diesem Bereichen fehlen Kräfte in der Mechatronik, der Energie- und Elektrotechnik, der Maschinen- und Fahrzeugtechnik und ebenso in Gesundheitsberufen.

Wenn sich also junge Menschen von der Arbeitslosenquote beeinflussen lassen, was Ihre Zukunftsplanung anbetrifft, dann können Sie von der Information der offenen Stellen auch profitieren. In der Orientierung mag hier auch das Potential liegen, sich für einen offensichtlich unterbelegten Bereich zu entscheiden.

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

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