NewsRente am

Die gesetzliche Rentenversicherung bietet die Möglichkeit zur freiwilligen Vorsorge, sofern nicht schon eine Pflichtversicherung besteht. Mit den freiwillig gezahlten Rentenbeiträgen kann ein genereller Rentenanspruch erworben oder ein bereits bestehender Anspruch bei der späteren Rente erhöht werden. Hierfür ist ein Mindestbeitrag zu zahlen, dessen Höhe von der Deutschen Rentenversicherung festgesetzt wird.

Wer kann freiwillig Rentenbeiträge zahlen?

Die Mehrzahl der deutschen Arbeitnehmer ist automatisch in der Rentenversicherung versichert. Wer nicht oder nicht mehr versicherungspflichtig ist, kann – beginnenden ab einem Mindestbeitrag – freiwillige Beiträge an die Rentenversicherung zahlen. Ab dem 16. Lebensjahr können sich alle Personen versichern, die in Deutschland wohnen bzw. hier im Normalfall leben. Die Staatsangehörigkeit ist für eine freiwillige Versicherung unerheblich. Deutsche sind – ebenso wie ausländische Bürger – berechtigt, freiwillig Rentenbeiträge zu entrichten.

Lediglich wer bereits volle Altersrente bezieht, darf keine freiwilligen Beiträge zahlen. Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung oder einer Altersteilrente können sich hingegen weiterhin freiwillig versichern. Die eingezahlten Beiträge werden jedoch erst beim nächsten eintretenden Rentenanspruch entsprechend berücksichtigt.

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Der Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte

Freiwillig Versicherte können die Höhe und die Anzahl ihrer Beiträge selbst festlegen. Im Kalenderjahr können – beginnend ab einem Monatsbeitrag – bis zu zwölf Beiträge gezahlt werden. Hierbei kann jeder Betrag zwischen dem festgesetzten Mindestbeitrag und dem ebenfalls vorgeschriebenen Höchstbeitrag frei gewählt werden.

Entscheidend ist, dass der Mindestbeitrag nicht unterschritten wird. Freiwillige Beitragszahlungen unterhalb des Mindestbeitrages sind nicht möglich. Im Jahr 2015 lag der Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte im gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland bei 84,15 EUR.

Schon der Mindestbeitrag lässt die Rente steigen

Jede geleistete Beitragszahlung führt zu einer Erhöhung des zukünftigen Rentenanspruchs. Dies gilt ebenfalls für freiwillig gezahlte Beiträge. Auch Beitragszahlungen in Höhe des Mindestbeitrages tragen zu einer Erhöhung der zukünftigen Rente bei.

Beispielsweise erhöhte sich der Rentenanspruch von freiwillig Versicherten, die im Jahr 2015 zwölfmal den Mindestbeitrag entrichteten, monatlich um 4,41 EUR. Bei Beitragszahlungen oberhalb des Mindestbeitrages fällt eine Erhöhung des Rentenanspruches noch deutlicher aus.

Zahlungen fristgerecht leisten

Die Beiträge von freiwillig Versicherten sind rechtzeitig an die Rentenversicherung zu zahlen. Für das jeweilige Beitragsjahr können Zahlungen bis einschließlich 31. März des nachfolgenden Jahres erfolgen.

Es ist möglich, dass sich der Mindestbeitrag erhöht, wenn Beiträge für das vorhergehende Jahr rückwirkend entrichtet werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn von der Deutschen Rentenversicherung der Beitragssatz angehoben wird. Aus diesem Grund ist es ratsam, die Beiträge im Verlauf des Jahres zu entrichten, für das diese gelten sollen.

Anmeldung und Beitragszahlung

Zu Beginn einer freiwilligen Versicherung sollte eine entsprechende Meldung an die Rentenversicherung erfolgen. Hierbei muss informiert werden, beginnend ab wann freiwillige Versicherungsbeiträge eingezahlt werden. Soll der Mindestbeitrag entrichtet werden, muss die Rentenversicherung ebenfalls entsprechend informiert werden.

Der einfachste Weg für die Zahlung des Mindestbeitrages ist eine Abbuchung vom Konto. Hierfür wird die Rentenversicherung ermächtigt, den fälligen Betrag automatisch vom Konto einzuziehen. Der Mindestbeitrag gilt dann am ersten Tag des für die Abbuchung vereinbarten Monats als gezahlt.

1 Bewertungen
5.00 / 55 1